Medienberichten zufolge haben Ermittler am Mittwochmorgen Büros des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) i

In einer gemeinsamen Erklärung der Staatsanwaltschaft Bochum und des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen hieß es, an mehreren Orten in Deutschland fänden Durchsuchungen statt, ohne dabei den DFB namentlich zu nennen. Darunter seien auch zahlreiche Stadtverwaltungen der damaligen EM-Spielorte. Die Ermittlungen beträfen „unzulässige Vorteile, darunter den Besuch eines internationalen Fußballspiels“.
Anlass für die bundesweite Razzia sind laut Medienberichten Ermittlungen unter anderem gegen einen Deutschen und einen Franzosen. Der deutsche Staatsbürger, ein städtischer Angestellter aus Gelsenkirchen, werde verdächtigt, Eintrittskarten sowie Reise- und Hotelvergünstigungen im Wert von 2400 Euro erhalten zu haben. Es bestehe der Verdacht einer „strukturierten Vorteilsgewährung“ und damit auch der Bestechung.
Zur Ausrichtung des Turniers war die Tochtergesellschaft „Euro 2024 GmbH“, ein Joint Venture von DFB und UEFA, gegründet worden. Der Franzose soll sich dort um die Beziehungen zu den Austragungsorten gekümmert haben. Der Deutsche soll beim Halbfinal-Spiel Spanien gegen Frankreich in München einen finanziellen Vorteil erlangt haben. Der Ex-Verwaltungsmitarbeiter war bereits wegen des Verdachts des Betrugs und der Veruntreuung polizeilich bekannt.
Ein DFB-Sprecher betonte, dass sich die Ermittlungen nicht gegen den Verband selbst richten. Die DFB-Zentrale sei durchsucht worden, da dort der frühere Sitz der „Euro 2024 GmbH“ war.
„Besonders Großveranstaltungen wie die Fußball-Europameisterschaft leben vom Vertrauen der Menschen – in den Sport und in die Behörden, die ihn möglich machen. Dieses Vertrauen lassen wir nicht durch ein paar Einladungen und Eintrittskarten beschädigen“, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul.