Die Bundesregierung halbiert ihre Wachstumsprognose auf 0,5 Prozent und verweist auf die Folgen der Eskalation im Nahen Osten, steigende Zinsen und anhaltende strukturelle Schwächen. Zwar sieht die Bundesbank einen leicht positiven Jahresstart, doch die Aussichten bleiben angespannt. Im Video kommen mehrere Stimmen zu Wort: Ökonomin Veronika Grimm kritisiert fehlende Strukturreformen, DIHK-Geschäftsführerin Helena Melnikow warnt vor einem Alarmsignal, Gesamtmetall-Chefökonom Lars Krömer fordert schnelle Entlastungen, und der Bundestagsabgeordnete Bernd Schattner sieht politische Untätigkeit als zentrales Risiko für den Standort Deutschland.
[Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 23. April 2026]
Am Donnerstag fand die öffentliche Anhörung der Enquete-Kommission des Bundestags zur Aufarbeitung der Corona-Pandemie statt. Der auf Vorschlag der AfD-Fraktion eingeladene Politologe Stephan Kohn warnte dabei vor massiven Folgeschäden der staatlichen Maßnahmen. Kohn, der 2020 als Referatsleiter im Innenministerium aufgrund eines kritischen Brandbriefs entlassen worden war, betonte, dass diese Maßnahmen oft größeren Schaden anrichten könnten als der Erreger selbst.
Bei der Befragung sorgte der CDU-Abgeordnete Axel Müller für einen Eklat. Er versuchte, Kohns Kritik durch einen gezielten Hinweis auf ein schweres Kindheitstrauma psychologisch zu diskreditieren. Müller spielte darauf an, dass Kohn eines der Opfer im Missbrauchsskandal der evangelischen Kirche in Ahrensburg war. Er, seine Freundin und drei seiner Brüder waren von seinem Stiefvater, einem evangelischen Pfarrer, sexuell missbraucht worden. Damit suggerierte Müller, Kohns Haltung sei lediglich eine Reaktion auf seine private Vergangenheit.
Kohn wies diesen Angriff als "durchschaubaren Versuch" zurück. Er betonte, dass ihn persönliche Schicksalsschläge resilienter gemacht hätten, eine fundierte Meinung auch gegen Widerstände zu vertreten, statt sich "stromlinienförmig" anzupassen.
Der russische Sicherheitsdienst FSB hat einen Terrorangriff auf hochrangige Beamte der Behörde für die Aufsicht im Bereich der Informationstechnologie und Massenkommunikation, Roskomnadsor, vereitelt. Die Täter hatten geplant, das Auto von Beamten mit einem Sprengsatz zu zerstören.
Der FSB nahm nach eigenen Angaben sieben Personen fest, die als Anhänger einer "rechtsradikalen und neofaschistischen Ideologie" bezeichnet wurden. Sie seien von ukrainischen Geheimdiensten angeworben worden. Der Anführer der Gruppe, ein Einwohner von Moskau, habe bewaffneten Widerstand geleistet. Er sei erschossen worden. Bei den Festgenommenen seien ein Sprengsatz, eine Handgranate, Pistolen und Symbole ukrainischer Kämpfer entdeckt worden.
Bundeskanzler Friedrich Merz hat am Freitag bei seiner Ankunft zum EU-Gipfel in Nikosia erklärt, dass eine Erhöhung des EU-Budgets ab 2028 für ihn nicht infrage komme. Erst unmittelbar zuvor hatte die EU den Weg für den 90 Milliarden Euro schweren Kredit für die Ukraine freigemacht, nachdem das Paket monatelang durch Ungarn blockiert worden war.
"Europa muss mit dem Geld, das wir haben, auskommen. Und das heißt, dann müssen wir auch neue Prioritäten setzen", so Merz. Laut ihm müsse die EU die Ausgaben an anderer Stelle reduzieren, da neue Gemeinschaftsschulden oder europäische Anleihen am Kapitalmarkt aus deutscher Sicht keine Option seien.
Eine iranische Frau namens Sara hat am Dienstag ein Video veröffentlicht, in dem sie zeigt, wie das Betanken eines Pkws in Teheran abläuft, während die USA und Israel einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen ihr Land führen.
Laut ihren Erläuterungen gibt es für iranische Bürger drei Tank-Tarife, wonach der erste Tarif auf 60 Liter pro Monat begrenzt ist – mit einer Rate von ungefähr einem US-Cent pro Liter [0,86 Eurocent]. Wird der erste Tarif überschritten, steigt die Rate auf zwei US-Cents pro Liter [1,7 Eurocent]. Der dritte Tarif gilt als der "kostenlose".
Ein durchschnittlicher Pkw kann also in Teheran mit einem Betrag von 34 bis 52 Eurocent vollgetankt werden. Sara erklärt, dass diese Preise auch in Iran als ausgesprochen niedrig wahrgenommen werden und man selbst für das Doppelte dieses Betrages keine Mahlzeit in einem Restaurant bekäme.
Zum Vergleich: In Deutschland kostet ein voller Pkw-Tank zwischen 103 und 105,5 Euro – also das 303-fache von dem in Iran vollgetankten Pkw.
In einem anderen Video erklärt sie aber auch, dass das VPN, das sie für den Zugang ins Internet nutzt, sehr teuer ist.
Das Tagebuch "Frühstück unter Bomben" ist eine Reihe von Berichten aus Donezk und soll der einseitigen Darstellung in der deutschen Öffentlichkeit entgegenwirken. Die Bewohner dieser Region werden als das gezeigt, was sie sind: ganz normale Menschen, die in einem Krieg ihren Alltag zu meistern versuchen.
