Bundesweite Schweigeminute für getöteten Zugbegleiter Serkan C.

In ganz Deutschland haben am Mittwoch Bahn-Angestellte und Passagiere mit einer Schweigeminute an den getöteten Schaffner Serkan C. erinnert. Dazu aufgerufen hatte die Eisenbahnergewerkschaft EVG. Der 36-jährige Zugbegleiter Serkan C. war am Montagabend in einer Regionalbahn in Rheinland-Pfalz aus einer Gruppe heraus angegriffen worden. Es ging um das nicht vorhandene Ticket eines Fahrgastes. Als Serkan C. ihn des Zuges verweisen wollte, soll der griechische Staatsbürger ihn so hart geschlagen haben, dass der Zugbegleiter am Mittwochmorgen seinen Verletzungen erlag, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der 26-jährige Tatverdächtige befindet sich in Untersuchungshaft.
Die Anzahl der Übergriffe auf Beschäftigte bei Bahn und Bus steige seit Jahren, beklagt die EVG und kritisiert Bahn und Bund scharf: "Die Politik schaut zu. Jahrelang wurde an der Sicherheit von Personal und Fahrgästen gespart. Auf vielen Zügen im Nahverkehr gibt es nur einen Zugbegleiter. Sicherheitspersonal fährt fast nie mit."
"Unser Mitgefühl, unsere Gedanken sind bei den Angehörigen, bei der Familie, bei den Freunden, bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Eisenbahner-Familie", sagte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU), der gemeinsam mit Bahn-Vorstandsmitglied Martin Seiler in Berlin an der Gedenkminute teilnahm. Der Mitarbeiter sei bei der Ausübung seines Dienstes "grundlos angegriffen" worden und seinen Verletzungen erlegen. "Das ist wirklich ein schwarzer Tag für die gesamte Eisenbahner-Familie", erklärte er weiter. Man müsse gemeinsam mit der Bahn für mehr Sicherheit sorgen – gegenüber dem Personal, in Zügen und im gesamten Gemeinwesen.
Seiler betonte, man trauere um einen Kollegen, "der seinen Job gemacht hat, der Fahrkarten kontrolliert hat und dabei gewaltsam angegriffen und letztlich zu Tode gekommen ist". Gewalt nehme in der Gesellschaft zu, Angriffe träfen Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste und Mitarbeitende der Bahn. Man habe Bodycams eingeführt, Notrufmöglichkeiten geschaffen und viele Trainings vorgenommen, werde aber prüfen, "was wir tun können". Der Kollege habe vorbildlich deeskaliert und keine Gegenwehr geleistet, sagte Seiler.
Der Familienvater Serkan C. hinterlässt zwei Kinder.
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"Unser Mitgefühl, unsere Gedanken sind bei den Angehörigen, bei der Familie, bei den Freunden, bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Eisenbahner-Familie", sagte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU), der gemeinsam mit Bahn-Vorstandsmitglied Martin Seiler in Berlin an der Gedenkminute teilnahm. Der Mitarbeiter sei bei der Ausübung seines Dienstes "grundlos angegriffen" worden und seinen Verletzungen erlegen. "Das ist wirklich ein schwarzer Tag für die gesamte Eisenbahner-Familie", erklärte er weiter. Man müsse gemeinsam mit der Bahn für mehr Sicherheit sorgen – gegenüber dem Personal, in Zügen und im gesamten Gemeinwesen.
Seiler betonte, man trauere um einen Kollegen, "der seinen Job gemacht hat, der Fahrkarten kontrolliert hat und dabei gewaltsam angegriffen und letztlich zu Tode gekommen ist". Gewalt nehme in der Gesellschaft zu, Angriffe träfen Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste und Mitarbeitende der Bahn. Man habe Bodycams eingeführt, Notrufmöglichkeiten geschaffen und viele Trainings vorgenommen, werde aber prüfen, "was wir tun können". Der Kollege habe vorbildlich deeskaliert und keine Gegenwehr geleistet, sagte Seiler.
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