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Received — 31. Januar 2026 Prof. Dr. Christian Rieck

Untertanenmathematik: Grundschulen auf Abwegen

Wir leben in einer Zeit, in der selbst mathematische Gesetze in Frage gestellt werden. Sie erfahren in diesem Video, wieso Didaktiker glauben, 5 mal 4 sei etwas anderes als 4 mal 5 und die Kinder dazu zwingen, es genauso zu sehen.

Sie erfahren auch, wieso das, was sie eigentlich meinen, sogar richtig und wichtig ist: Drei Vierecke sind etwas anderes als vier Dreiecke. Der Fehler der Didaktiker liegt darin, dass sie glauben, man könn von der Reihenfolge der Nennung der beiden Zahlen in der Aufgabe (4 mal 5) darauf schließen, was diese beiden Zahlen messen. Ohne Maßeinheiten ist genau das aber nicht möglich.

Korektur zu 31:55: Ich wollte sagen, dass die echte Welt auch nicht zwingend komplizierter ist als wir zunächst dnken und dass wir sie nicht komplizierter machen dürfen als sie ist; komplexer als unser erster Eindruck ist sie allerdings oft.

Hier ist die erwähnte Kolumne einer Grundschullehrerin: https://deutsches-schulportal.de/kolumnen/wie-kinder-mathematisch-denken-lernen/
Ein Zuschauer hat eine Bildquelle mit dem verwendeten Bild gefunden, obwohl es meines Wissens nicht die des Erstellers ist: https://x.com/ArnoldSchiller/status/2015802005776670781?s=20

Tragen Sie sich hier auf meine Liste für Webinare und weitere interessante Infos zur Welt der Spieltheorie ein: https://www.rieck-verlag.de/verhandlungsinfo

Möchten Sie Kanalmitglied werden? Ich freue mich: https://www.youtube.com/channel/UCSExr_QUT6h-4sGW5hGjrCA/join


STOPP: Bitte schicken Sie keine Mails an meine Uni-Adresse! Diese Adresse ist ausschließlich für dienstliche Angelegenheiten vorgesehen.


►WEITERE INFORMATIONEN VON TEAM RIECK (diesmal mit stärkerer Beteiligung von ProfRieck):

Das im Video beschriebene Phänomen, das wir scherzhaft als Master-Yoda-Mathematik bezeichnen können, berührt eine fundamentale Frage: Wann ist die Abfolge einer Handlung entscheidend für das Ergebnis?

Beim Anziehen von Socken und Schuhen ist die Reihefolge bezüglich der beide Kleidungsstücke wichtig, nicht jedoch bezüglich der beiden Füße. Die Didaktiker haben nun die noble Absicht, die richtige Reihenfolge von Socken und Schuhen vermitteln zu wollen. Sie glauben aber, man müsse hierfür die Kinder dazu zwingen, immer mit dem linken Fuß anzufangen, damit die Socken nicht über die Schuhe gezogen werden.

Die Ironie der vertauschten Welten
Die tiefere Ironie liegt darin, dass diese Lehrkräfte unbewusst Konzepte aus der Physik oder der strategischen Planung behandeln, denn Endomorphismen sind im Allgemeinen nicht kommutativ. Einfacher gesagt: In der Quantenmechanik oder bei der Berechnung komplexer Grafiken in der Informatik ist die Reihenfolge durchaus entscheidend. Wenn man dort zwei Operationen vertauscht, kommt am Ende etwas völlig anderes heraus. Man nennt das Nicht-Kommutativität. Eine Drehung gefolgt von einer Verschiebung führt im Raum zu einem ganz anderen Punkt als eine Verschiebung, auf die erst eine Drehung folgt.


00:00 Warum 5x4 ein Fehler sein soll
01:32 Was ist Untertanenmathematik?
02:45 Die Unfähigkeit, andere Positionen zu verstehen
04:15 Didaktische Sichtweise: Modellieren vs. Rechnen
06:20 Der Abstraktionsfehler: Mathematik ohne Einheiten
08:10 Das Kommutativgesetz und Meister Yodas Sprache
10:45 Wenn Computer Aufgaben korrigieren
12:30 Die physikalische Sicht: Hände, Finger und Maßeinheiten
15:10 Der Denkfehler der Didaktiker aufgeklärt
17:40 Das eigentliche Lernziel (und warum es verfehlt wird)
19:15 Fazit: Pädagogische Absicht versus deren Umsetzung



►WEITERES VON CHRISTIAN RIECK:

○Instagram: https://www.instagram.com/profrieck
○Twitter: https://twitter.com/ProfRieck
○LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/profrieck

#profrieck #mathematics


Hinweis: Die angegebenen Links können Affiliate-Links sein, bei denen ich eine Provision bekomme.