Während des Berlin-Besuchs von Reza Pahlavi, dem Sohn des letzten iranischen Schahs, kam es am Donnerstag zu Demonstrationen. Anhänger des ehemaligen Kronprinzen und Gegendemonstranten trafen dabei in angespannter Atmosphäre aufeinander.
Kritiker vor Ort forderten den Abzug der USA aus dem Nahen Osten und warfen Deutschland vor, durch Rüstungsexporte von Kriegen in der Region zu profitieren.
Besonders deutlich war die Ablehnung gegen Pahlavi selbst: Er wurde als "Feigling" ohne Bezug zum heutigen Iran bezeichnet. Mit Verweis auf die Grausamkeiten der früheren Monarchie machten die Demonstranten klar, dass ein "neuer König" für sie nicht infrage kommt.
In Moskau hat am 21. April 2026 die wissenschaftlich-praktische Konferenz "Die Einheit von Armee und Volk als Voraussetzung für die Gewährleistung der nationalen Sicherheit und Souveränität Russlands" stattgefunden. Der ehemalige Chef des Generalstabs der russischen Streitkräfte, Juri Balujewski, kritisierte dort in seiner Rede, dass die Gegner Russlands ohne Hemmungen alle roten Linien überschreiten, die von der Führung des Landes gezogen wurden. Vor diesem Hintergrund warnte er: "Entweder gibt es ein starkes Russland oder es gibt gar kein Russland."
"Unsere Partner im Westen haben uns ganz unmissverständlich klargemacht: Das Jahr 2027 werdet ihr vielleicht noch erleben, aber im Jahr 2028 werden wir definitiv gegen euch vorgehen", so Balujewski.
Die Euro-"Eliten" geben sich weiterhin einer Strategie hin, die man wohl am besten "Minsk-Denkfehler" nennen kann. Der einzige Unterschied: Wollte der Westen mit dem Abschluss der Minsker Abkommen Zeit schinden, um das Kiewer Regime gegen Russland zu bewaffnen, so tut Europa dies jetzt auf Kosten ukrainischer Frontverluste, um sich für einen späteren Angriff gegen Russland zu rüsten. Davor sei jedoch eindringlich gewarnt.
Bei einem israelischen Luftangriff wurde die libanesische Journalistin Amal Khalil getötet und die freiberufliche Fotografin Zeinab Faraj schwer verletzt. Der Präsident des Libanon erklärte, es handele sich um einen Versuch, Journalisten zum Schweigen zu bringen. Der libanesische Premierminister bezeichnete den Angriff als Kriegsverbrechen.
Die Sprecherin von Russlands Außenministerium, Maria Sacharowa, verurteilte den Angriff und sprach den Angehörigen der getöteten Reporterin ihr Beileid aus. Der libanesische Journalist Mohammed Shamsedeen sagte im Interview mit RT, dass Israel gezielt Journalisten angreife, um die Wahrheit über seine Verbrechen zu vertuschen.
[Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 23. April 2026]
Im Vorfeld des 8. Mai, dem Tag der Befreiung und Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa, nehmen die Spannungen um die Erinnerungskultur in Deutschland zu. Anlass ist unter anderem eine Konferenz im Museum Berlin-Karlshorst, bei der Fragen zum Umgang mit sowjetischen Gedenkstätten und zur historischen Verantwortung diskutiert wurden.
Die Veranstaltung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt; russische Vertreter und Journalisten waren nicht zugelassen. Der russische Botschafter in Deutschland, Sergej Netschajew, kritisierte in diesem Zusammenhang eine zunehmende Tendenz, das historische Erbe entlang nationaler Linien zu interpretieren.
[Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 23. April 2026]
Die Europäische Union hat ein Darlehen in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine sowie ihr 20. Sanktionspaket gegen Russland beschlossen. Zuvor hatte Ungarn die Entscheidung monatelang blockiert. Nach Angaben der Europäische Kommission soll der Kredit dazu beitragen, zentrale Ausgaben der Ukraine in den Jahren 2026 und 2027 zu decken, insbesondere in der Verteidigungsindustrie.
Das neue Sanktionspaket enthält jedoch kein vollständiges Verbot für den Seetransport russischen Öls. Innerhalb der EU gibt es unterschiedliche Positionen zu den Maßnahmen. Parallel dazu wurde die wichtige Druschba-Pipeline wieder in Betrieb genommen, über die Öl in mehrere EU-Staaten fließt. Die frühere österreichische Außenministerin Karin Kneissl sieht in der Sanktionspolitik der EU keine klare Strategie.
[Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 23. April 2026]
Die Dauer der verlängerten Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA bleibt unklar. US-Präsident Donald Trump habe keinen festen Zeitplan festgelegt, erklärte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt.
Trump hatte die Waffenruhe kurzfristig verlängert, nachdem sie ursprünglich auslaufen sollte. Nach seinen Angaben geschah dies auf Bitten Pakistans, das als Vermittler in dem Konflikt auftritt. Gleichzeitig kündigte der US-Präsident an, die Seeblockade gegen den Iran aufrechtzuerhalten und das Militär in Alarmbereitschaft zu halten.
Unterdessen erklärte der iranische Parlamentspräsident, die wichtige Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus bleibe geschlossen, solange die USA den Waffenstillstand verletzten.
[Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 23. April 2026]
Während die Mieten in Deutschland explodieren und die Not wächst, will die Regierung den Aufbau von Sozialwohnungen in der Ukraine fördern. Ein humaner Akt ist dieser Affront gegen die eigene Bevölkerung aber nicht. Es geht um Profit-Sponsoring für deutsche Konzerne auf Kosten der Masse.
