Gewalt in Kitas: Meldungen in NRW binnen eines Jahres um fast 80 Prozent gestiegen

Die Zahl gemeldeter Gewalt- und Übergriffsfälle in Kitas ist in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2025 um fast 80 Prozent gestiegen. Besonders häufig werden Übergriffe von Kindern gegen Kinder registriert, aber auch Gewalt durch Erwachsene nimmt zu. Mehr dazu: https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/gewalt-in-kitas-meldungen-in-nrw-binnen-eines-jahres-um-fast-80-prozent-gestiegen-a5380068.html?utm_source=social&utm_medium=youtube
Experten führen dies auf eine Mischung aus besserer Meldepraxis, gestiegener Sensibilisierung und realer Überlastung der Einrichtungen zurück.
Laut dem Familienministerium NRW gab es im Jahr 2025 4.718 gemeldete Gewalt- und Übergriffsfälle – ein Plus von 80 Prozent gegenüber 2024. Innerhalb von drei Jahren vervierfachte sich die Zahl.
Allein im Rheinland verdoppelten sich die Übergriffe von 1.561 auf 3.036, wobei Gewalt von Kindern gegen Kinder dominiert: über 2.400 Fälle körperlicher Attacken unter Kindern. Sexualisierte Gewalt stieg von 323 auf 501 unter Kindern, von 75 auf 162 durch Erwachsene. Psychische Gewalt wie Mobbing wuchs ebenfalls.
Ähnliche Trends sieht man auch in anderen Bundesländern. So gab es in Baden-Württemberg im Jahr 2021 113 gemeldete Übergriffe, 2024 waren es dann 531. Auch in Niedersachsen melden nun 60 Prozent der Kita-Leiter einer Umfrage zunehmendes aggressives Verhalten.
Die Ursachen des Problems sind ebenso vielschichtig wie seine Erscheinungsformen. Ein Teil der Gewalt sei in ähnlicher Form bereits früher vorhanden gewesen, blieb aber unentdeckt, sagte NRW-Kultusministerin Verena Schäffer dem WDR.
Durch eine gestiegene Sensibilisierung gelten einige Verhaltensweisen, die früher toleriert wurden, heute als Kindeswohlgefährdung und sind damit meldepflichtig.
Auch Personalmangel, sowie Erfahrungen wie häuslicher Stress, fehlende Bindung oder Überforderung spielen eine Rolle.
Karsten Herrmann, erklärt dazu: „Nach allem, was wir aus der Praxis hören und was sich auch in unserer Umfrage zeigt, scheint aber tatsächlich bei vielen Kindern die Zündschnur kürzer und die Frustrationstoleranz geringer zu sein als früher, was sicherlich auch mit in vielfacher Hinsicht geänderten Lebensumständen zusammenhängt.“
Gleichzeitig klagen Fachkräfte darüber, dass ihnen bezüglich der Disziplinierung aggressiver Kinder vielfach die Hände gebunden seien.
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Experten führen dies auf eine Mischung aus besserer Meldepraxis, gestiegener Sensibilisierung und realer Überlastung der Einrichtungen zurück.
Laut dem Familienministerium NRW gab es im Jahr 2025 4.718 gemeldete Gewalt- und Übergriffsfälle – ein Plus von 80 Prozent gegenüber 2024. Innerhalb von drei Jahren vervierfachte sich die Zahl.
Allein im Rheinland verdoppelten sich die Übergriffe von 1.561 auf 3.036, wobei Gewalt von Kindern gegen Kinder dominiert: über 2.400 Fälle körperlicher Attacken unter Kindern. Sexualisierte Gewalt stieg von 323 auf 501 unter Kindern, von 75 auf 162 durch Erwachsene. Psychische Gewalt wie Mobbing wuchs ebenfalls.
Ähnliche Trends sieht man auch in anderen Bundesländern. So gab es in Baden-Württemberg im Jahr 2021 113 gemeldete Übergriffe, 2024 waren es dann 531. Auch in Niedersachsen melden nun 60 Prozent der Kita-Leiter einer Umfrage zunehmendes aggressives Verhalten.
Die Ursachen des Problems sind ebenso vielschichtig wie seine Erscheinungsformen. Ein Teil der Gewalt sei in ähnlicher Form bereits früher vorhanden gewesen, blieb aber unentdeckt, sagte NRW-Kultusministerin Verena Schäffer dem WDR.
Durch eine gestiegene Sensibilisierung gelten einige Verhaltensweisen, die früher toleriert wurden, heute als Kindeswohlgefährdung und sind damit meldepflichtig.
Auch Personalmangel, sowie Erfahrungen wie häuslicher Stress, fehlende Bindung oder Überforderung spielen eine Rolle.
Karsten Herrmann, erklärt dazu: „Nach allem, was wir aus der Praxis hören und was sich auch in unserer Umfrage zeigt, scheint aber tatsächlich bei vielen Kindern die Zündschnur kürzer und die Frustrationstoleranz geringer zu sein als früher, was sicherlich auch mit in vielfacher Hinsicht geänderten Lebensumständen zusammenhängt.“
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