Haftungsausschluss: Dies ist ein Bildungskanal, kein Finanz- oder Medizinkanal. Der Inhalt meiner Videos bzw. Podcasts dient ausschließlich zur allgemeinen Information und ist kein finanzieller oder medizinischer Rat oder gar eine persönliche Empfehlung.

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Wir leben in einer Zeit, in der selbst mathematische Gesetze in Frage gestellt werden. Sie erfahren in diesem Video, wieso Didaktiker glauben, 5 mal 4 sei etwas anderes als 4 mal 5 und die Kinder dazu zwingen, es genauso zu sehen.

Sie erfahren auch, wieso das, was sie eigentlich meinen, sogar richtig und wichtig ist: Drei Vierecke sind etwas anderes als vier Dreiecke. Der Fehler der Didaktiker liegt darin, dass sie glauben, man könn von der Reihenfolge der Nennung der beiden Zahlen in der Aufgabe (4 mal 5) darauf schließen, was diese beiden Zahlen messen. Ohne Maßeinheiten ist genau das aber nicht möglich.

Korektur zu 31:55: Ich wollte sagen, dass die echte Welt auch nicht zwingend komplizierter ist als wir zunächst dnken und dass wir sie nicht komplizierter machen dürfen als sie ist; komplexer als unser erster Eindruck ist sie allerdings oft.

Hier ist die erwähnte Kolumne einer Grundschullehrerin: https://deutsches-schulportal.de/kolumnen/wie-kinder-mathematisch-denken-lernen/
Ein Zuschauer hat eine Bildquelle mit dem verwendeten Bild gefunden, obwohl es meines Wissens nicht die des Erstellers ist: https://x.com/ArnoldSchiller/status/2015802005776670781?s=20

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Das im Video beschriebene Phänomen, das wir scherzhaft als Master-Yoda-Mathematik bezeichnen können, berührt eine fundamentale Frage: Wann ist die Abfolge einer Handlung entscheidend für das Ergebnis?

Beim Anziehen von Socken und Schuhen ist die Reihefolge bezüglich der beide Kleidungsstücke wichtig, nicht jedoch bezüglich der beiden Füße. Die Didaktiker haben nun die noble Absicht, die richtige Reihenfolge von Socken und Schuhen vermitteln zu wollen. Sie glauben aber, man müsse hierfür die Kinder dazu zwingen, immer mit dem linken Fuß anzufangen, damit die Socken nicht über die Schuhe gezogen werden.

Die Ironie der vertauschten Welten
Die tiefere Ironie liegt darin, dass diese Lehrkräfte unbewusst Konzepte aus der Physik oder der strategischen Planung behandeln, denn Endomorphismen sind im Allgemeinen nicht kommutativ. Einfacher gesagt: In der Quantenmechanik oder bei der Berechnung komplexer Grafiken in der Informatik ist die Reihenfolge durchaus entscheidend. Wenn man dort zwei Operationen vertauscht, kommt am Ende etwas völlig anderes heraus. Man nennt das Nicht-Kommutativität. Eine Drehung gefolgt von einer Verschiebung führt im Raum zu einem ganz anderen Punkt als eine Verschiebung, auf die erst eine Drehung folgt.


00:00 Warum 5x4 ein Fehler sein soll
01:32 Was ist Untertanenmathematik?
02:45 Die Unfähigkeit, andere Positionen zu verstehen
04:15 Didaktische Sichtweise: Modellieren vs. Rechnen
06:20 Der Abstraktionsfehler: Mathematik ohne Einheiten
08:10 Das Kommutativgesetz und Meister Yodas Sprache
10:45 Wenn Computer Aufgaben korrigieren
12:30 Die physikalische Sicht: Hände, Finger und Maßeinheiten
15:10 Der Denkfehler der Didaktiker aufgeklärt
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19:15 Fazit: Pädagogische Absicht versus deren Umsetzung



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Received — 24. Januar 2026 Prof. Dr. Christian Rieck

TRUMPS GEHEIMPLAN: Warum er Grönland WIRKLICH kaufen wollte!