Am heutigen Donnerstag hat in Moskau das internationale Forum "Eurasien – Raum traditioneller Werte" begonnen. Seit nunmehr zwei Jahren steht das Forum für die Freundschaft der Völker Eurasiens. Seine Teilnehmer engagieren sich in ihren Ländern gemeinsam für die Förderung traditioneller Werte und den Schutz der historischen Wahrheit. Über den Dialog, der die am Forum teilnehmenden Länder vereinen soll, berichtet RT DE-Korrespondent Roman Ziskin vor Ort.
[Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 23. April 2026]
Das Scheitern der Waffenruhe im Nahen Osten löste einen erneuten starken Öl- und Gaspreisanstieg aus. Auf den Märkten breiteten sich wieder begründete Befürchtungen aus, dass sich die schwere Energiekrise noch lange hinziehen könnte. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist erneut zum Erliegen gekommen. Welche Konsequenzen wird dies nach sich ziehen?
Nach Angaben des US-Kriegsministeriums haben Spezialkräfte am Donnerstag erneut einen Öltanker im Indischen Ozean geentert und festgesetzt. Nach der Aufbringung eines Schiffes am vergangenen Dienstag wurde diesmal die "Majestic X" gekapert. Die US-Behörden behaupten, es handele sich um ein sanktioniertes Schiff, das iranisches Öl transportiert habe.
Laut Daten des Trackingdienstes "Vesselfinder" wurde der Frachter zuletzt rund 32 Seemeilen vor der Küste Sri Lankas geortet. Das Schiff habe sich demnach Berichten zufolge wie der Tanker zuvor auf Kurs Richtung China befunden.
Unterdessen bezeichnet die US-Regierung unter Donald Trump die am 13. April 2026 gestartete Blockade gegen iranisches Öl als "gewaltigen Erfolg". Dem stehen jedoch Berichte der Financial Times vom 21. April 2026 entgegen: Unter Berufung auf den Branchendienst "Vortexa" heißt es dort, dass allein in der ersten Woche nach Inkrafttreten der Sperre mindestens 34 Tanker mit Iran-Bezug die US-Blockade in der Straße von Hormus ungehindert umgangen hätten.
Internationale Experten, neue Ideen und geopolitische Visionen: In Moskau diskutieren Teilnehmer aus über 40 Ländern über die Zukunft der Weltwirtschaft. Im Fokus stehen Souveränität, Technologie und neue Modelle globaler Zusammenarbeit.
Die Frühlingswärme ist in dieser Woche in Nischni Nowgorod unerwartet einem regelrechten Wintersturm gewichen. Wie die Meteorologen berichten, sind seit Anfang der Woche in der Stadt etwa 27 Zentimeter Schnee gefallen – ein Rekord für den April.
Aufgrund des schlechten Wetters arbeiten die städtischen Dienste im verstärkten Einsatz. Die Straßen werden geräumt, es werden Mittel gegen Glatteis eingesetzt. Zu einem überraschenden Hindernis für Autofahrer, die sich beeilt hatten, auf Sommerreifen umzurüsten, wurden die steilen Anstiege und Abfahrten in der Altstadt. Laut Wettervorhersagen wird die Schneedecke jedoch nicht lange halten – bereits gegen Ende dieser Woche soll es wärmer werden und der Schnee schmelzen.
In Brüssel wurde die Feier am 12. April nach der Wahlniederlage Viktor Orbàns durch die kalte Dusche vom 19. April, verursacht durch die Wahl in Bulgarien, ernsthaft getrübt. Entsprechend berichteten die Main-Stream-Medien über Letztere viel zurückhaltender als über die Wahlen in Ungarn eine Woche zuvor.
Am Dienstag wurde ein Gespräch zwischen Alexander von Bismarck und dem einflussreichen russischen Politologen Sergei Karaganow veröffentlicht. Darin warnt Letzterer das deutsche Volk davor, ihre Eliten weiter gegen Russland hetzen zu lassen.
"Und dass ihr wieder diesen Weg [eines Krieges] beschreitet und hetzt, flößt einerseits Schrecken ein, andererseits aber auch die Entschlossenheit zur Bestrafung", so Karaganow an das deutsche Volk.
"Wir möchten das deutsche Volk nicht bestrafen, wir möchten keine unschuldigen Menschen bestrafen", stellte der Leiter des russischen Rates für Außen- und Verteidigungspolitik klar, aber er fügte dennoch hinzu: "Wenn es so weitergeht, wird es früher oder später so weit kommen, dass wir gezwungen sein werden, jene Europäer zu bestrafen, die Krieg gegen uns führen."
Karaganow konstatierte, dass Moskau stets für "ernsthafte Gespräche" mit Deutschland bereit sei, aber ihm zufolge wisse Russland, "dass ein solches Gespräch leider sogar unseren deutschen Freunden untersagt ist."
Nach der einseitigen Verlängerung der Waffenruhe im Iran-Krieg deutet vieles auf einen lang anhaltenden, niedrigschwelligen Konflikt hin. In vielerlei Hinsicht wäre dies das schlechteste Szenario: keine klare Lösung, keine Öffnung der Straße von Hormus und die Gefahr einer globalen Rezession.
Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, erklärte am Mittwoch vor Journalisten, dass Präsident Trump Iran keine Frist für einen neuen Vorschlag bezüglich eine Friedenslösung gesetzt habe. Laut Leavitt biete Trump dem "zerstrittenen Regime" in Teheran "großzügig Hilfe" an, während Washington den Zeitplan für weitere Schritte selbst bestimme.
Dieses Wechselspiel aus Großzügigkeit und harter Hand hatte der US-Präsident bereits am Dienstag betont. Im Rahmen des Vorlese-Marathons "America Reads the Bible" las Trump im Oval Office aus dem Alten Testament vor. Er wählte dabei die Verse aus 2. Chronik, Kapitel 7 aus, in denen Gott demjenigen "Heilung" verspricht, der sich demütigt – aber gleichzeitig damit droht, die Ungehorsamen "aus dem Land auszurotten."
