Stuttgart 12.01.2026 Bauerndemo Freie Berichterstattung Recherche Plus

Auch als Berichterstatter haben wir eine Meinung.
Für Stuttgart:
„Guten Abend, meine Damen und Herren,
am 9. Januar 2026, ist es offiziell: Der EU-Rat hat mit qualifizierter Mehrheit grünes Licht für das Mercosur-Abkommen gegeben – nach über 25 Jahren Verhandlungen. Ursula von der Leyen kann nächste Woche in Paraguay unterschreiben. Das Europaparlament muss noch zustimmen, aber der Zug rollt.
Was bedeutet das konkret – und warum toben die Bauernproteste von Paris bis Warschau?
Faktenlage:
- Brasilien, Argentinien, Paraguay, Uruguay liefern bald zollfrei oder zollreduziert Rindfleisch, Geflügel, Zucker, Soja – in Quoten, die voll ausgeschöpft werden.
- Deutsche und baden-württembergische Landwirte – vor allem Rinder- und Geflügelhalter – rechnen mit Preisstürzen von 15–35 %. Viele mittlere Betriebe sehen schwarz.
- Studien und Kontrollberichte aus 2024/2025 zeigen: Hormonrückstände (Östradiol & Co.), massive Antibiotika-Einsätze und verbotene Pestizide (Boomerang-Effekt) sind in Mercosur-Produkten real – EU-Grenzwerte werden oft nur auf dem Papier eingehalten.
Für Stuttgart und die Region heißt das:
Unsere regionalen Erzeuger – von der Alb bis zum Remstal – verlieren Marktanteile an billigen Importen. Discounter-Regale füllen sich mit Mercosur-Ware, die strengere EU-Standards umgeht.
Was kann die Stadt tun? Hier meine Empfehlungen als Beobachter, der die Sache nüchtern betrachtet:
1. Öffentliche Verpflegung sofort umstellen – alle städtischen Kantinen, Kitas, Schulen, Mensen: 100 % regional, bevorzugt Bio, kein Mercosur-Fleisch. Das ist machbar und ein starkes Signal.
2. Direktvermarktung pushen – Wochenmärkte, Hofläden, Solidarische Landwirtschaft massiv fördern. Stuttgart hat Potenzial für echte Regionalkreisläufe.
3. Ausschreibungen schärfen – Bei jedem städtischen Auftrag höchste Tierwohl- und Regionalkriterien verpflichtend machen. Mercosur-Importe rausfiltern, wo möglich.
4. Transparenz-Kampagne starten – Bürger klar informieren: Woher kommt das Fleisch wirklich? Herkunftsland-Pflicht sichtbar machen – das schafft Bewusstsein.
5. Politischen Druck aufbauen – Resolution ans Land, an den Bund, ans EU-Parlament: Entweder echte Schutzklauseln oder das Ding nochmal stoppen.
Kurz gesagt: Mercosur ist kein Naturgesetz. Es ist eine politische Entscheidung – für Auto-Exporte und Geopolitik, gegen heimische Landwirtschaft und Verbraucherschutz.
Stuttgart könnte Vorreiter sein: Regional statt Ramsch.
Für unsere Bauern, für die Gesundheit, für echte Nachhaltigkeit.

Für Stuttgart:
„Guten Abend, meine Damen und Herren,
am 9. Januar 2026, ist es offiziell: Der EU-Rat hat mit qualifizierter Mehrheit grünes Licht für das Mercosur-Abkommen gegeben – nach über 25 Jahren Verhandlungen. Ursula von der Leyen kann nächste Woche in Paraguay unterschreiben. Das Europaparlament muss noch zustimmen, aber der Zug rollt.
Was bedeutet das konkret – und warum toben die Bauernproteste von Paris bis Warschau?
Faktenlage:
- Brasilien, Argentinien, Paraguay, Uruguay liefern bald zollfrei oder zollreduziert Rindfleisch, Geflügel, Zucker, Soja – in Quoten, die voll ausgeschöpft werden.
- Deutsche und baden-württembergische Landwirte – vor allem Rinder- und Geflügelhalter – rechnen mit Preisstürzen von 15–35 %. Viele mittlere Betriebe sehen schwarz.
- Studien und Kontrollberichte aus 2024/2025 zeigen: Hormonrückstände (Östradiol & Co.), massive Antibiotika-Einsätze und verbotene Pestizide (Boomerang-Effekt) sind in Mercosur-Produkten real – EU-Grenzwerte werden oft nur auf dem Papier eingehalten.
Für Stuttgart und die Region heißt das:
Unsere regionalen Erzeuger – von der Alb bis zum Remstal – verlieren Marktanteile an billigen Importen. Discounter-Regale füllen sich mit Mercosur-Ware, die strengere EU-Standards umgeht.
Was kann die Stadt tun? Hier meine Empfehlungen als Beobachter, der die Sache nüchtern betrachtet:
1. Öffentliche Verpflegung sofort umstellen – alle städtischen Kantinen, Kitas, Schulen, Mensen: 100 % regional, bevorzugt Bio, kein Mercosur-Fleisch. Das ist machbar und ein starkes Signal.
2. Direktvermarktung pushen – Wochenmärkte, Hofläden, Solidarische Landwirtschaft massiv fördern. Stuttgart hat Potenzial für echte Regionalkreisläufe.
3. Ausschreibungen schärfen – Bei jedem städtischen Auftrag höchste Tierwohl- und Regionalkriterien verpflichtend machen. Mercosur-Importe rausfiltern, wo möglich.
4. Transparenz-Kampagne starten – Bürger klar informieren: Woher kommt das Fleisch wirklich? Herkunftsland-Pflicht sichtbar machen – das schafft Bewusstsein.
5. Politischen Druck aufbauen – Resolution ans Land, an den Bund, ans EU-Parlament: Entweder echte Schutzklauseln oder das Ding nochmal stoppen.
Kurz gesagt: Mercosur ist kein Naturgesetz. Es ist eine politische Entscheidung – für Auto-Exporte und Geopolitik, gegen heimische Landwirtschaft und Verbraucherschutz.
Stuttgart könnte Vorreiter sein: Regional statt Ramsch.
Für unsere Bauern, für die Gesundheit, für echte Nachhaltigkeit.
