Warum wollte Donald Trump wirklich Grönland kaufen? Professor Rieck analysiert die Spieltheorie, Geopolitik und die strategische Verhandlungstechnik hinter diesem globalen Schachzug. Erfahren Sie alles über die Red Herring Methode, den Kampf um Rohstoffe wie Seltene Erden und die militärische Bedeutung der Arktis im 21. Jahrhundert.

Zum Webinar über spieltheoretisches Verhandeln: https://www.rieck-verlag.de/verhandlungsinfo

Das erwähnte Buch "Die 36 Strategeme der Krise":
https://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B089CZ3Y6R/ref=nosim/christianriec-21
Als Hörbuch: https://payhip.com/b/4nBZl

Möchten Sie Kanalmitglied werden? Ich freue mich: https://www.youtube.com/channel/UCSExr_QUT6h-4sGW5hGjrCA/join

Dies ist das Video über eine Verhandlung, in der die Hold-up-Technik angewandt wurde: https://youtu.be/-rghKmTqZck

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►WEITERE INFORMATIONEN VON TEAM RIECK:


Grönland als strategisches Asset im 21. Jahrhundert

Die Diskussion um den Erwerb Grönlands durch die Vereinigten Staaten wird oft fälschlicherweise als exzentrische Volte abgetan. Aus einer spieltheoretischen und wirtschaftsstrategischen Perspektive offenbart sich jedoch eine tiefere, systemische Logik. Wir betrachten hier keinen impulsiven „Immobiliendeal“, sondern die Fortführung einer langfristigen US-Großstrategie unter veränderten Rahmenbedingungen.

Strategische Pfadabhängigkeit: Die Kontinuität der US-Interessen
Trumps Vorstoß ist kein historisches Novum, sondern steht in einer direkten Linie mit der Expansionslogik des 19. und 20. Jahrhunderts. Bereits 1867 erkannte William H. Seward, dass die Kontrolle über arktische Außenposten wie Alaska und Grönland den strategischen Fokus der USA erweitern würde. Das Angebot Harry S. Trumans von 100 Millionen Dollar in Gold im Jahr 1946 verdeutlicht, dass Grönland bereits nach dem Zweiten Weltkrieg als „unsinkbarer Flugzeugträger“ bewertet wurde – ein Asset mit extrem hohem Verteidigungswert zur Sicherung der Einflusssphäre im Nordatlantik.

Die Rohstoff-Ökonomie: Diversifizierung gegen das China-Monopol
Wirtschaftlich betrachtet ist Grönland heute ein zentrales Element im globalen Spiel um Seltene Erden. Wir befinden uns hier in einer klassischen Situation asymmetrischer Marktmacht: China kontrolliert derzeit ca. 80–90 % der Veredelungskapazitäten. Dies schafft eine gefährliche Abhängigkeit für westliche Hochtechnologie-Sektoren.
Das Vorkommen in Kvanefjeld stellt eine strategische Reserve dar, die das Potenzial hat, das aktuellen Drohpotenziale zu verschieben. Ein Zugriff auf diese Ressourcen wäre ein entscheidender Hebel in einer Verhandlung mit China. Es geht nicht nur um den Besitz, sondern um die Fähigkeit, globale Lieferketten resilienter gegenüber geopolitischer Erpressung zu gestalten.

Arktische Geopolitik: Die Neuverteilung der maritimen Rente
Der Klimawandel fungiert hier als exogener Schock, der die Auszahlungsmatrix der globalen Logistik verändert. Das Schmelzen des Eises macht die Nordwestpassage als Konkurrenz zum Panamakanal attraktiv. Wer Grönland kontrolliert, kontrolliert die Zugänge zu diesen neuen Handelsrouten.
Militärstrategisch rückt zudem das GIUK-Gap (Greenland, Iceland, United Kingdom) wieder in das Zentrum der Aufmerksamkeit. In der Spieltheorie betrachten wir dies als „Choke Point“: Eine Engstelle, deren Kontrolle die Bewegungsfreiheit des Gegners (der russischen U-Boot-Flotte) massiv einschränkt.

4. Institutionelle Schranken: Souveränität als Verhandlungshindernis
Ein entscheidender Punkt, den die rein ökonomische Betrachtung oft übersieht, ist die rechtliche Architektur. Das Selbstverwaltungsgesetz von 2009 (Selvstyreloven) hat die Spielregeln grundlegend geändert. Grönland ist heute kein passives Gut mehr, das zwischen zwei Staaten (Dänemark und USA) transferiert werden kann.
Völkerrechtlich wurde den Grönländern das Recht auf Selbstbestimmung zuerkannt. Das bedeutet: Der „Principal“ (der rechtliche Entscheider) ist nicht mehr allein Kopenhagen, sondern das grönländische Volk. Jede Änderung des Status quo erfordert ein Referendum. Dies erhöht die Transaktionskosten für die USA massiv, da nun eine Vielzahl interner Akteure in das Verhandlungskalkül einbezogen werden müsste. Ein „Kauf“ gegen den Willen der Bevölkerung ist im modernen völkerrechtlichen Rahmen de facto unmöglich.



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Warum wollte Donald Trump wirklich Grönland kaufen? Professor Rieck analysiert die Spieltheorie, Geopolitik und die strategische Verhandlungstechnik hinter diesem globalen Schachzug. Erfahren Sie alles über die Red Herring Methode, den Kampf um Rohstoffe wie Seltene Erden und die militärische Bedeutung der Arktis im 21. Jahrhundert.

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Das erwähnte Buch "Die 36 Strategeme der Krise":
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Grönland als strategisches Asset im 21. Jahrhundert

Die Diskussion um den Erwerb Grönlands durch die Vereinigten Staaten wird oft fälschlicherweise als exzentrische Volte abgetan. Aus einer spieltheoretischen und wirtschaftsstrategischen Perspektive offenbart sich jedoch eine tiefere, systemische Logik. Wir betrachten hier keinen impulsiven „Immobiliendeal“, sondern die Fortführung einer langfristigen US-Großstrategie unter veränderten Rahmenbedingungen.

Strategische Pfadabhängigkeit: Die Kontinuität der US-Interessen
Trumps Vorstoß ist kein historisches Novum, sondern steht in einer direkten Linie mit der Expansionslogik des 19. und 20. Jahrhunderts. Bereits 1867 erkannte William H. Seward, dass die Kontrolle über arktische Außenposten wie Alaska und Grönland den strategischen Fokus der USA erweitern würde. Das Angebot Harry S. Trumans von 100 Millionen Dollar in Gold im Jahr 1946 verdeutlicht, dass Grönland bereits nach dem Zweiten Weltkrieg als „unsinkbarer Flugzeugträger“ bewertet wurde – ein Asset mit extrem hohem Verteidigungswert zur Sicherung der Einflusssphäre im Nordatlantik.

Die Rohstoff-Ökonomie: Diversifizierung gegen das China-Monopol
Wirtschaftlich betrachtet ist Grönland heute ein zentrales Element im globalen Spiel um Seltene Erden. Wir befinden uns hier in einer klassischen Situation asymmetrischer Marktmacht: China kontrolliert derzeit ca. 80–90 % der Veredelungskapazitäten. Dies schafft eine gefährliche Abhängigkeit für westliche Hochtechnologie-Sektoren.
Das Vorkommen in Kvanefjeld stellt eine strategische Reserve dar, die das Potenzial hat, das aktuellen Drohpotenziale zu verschieben. Ein Zugriff auf diese Ressourcen wäre ein entscheidender Hebel in einer Verhandlung mit China. Es geht nicht nur um den Besitz, sondern um die Fähigkeit, globale Lieferketten resilienter gegenüber geopolitischer Erpressung zu gestalten.

Arktische Geopolitik: Die Neuverteilung der maritimen Rente
Der Klimawandel fungiert hier als exogener Schock, der die Auszahlungsmatrix der globalen Logistik verändert. Das Schmelzen des Eises macht die Nordwestpassage als Konkurrenz zum Panamakanal attraktiv. Wer Grönland kontrolliert, kontrolliert die Zugänge zu diesen neuen Handelsrouten.
Militärstrategisch rückt zudem das GIUK-Gap (Greenland, Iceland, United Kingdom) wieder in das Zentrum der Aufmerksamkeit. In der Spieltheorie betrachten wir dies als „Choke Point“: Eine Engstelle, deren Kontrolle die Bewegungsfreiheit des Gegners (der russischen U-Boot-Flotte) massiv einschränkt.