Die Lieferungen kasachischen Erdöls, die bisher über die Druschba-Pipeline nach Deutschland flossen, werden ab dem 1. Mai 2026 auf andere Logistikrouten umgeleitet, teilte der russische Vize-Premierminister Alexander Nowak mit. Wie es heißt, hängen diese Änderungen mit dem technischen Zustand der Pipeline zusammen.
Das über Druschba gelieferte kasachische Öl deckt etwa 20 Prozent des Bedarfs der Raffinerie im brandenburgischen Schwedt. Mit der Einstellung der Lieferungen werde die Raffinerie nur noch auf 60 Prozent ihrer Nominalleistung arbeiten, erklärte der PCK-Betriebsratsvorsitzende Danny Ruthenburg. Dementsprechend werde deutlich weniger Kraftstoff für die Verbraucher produziert.
Die Bundesrepublik rüstet auf. Zum ersten Mal in seiner Geschichte gibt sich Deutschland eine eigene Militärstrategie. Als Grund für die Rückkehr des deutschen Militarismus nennt Verteidigungsminister Pistorius unter anderem eine angebliche russische Bedrohung.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen treibt Pläne voran, das Einstimmigkeitsprinzip in der EU-Außenpolitik abzuschaffen. Bei einer Veranstaltung in Berlin sprach sie sich dafür aus, künftig verstärkt auf Mehrheitsentscheidungen zu setzen – mit dem vorgeblichen Ziel, Europa geopolitisch handlungsfähiger zu machen. Unterstützung kommt unter anderem von der österreichischen Außenministerin Beate Meinl-Reisinger, die das bisherige Prinzip als hinderlich für schnelle Entscheidungen bezeichnet.
Kritiker sehen darin jedoch einen weitreichenden Machtzuwachs für Brüssel. Sie warnen, dass einzelne Mitgliedstaaten künftig überstimmt werden könnten und nationale Interessen an Einfluss verlieren. Der Jurist Dr. Gunnar Beck bewertet im Interview mit RT DE die Pläne als Versuch, den Einfluss der EU-Kommission auszubauen und abweichende Positionen einzelner Staaten künftig leichter zu übergehen.
[Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 22. April 2026]
Hannes Hofbauer stellte sein neues Buch vor: "Aller Rechte beraubt – Mit außergerichtlichen EU-Sanktionen zum autoritären Staat". Worum geht es bei den Sanktionen? Was bedeuten sie für die bürgerlichen Rechte und das gesellschaftliche Klima? Felicitas Rabe fasst die Buchvorstellung zusammen.
Das russische Afrika-Korps hat in Mali zwei Geologen eines russischen Unternehmens befreit, die im Juli 2024 von Terroristen entführt worden waren. Nach fast zwei Jahren in Gefangenschaft sind die Männer nun sicher in Russland angekommen. Mehr dazu berichtet RT DE-Korrespondent Roman Ziskin.
[Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 22. April 2026]
Elf Jahre lang hat er eifrig mitgeholfen, in der Ukraine einen Brand zu stiften, nun scheint eher sein Kontostand seine Richtung zu bestimmen – Bild-Reporter Julian Röpcke, dessen Syrien-Berichte ihm den Beinamen Jihadi Julian eingetragen haben, geht in die Rüstungsindustrie.
Bis heute hat Deutschland Palästina als Staat nicht anerkannt. Deutsch-Palästinenser, die durch israelische Aggression umkommen, werden ebensowenig erwähnt wie Deutsch-Libanesen. Wen wundert, dass da für eine Aufrechterhaltung des Assoziierungsabkommens gestimmt wird?
Deutschlands Verteidigungsminister Boris Pistorius hat am Mittwoch in Berlin die erste Militärstrategie der Bundeswehr vorgestellt. Er kündigte einen massiven Aufwuchs auf insgesamt 460.000 einsatzbereite Kräfte an. Ziel sei es, die Bundeswehr bis 2039 zur "stärksten konventionellen Armee in Europa" auszubauen.
Der Ausbau ist in drei Phasen unterteilt: Bis 2029 soll ein schneller Personalaufwuchs erfolgen, um "maximal durchhalte- und verteidigungsfähig zu sein". Bis 2035 ist das Erreichen der Zielmarke von 260.000 aktiven Soldaten und 200.000 einsatzbereiten Reservisten vorgesehen. In der dritten Phase "bis 2039 und darüber hinaus" liegt der Fokus auf den "Fähigkeiten von übermorgen".
Die Reserve soll laut Pistorius künftig "auf Augenhöhe mit der aktiven Truppe" stehen. Sie soll Aufgaben im Heimatschutz sowie bei Truppenbewegungen übernehmen und zur Absicherung Deutschlands als logistischer Drehscheibe in Europa dienen. "Unsere Reserve ist damit das Scharnier zwischen Militär und Zivilgesellschaft", so der Minister.
Im Zwei-plus-Vier-Vertrag wurde die Personalstärke der Bundeswehr in Friedenszeiten auf maximal 370.000 Soldaten der aktiven Truppe begrenzt.
In der Regierungsbefragung am Mittwoch hat Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU) die Kritik des AfD-Abgeordneten Christoph Birghan an der Verteilung der Forschungsgelder mit einer biologischen Belehrung beantwortet. Da Birghan eine Benachteiligung der Männergesundheit sah, entgegnete Bär: "Eine Frau hat einen Zyklus. Eine Frau kann schwanger werden. Das kann der Mann nicht."
