Außenminister Fidan: In der EU gibt es keinen politischen Willen

Türkiye habe nie Sonderkonditionen gefordert, sondern sei bereit, alle Voraussetzungen zu erfüllen, erklärte Fidan. Es sei jedoch unverkennbar, dass innerhalb der EU keine klare politische Zusage bestehe, Ankara im Falle erfüllter Kriterien auch aufzunehmen. Dabei habe insbesondere der Ukraine-Krieg gezeigt, welche Rolle Ankara in sicherheitspolitischen Fragen einnehme. Vor diesem Hintergrund stelle sich die Frage, warum die EU weiterhin zögere.
Das jährliche Handelsvolumen zwischen Türkiye und der EU liege derzeit bei rund 250 Milliarden Dollar und könne durch eine Modernisierung der Zollunion auf bis zu 500 Milliarden steigen, betonte Fidan. Beide Seiten hätten Interesse an einer Vertiefung der Beziehungen; konkrete Fortschritte blieben jedoch aus.


