4. Institutionelle Schranken: Souveränität als Verhandlungshindernis
Ein entscheidender Punkt, den die rein ökonomische Betrachtung oft übersieht, ist die rechtliche Architektur. Das Selbstverwaltungsgesetz von 2009 (Selvstyreloven) hat die Spielregeln grundlegend geändert. Grönland ist heute kein passives Gut mehr, das zwischen zwei Staaten (Dänemark und USA) transferiert werden kann.
Völkerrechtlich wurde den Grönländern das Recht auf Selbstbestimmung zuerkannt. Das bedeutet: Der „Principal“ (der rechtliche Entscheider) ist nicht mehr allein Kopenhagen, sondern das grönländische Volk. Jede Änderung des Status quo erfordert ein Referendum. Dies erhöht die Transaktionskosten für die USA massiv, da nun eine Vielzahl interner Akteure in das Verhandlungskalkül einbezogen werden müsste. Ein „Kauf“ gegen den Willen der Bevölkerung ist im modernen völkerrechtlichen Rahmen de facto unmöglich.



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Erbschaftssteuer: Es trifft auch Sie! Angriff auf den Mittelstand

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Sorry für die Salbe (falls Sie Ihnen aufgefallen ist).


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►WEITERE INFORMATIONEN VON TEAM RIECK:


Aus spieltheoretischer Sicht stellt die Erbschaftssteuer ein klassisches Konkurrenzproblem zwischen den Staaten dar. Nationalstaaten agieren hier als Spieler in einem globalen, nicht-kooperativen Wettbewerb um mobiles Kapital.


1. Österreich & Schweden: Durch die komplette Abschaffung der Steuer eliminieren sie administrative Reibungsverluste und das Risiko kostspieliger Umgehungsstrategien. Spieltheoretisch ist dies ein Versuch, die Kapitalflucht präventiv zu unterbinden, indem man sich als „Sicherer Hafen“ positioniert. Die Kalkulation basiert darauf, dass die positiven Effekte auf die langfristige Kapitalallokation und die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts die unmittelbaren fiskalischen Verluste überkompensieren. Dies word auch empirisch bestätigt.

2. USA: Das Schwellenwert-Problem
Mit Freibeträgen von über 13 Mio. $ (pro Person) operieren die USA mit einer binären Logik. Für 99 % der Bevölkerung ist die Erbschaftssteuer irrelevant, was die politische Stabilität des Systems erhöht. Doch für die verbleibende Spitze der Vermögensverteilung induzieren die hohen Grenzsteuersätze von bis zu 40 % ein strategisches Wettrüsten: Massive Ressourcen werden in die Antizipation und Steuervermeidung umgeleitet. Hier wird ein Teil des ökonomischen Mehrwerts in unproduktive Beratungsleistungen dissipiert.

3. Frankreich: Das redistributive Hochdruck-Modell
Frankreich setzt auf eine aggressive Progression und niedrige Schwellenwerte. Aus Sicht der Akteure erhöht dies den Anreiz für ein Exit-Szenario. Wenn die steuerliche Last den individuellen Nutzen der staatlichen Standortvorteile übersteigt, wird die geografische Diversifikation oder Abwanderung zur optimalen Strategie. Dies führt zu einem ineffizienten Gleichgewicht, in dem der Staat gezwungen ist, die Kontrollmechanismen (wie die Wegzugsbesteuerung) stetig zu verschärfen, um die Steuerbasis zu sichern.


Während Deutschland bisher versucht, einen Mittelweg zu gehen (Schutz des Mittelstands durch Verschonungsregeln vs. Umverteilung) zu gehen, erzeugt dies oft strategische Unsicherheit. Ein stabiles Gleichgewicht in der Steuerpolitik erfordert klare Anreizstrukturen statt hochkomplexer Ausnahmetatbestände.


►WEITERES VON CHRISTIAN RIECK:

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#profrieck #erbschaft #steuern


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Haftungsausschluss: Dies ist ein Bildungskanal, kein Finanz- oder Medizinkanal. Der Inhalt meiner Videos bzw. Podcasts dient ausschließlich zur allgemeinen Information und ist kein finanzieller oder medizinischer Rat oder gar eine persönliche Empfehlung. Informieren Sie sich bitte immer aus mehreren unabhängigen Quellen und suchen Sie professionellen Rat für Ihre Entscheidungen, insbesondere im Bereich der Investments oder der Medizin. Die geäußerten Meinungen stellen keinerlei Aufforderung zum Handeln dar. Sie ist keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Vermögenswerten aller Art, also insbesondere Wertpapieren oder Sachwerten. Sie ist auch keine Aufforderung zu irgendeiner Form der Selbsttherapie oder Selbstdiagnose. Bitte nehmen Sie diese Hinweise ernst.