Mit Verweis auf den "wesentlich komplizierteren" weiblichen Körper rechtfertigte sie die Kosten für die Schließung der geschlechterbezogenen Datenlücke ("Gender Data Gap"). Dieser Begriff bezeichnet die systematische Wissenslücke in der Medizin, die dadurch entstand, dass Daten und Studien über Jahrzehnte primär an Männern erhoben wurden. Zudem werde laut Bär an Verhütungsmitteln für Männer geforscht, damit Frauen mit diesem Thema nicht länger "alleine gelassen werden."
Dass es mit Kerosin ernste Probleme geben wird, ist inzwischen klar. Aber auch mit anderen Treibstoffen und Produkten drohen böse Überraschungen. Nur werden die EU und deren Statthalter das bestenfalls für neue feindselige Maßnahmen nutzen.
Bei seinem Pressebriefing am Mittwoch betonte der Sprecher von Chinas Außenministerium, Guo Jiakun, dass die Lage in Nahost sich an einem kritischen Punkt befindet und die Verhinderung eines Wiederaufflammens der Kämpfe aktuell oberste Priorität habe.
"China unterstützt die beteiligten Parteien in ihren fortgesetzten politischen und diplomatischen Bemühungen zur Beilegung der Streitigkeiten mit dem Ziel eines umfassenden und dauerhaften Waffenstillstands und der Wahrung von Frieden und Stabilität im Nahen Osten und der Golfregion", so Guo Jiakun.
Zuvor hatte der US-Präsident verkündet, die am 8. April vereinbarte, auf zwei Wochen befristete Waffenruhe einseitig zu verlängern, aber die Blockade iranischer Häfen aufrechtzuerhalten. Iran wirft den USA vor, dass diese Blockade ein eindeutig kriegerischer Akt sei, der nicht der vereinbarten Waffenruhe entspricht, und blockiert seinerseits weiterhin die Straße von Hormus.
Teheran hat sich nicht zur einseitig von Washington verlängerten Waffenruhe geäußert, aber beide Seiten halten sich auch nach dem Ablauf der Frist daran – das ist zumindest der Stand der Dinge am Mittwochabend. Beobachter vermuten, dass die USA lediglich auf ihren in wenigen Tagen eintreffenden dritten Flugzeugträger in der Region warten, die USS George H. W. Bush, um erneut einen Überraschungsangriff gegen Iran starten zu können.
In der russischen Metropole St. Petersburg kam es am Mittwoch zu einem schweren Unfall. Ein Pkw geriet aus bislang ungeklärter Ursache außer Kontrolle und rammte einen Fußgänger auf dem Gehweg. Im Anschluss durchbrach das Fahrzeug die Uferabsperrung und stürzte in den Kanal.
Der 49-jährige Passant erlitt dabei lebensgefährliche Verletzungen und wurde umgehend in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Fahrer des Wagens konnte sich selbstständig aus dem sinkenden Fahrzeug befreien und wurde anschließend ebenfalls medizinisch versorgt.
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen: Ersten Berichten zufolge könnte ein plötzlicher medizinischer Notfall beim Fahrer die Ursache gewesen sein.
Das russische Verteidigungsministerium teilte am Dienstag mit, dass Einheiten des Truppenverbands Nord die Kontrolle über das Dorf Weterinarnoje im Gebiet Charkow übernommen haben.
Die hart umkämpfte Gegend weist große Schäden an der gesamten Infrastruktur auf. Die Befreiung der Ortschaft wurde von Drohneneinheiten, Artillerie und Panzern unterstützt.
Aufgrund massiv gestiegener Energiekosten eskaliert derzeit die Abfallkrise auf Sizilien. Die Sperrung der Straße von Hormus hat die globalen Treibstoffpreise in die Höhe getrieben, wodurch sich die Transportkosten für die Müllentsorgung verdoppelt haben. Der Abfall muss von der Insel abtransportiert werden, was finanziell kaum noch tragbar ist.
Die Entsorgungskosten sind von ursprünglich 200 Euro auf rund 400 Euro pro Tonne emporgeschnellt. Infolgedessen staut sich der Müll nun unkontrolliert auf den Straßen und lokalen Deponien. Überquellende Container und meterhohe Abfallstapel prägen vielerorts das Straßenbild und stellen die Kommunen vor eine logistische Sackgasse.
Beim Empfang zum 75. Geburtstag des Bundesverbandes Deutscher Banken zeichnete EZB-Präsidentin Christine Lagarde ein ernstes Szenario für die Weltwirtschaft.
Ein zentraler Risikofaktor sei die gefährdete Düngemittelversorgung, da rund ein Drittel der weltweiten Bestände über die Straße von Hormus verschifft wird. Angesichts der bevorstehenden Aussaat, insbesondere in der südlichen Hemisphäre, drohen massive Engpässe.
Lagarde betonte, dass bei anhaltenden Störungen die bloße Preisanpassung nicht mehr ausreicht und eine Rationierung drohen könnte.
Die Bundesregierung hat am 22. April 2026 beschlossen, dass Netzanbieter IP-Adressen auch ohne konkreten Anfangsverdacht drei Monate lang speichern müssen. Die aktuelle Gesetzesvorlage ist eine entschärfte Version der früher geplanten Vorratsdatenspeicherung.
Die nun geplante anlasslose Speicherpflicht umfasst weder Inhalte von Kommunikation noch Standortdaten. Die Strafverfolgungsbehörden dürfen nur dann auf die gespeicherten IP-Adressen zugreifen, wenn der Anfangsverdacht einer bestimmten Straftat vorliegt. Die Abfrage muss zur Aufklärung der Tat erforderlich sein.
Während der Pressekonferenz zur Bekanntgabe dieses Vorhabens bemühte Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) einen Vergleich mit Kfz-Kennzeichen.
In einer Welt, in der diese jeden Tag neu vergeben würden, würde sie "niemandem raten, am Straßenverkehr teilzunehmen."
Seit 20 Jahren Ringen die Bundeskabinette um die Speicherung digitaler Kommunikationsdaten. Die im Jahr 2008 verabschiedete Vorratsdatenspeicherung verpflichtete Anbieter von Telekommunikationsdiensten, die Standort- und Verkehrsdaten ihrer Kunden sechs Monate lang ohne konkreten Anlass zu speichern. Das Bundesverfassungsgericht erklärte die damalige Regelung im Jahr 2010 für grundgesetzwidrig. Es kritisierte vor allem den unverhältnismäßigen Eingriff in das Fernmeldegeheimnis
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte 2016 in einem Grundsatzurteil eine allgemeine, anlasslose Vorratsdatenspeicherung für grundsätzlich unzulässig erklärt – die Speicherung solcher Daten jedoch unter strengen Voraussetzungen ermöglicht.
Montagabend kam es in der Stadt ’s-Hertogenbosch zu überraschend großen Protesten gegen ein geplantes Heim für Asylbewerber.
Die Gemeinde ’s-Hertogenbosch (abgekürzt: Den Bosch) umfasst neben der gleichnamigen Stadt etwa ein Dutzend Dörfer und hat insgesamt 160.000 Einwohner.
In den Niederlanden mehren sich in jüngster Zeit Protestveranstaltungen gegen die weitere Unterbringung von Flüchtlingen und Migranten. Am Dienstag kam es nahe Hilversum zu Ausschreitungen bei Protesten gegen ein Flüchtlingsheim.
Am vergangenen Wochenende ist ein Foto eines IDF-Soldaten viral gegangen, das ihn dabei zeigt, wie er ein Jesuskreuz im Libanon schändet. In den sozialen Medien breitete sich daraufhin schnell Empörung aus.
Die christlichen Gemeinden Libanons bangen derweil um ihre Existenz und befürchten das Schlimmste.
Ein prominentes Mitglied der südlibanesischen Dorfgemeinde Ain Ebel hat sich unter Wahrung seiner Anonymität unter anderem zur Schändung des Kreuzes geäußert. "Ich kenne das Wesen dieses kriminellen Staates, aber dieses Bild hat uns überrascht, genauso wie es die Menschheit überrascht hat", erklärte er. "Sie haben bereits damit begonnen, im Süden unseres Landes ein weiteres Gaza zu schaffen", warnte der arabische Christ.
Die weltweite Empörung über diese Schändung war so groß, dass die IDF das beschädigte Jesuskreuz eiligst ersetzte. Von offizieller israelischer Stelle hieß es, dass man den Vorfall bedauere und die verantwortlichen Soldaten für 30 Tage in Militärhaft genommen habe.
Am Dienstag versammelten sich in Teheran riesige Menschenmengen zu einer Militärparade. Die Veranstaltung fand genau zum Ablauf der Waffenstillstandsfrist zwischen den USA und Iran statt. Nahezu zeitgleich erklärte US-Präsident Donald Trump überraschend, dass die USA die gesetzte Frist "auf unbestimmte Zeit" verlängern würden.
In den sozialen Medien kursieren Aufnahmen, die zeigen, wie die Revolutionsgarden ihre Raketen mitten auf dem Platz auffahren. Darunter befand sich die imposante Khorramshahr-4. Ausgestattet mit einer enormen Nutzlast von 1500 kg und einer Reichweite von 2000 km rollte diese ballistische Mittelstreckenrakete direkt durch die dichten Menschenmassen.
Dadurch unterstreicht Teheran seine Entschlossenheit, trotz des massiven internationalen Drucks nicht von seinem militärischen Kurs abzuweichen.
Russland weiß, wie die militärische Sonderoperation enden wird, erklärte der russische Präsident Wladimir Putin am 21. April bei einem Treffen mit Vertretern der Kommunalverwaltungen. Er zeigte sich überzeugt, dass alle gestellten Aufgaben erfüllt werden.
Die Bauarbeiten des ersten Blocks des türkischen Atomkraftwerks "Akkuyu", das von "Rosatom" errichtet wird, sind zu etwa 99 Prozent abgeschlossen – die Arbeiten zur Inbetriebnahme zu 65 Prozent. Das berichtet der Chef des russischen Staatskonzerns Alexei Lichatschow.
Lichatschow erklärte, dass sich das Kraftwerk kurz vor der Fertigstellung befinde. Es ist geplant, dass die Türkei bereits in diesem Jahr den ersten Strom aus diesem Atomkraftwerk beziehen wird.
US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag eine einseitige Verlängerung des Waffenstillstands mit Iran angekündigt. Er entsprach damit einer Bitte des pakistanischen Premierministers Shehbaz Sharif, der weiterhin als Vermittler fungiert.
Trump begründete den Schritt damit, dass Teheran bislang keinen "einheitlichen Vorschlag" für eine dauerhafte Friedenslösung vorgelegt habe. Eine offizielle Reaktion Irans steht noch aus.
Unterdessen veröffentlichte das US-Zentralkommando (CENTCOM) Aufnahmen seiner Streitkräfte in der Region, um die anhaltende Kampfbereitschaft zu demonstrieren.
In der russischen Botschaft wurde am Dienstag das Buch "Dankbarkeit, die ein Leben währt" vorgestellt. Die Veröffentlichung vereint eine Sammlung bewegender Briefe, in denen deutsche Bürger ihre Gedanken zur Kriegs- und Nachkriegszeit schildern. Anlass ist der 80. Jahrestag des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg. Die Zuschriften waren zuvor an den Fernsehsender RT DE gerichtet worden.
Die Rentenpläne von Bundeskanzler Friedrich Merz sorgen für scharfe Kritik: Die gesetzliche Rente soll künftig nur noch eine Basisabsicherung sein, während private und betriebliche Vorsorge an Bedeutung gewinnen sollen. Gegner aus SPD, Opposition und Sozialverbänden warnen vor sozialer Unsicherheit und wachsender Altersarmut, zumal immer mehr Menschen über 65 weiterarbeiten müssen. Im Video kommen u. a. Sahra Wagenknecht und René Springer zu Wort, die vor einem Abbau der gesetzlichen Rente und steigender Abhängigkeit von Finanzmärkten warnen.
[Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 21. April 2026]
Die Energiekrise in Deutschland ist laut Kritikern nicht nur Folge des Iran-Konflikts, sondern Ergebnis struktureller Schwächen der Energiewende: steigende Preise, sinkende Versorgungssicherheit und wachsende Importabhängigkeit. Im Video kommt der Chefökonom Christopher Kofner zu Wort, der hohe Steuern, CO₂-Abgaben, Systemkosten und den Atomausstieg als Haupttreiber nennt und vor langfristigen wirtschaftlichen Folgen warnt, während neue geopolitische Spannungen die Lage zusätzlich verschärfen.
[Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 21. April 2026]
Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko kritisiert im RT-Exklusivinterview die kurzsichtige Politik der EU und ihre Abhängigkeit von den USA, während Donald Trump Europa die Grenzen dieser Erwartung aufgezeigt habe. Lukaschenko sieht die USA nicht mehr als Supermacht, warnt vor einer Konfrontation mit China und betont die Bedeutung multipolarer Stabilität mit Akteuren wie Russland, China und Indien. Zugleich verteidigt er Belarus’ Mehrvektorpolitik und enge Bindungen an Russland als wirtschaftliche Notwendigkeit und strategische Entscheidung.
[Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 21. April 2026]
Der zweiwöchige Waffenstillstand zwischen Iran und den USA läuft aus, neue Verhandlungen sind ungewiss. Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf schließt Gespräche aus, solange Washington "feindselig" bleibe, während Donald Trump den Druck erhöht und eine Verlängerung für unwahrscheinlich hält. Streitpunkte wie die Straße von Hormus und das Atomprogramm bleiben ungelöst; Russland signalisiert Vermittlungsbereitschaft. Im Video kommt zudem der Teheraner Professor Seyed Mohammad Marandi zu Wort, der den USA mangelnde Verlässlichkeit vorwirft.
[Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 21. April 2026]
Beim Empfang zum 75. Geburtstag des Bundesverbandes Deutscher Banken am Montag hielt Friedrich Merz ein Plädoyer für harte Reformen, die auch das gesetzliche Rentensystem betreffen. Wörtlich sagte der Bundeskanzler:
"Die gesetzliche Rentenversicherung allein wird allenfalls noch die Basisabsicherung sein für das Alter. Sie wird nicht mehr ausreichen, auf Dauer den Lebensstandard zu sichern."
Merz fordert deutlich mehr private Vorsorge. Nötig seien "kapitalgedeckte Elemente einer betrieblichen und privaten Altersversorgung". Und dies müsse "in weit größerem Umfang" geschehen, "als wir sie gegenwärtig weitgehend auf der Basis von Freiwilligkeit haben."
Am Montag wurde ein Auftritt der Präsidentin der UNO-Generalversammlung, Annalena Baerbock, bei der US-Late-Night-Show "The Daily Show" ausgestrahlt. In ihrem freundlichen Austausch mit dem Moderator, dem Komiker Jon Stewart, verglich Baerbock die UNO mit einer "internationalen Familie", die sie "an einen Tisch zu bringen" versuche.
"Stell dir vor, du bringst deine Familie zum Thanksgiving-Essen mit und hast da den mürrischen Onkel und deine Hippie-Mutter", erläuterte die ehemalige deutsche Chefdiplomatin, woraufhin Stewart fragte: "Hat in dieser Analogie der verrückte Onkel oder die Hippie-Mutter die Atomwaffe?"
Des Weiteren konstatierte sie, dass " die Charta der Vereinten Nationen eine Lebensversicherung für alle ist".
Das Gespräch befasste sich auch mit dem Auswahlprozess des nächsten UNO-Generalsekretärs und der Tatsache, dass das Amt bisher noch nie von einer Frau bekleidet wurde.
Seit Jahren hat Johannesburg mit dunklen Straßen zu kämpfen, unter anderem weil Kabeldiebe die elektrische Infrastruktur zerstören. Angesichts der hohen Kriminalitätsrate ist das ein ernstes Problem, gegen das der Verein "Jozi my Jozi" in Kooperation mit staatlichen Stellen seit einigen Jahren vorgeht.
Der 2023 gemeinsam von Vereinen, engagierten Bürgern und der Witwatersrand-Universität ins Leben gerufene gemeinnützige Verein "Jozi my Jozi" (zu Deutsch etwa "Meine geliebte Josi", womit Johannesburg gemeint ist) hat sich ganz dem Kampf für einen besseren Alltag der Menschen in der größten Stadt Südafrikas verschrieben.
Auf der Webseite des Vereins sind Dutzende Projekte gelistet: ein neues öffentliches Bad, Probleme im Straßenverkehr, kostenlose Internet-Hotspots, Kampf gegen Obdachlosigkeit, Reinigungsaktionen, Beratungsstellen, Sportveranstaltungen und vieles mehr gehören zum Portfolio, aber das bekannteste Projekt mit dem größten Erfolg ist die Initiative "solar lights", solarbetriebene Straßenbeleuchtung.
In den letzten zwei Jahren wurden Hunderte Straßenlaternen in der Innenstadt installiert, die dank eines Solarpaneels unabhängig vom Stromnetz betrieben werden. Darüber hinaus sorgen auch die an den Laternenmasten befestigten Überwachungskameras für ein erhöhtes Gefühl der Sicherheit von Einwohnern und Besuchern der Stadt.
In einem aktuellen Interview mit Andrew Napolitano wirft der rennomierte US-Ökonom Jeffrey Sachs Europa einen fatalen Fehler vor: Durch die ideologische Abkehr von Russland werde eine über Jahrhunderte gewachsene wirtschaftliche Symbiose zerstört und Russland stattdessen in Richtung China getrieben.
Sachs kritisiert die westliche Doppelmoral, die eigene Verfehlungen ausblendet, während sie Russland verteufelt. Europa bleibe keine andere Wahl, als eine friedliche Koexistenz mit Russland anzustreben, so Sachs, dies sei eine existenzielle Notwendigkeit.
Ein Transportflugzeug des russischen Katastrophenschutzes hat am Dienstag rund 28 Tonnen Hilfsgüter in die libanesische Hauptstadt Beirut geliefert. Die Maschine vom Typ Il-76 brachte unter anderem Stromgeneratoren, Lebensmittel sowie Zelte und Schlafsäcke für die notleidende Zivilbevölkerung. Bei der offiziellen Übergabe am Flughafen waren der russische Botschafter Alexander Rudakow sowie hochrangige Vertreter der libanesischen Regierung anwesend.
Die auf Anweisung von Präsident Wladimir Putin eingeleitete Mission soll die humanitäre Not infolge der schweren israelischen Luftangriffe lindern.
Den Rückflug nach Moskau nutzten 109 Personen, um das Krisengebiet zu verlassen, darunter 54 Kinder, wie die Agentur TASS unter Berufung auf das Katastrophenschutzministerium berichtet. Erfahrene Mediziner und Psychologen des Rettungsdienstes begleiteten die Evakuierten und stellten bereits an Bord die nötige Betreuung sicher. Trotz einer am 17. April vereinbarten zehntägigen Waffenruhe berichten libanesische Medien bereits wieder von Verstößen durch Israel.
US-Präsident Donald Trump sieht die USA in einer starken Position beim Krieg gegen Iran. In einem Interview für den US-Sender CNBC erklärte er am Dienstag, dass die US-Blockade gegen iranische Häfen "ein großer Erfolg" sei und Washington die Lage vor Ort in der Straße von Hormus kontrolliere. Angeblich stünden die Vereinigten Staaten auch "vor einem großen Deal mit Iran".
An anderer Stelle äußerte sich Donald Trump gegenüber CNBC auch zur Dauer des Iran-Krieges und gab wörtlich zu Protokoll: "Ich hätte den Vietnam-Krieg sehr schnell gewonnen."
US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben ein sanktioniertes Tankschiff in internationalen Gewässern gestoppt und geentert. Der Einsatz fand im Zuständigkeitsbereich des Indo-Pazifik-Kommandos (INDOPACOM) statt und verlief laut US-Angaben ohne Zwischenfälle. Das US-Kriegsministerium veröffentlichte am Dienstag auf seinem offiziellen X-Account entsprechende Videoaufnahmen.
Demnach stand der gekaperte "staatenlose, sanktionierte Tanker M/T Tifani" im Verdacht, "Iran materiell zu unterstützen". Internationale Gewässer "sind kein sicherer Hafen für sanktionierte Schiffe", schrieb die Behörde weiter und kündigte an, solche Einsätze weltweit fortzusetzen. Bereits am Wochenende hatten die USA ein unter iranischer Flagge fahrendes Frachtschiff angegriffen und gekapert.
Am Montag hat sich der künftige Ministerpräsident Ungarns erneut zur bereits seit Januar außer Betrieb befindlichen Druschba-Pipeline geäußert.
"Wir werden keiner Form von Erpressung nachgeben, [...] und ich würde dem ukrainischen Präsidenten nicht empfehlen, diesen Weg einzuschlagen", sagte der designierte Ministerpräsident Péter Magyar. "So tritt man nicht Europa bei", fügte er hinzu.
"Wir fordern die Russen auf, Rohöl in die Pipeline einzuspeisen, denn ohne die Mitwirkung beider Seiten kann sie nicht funktionieren", erklärte Magyar außerdem.
Das technische Veto der Orbán-Regierung zu dem 90-Millionen-Euro-Kredit Brüssels an Kiew solle noch in den kommenden Wochen aufgehoben werden, sollte die Druschba-Pipeline in der Zwischenzeit ihre Arbeit wiederaufnehmen, erinnerte Magyar.
Seine neue Regierung soll bis Mitte Mai vereidigt werden und in Kraft treten.
Iranische Medien haben am Montag Aufnahmen veröffentlicht, die Schiffe in der Straße von Hormus zeigen sollen. Zuvor hatten die USA eine Seeblockade gegen iranische Häfen verhängt. Zudem hatten am Wochenende die USA ein unter iranischer Flagge fahrendes Frachtschiff angegriffen und gekapert. Irans Militärführung kündigte daraufhin eine Reaktion an.
Außenminister Abbas Araghchi erklärte, die US-Drohungen seien ein "klarer Beweis" für Washingtons mangelnde Ernsthaftigkeit im Vorfeld möglicher Verhandlungen. Unterdessen hat Teheran jedoch eine Teilnahme an neuen Gesprächen im pakistanischen Islamabad vorerst ausgeschlossen, wie iranische Medien berichten.