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1. Österreich & Schweden: Durch die komplette Abschaffung der Steuer eliminieren sie administrative Reibungsverluste und das Risiko kostspieliger Umgehungsstrategien. Spieltheoretisch ist dies ein Versuch, die Kapitalflucht präventiv zu unterbinden, indem man sich als „Sicherer Hafen“ positioniert. Die Kalkulation basiert darauf, dass die positiven Effekte auf die langfristige Kapitalallokation und die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts die unmittelbaren fiskalischen Verluste überkompensieren. Dies word auch empirisch bestätigt.

2. USA: Das Schwellenwert-Problem
Mit Freibeträgen von über 13 Mio. $ (pro Person) operieren die USA mit einer binären Logik. Für 99 % der Bevölkerung ist die Erbschaftssteuer irrelevant, was die politische Stabilität des Systems erhöht. Doch für die verbleibende Spitze der Vermögensverteilung induzieren die hohen Grenzsteuersätze von bis zu 40 % ein strategisches Wettrüsten: Massive Ressourcen werden in die Antizipation und Steuervermeidung umgeleitet. Hier wird ein Teil des ökonomischen Mehrwerts in unproduktive Beratungsleistungen dissipiert.

3. Frankreich: Das redistributive Hochdruck-Modell
Frankreich setzt auf eine aggressive Progression und niedrige Schwellenwerte. Aus Sicht der Akteure erhöht dies den Anreiz für ein Exit-Szenario. Wenn die steuerliche Last den individuellen Nutzen der staatlichen Standortvorteile übersteigt, wird die geografische Diversifikation oder Abwanderung zur optimalen Strategie. Dies führt zu einem ineffizienten Gleichgewicht, in dem der Staat gezwungen ist, die Kontrollmechanismen (wie die Wegzugsbesteuerung) stetig zu verschärfen, um die Steuerbasis zu sichern.


Während Deutschland bisher versucht, einen Mittelweg zu gehen (Schutz des Mittelstands durch Verschonungsregeln vs. Umverteilung) zu gehen, erzeugt dies oft strategische Unsicherheit. Ein stabiles Gleichgewicht in der Steuerpolitik erfordert klare Anreizstrukturen statt hochkomplexer Ausnahmetatbestände.


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Jahresrückblick: Wieso Politiker lügen und die Presse ihren Job nicht mehr macht (Commitment-Problem

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Das erwähnte Buch "Die 36 Strategeme der Krise":
Print: https://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B089CZ3Y6R/ref=nosim/christianriec-21
Als Hörbuch: https://payhip.com/b/4nBZl


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►WEITERE INFORMATIONEN VON TEAM RIECK:

In der spieltheoretischen Analyse von Kommunikationsprozessen – den sogenannten Signaling Games – ist ein Signal nur dann informativ, wenn es für den Sender Kosten verursacht, die untrennbar mit der Qualität oder dem Wahrheitsgehalt der Information verknüpft sind (Costly Signaling). Was wir derzeit in der medialen Landschaft beobachten, ist der weitgehende Kollaps dieses Mechanismus zugunsten eines permanenten Zustands von "Cheap Talk".

Das Versagen des Separating-Gleichgewichts
In einem funktionierenden Informationsmarkt erwarten wir ein Separating-Gleichgewicht: Seriöse Akteure setzen ihre mühsam aufgebaute Reputation als „Kaution“ ein. Sie skandalisieren nur dann, wenn ein echter Missstand vorliegt, da eine Falschmeldung ihre langfristige Auszahlung (Glaubwürdigkeit) mindern würde.
Die moderne Aufmerksamkeitsökonomie hat jedoch die Auszahlungsmatrizen fundamental verschoben. Da die Grenzkosten für die Produktion von Empörung (Clicks) gegen Null gesunken sind, während der unmittelbare Ertrag durch Werbeumsätze sofort realisiert wird, ist es für das einzelne Medium rational geworden, jedes Ereignis maximal aufzubauschen. Wenn die Kosten der Empörung geringer sind als der potenzielle Klick-Gewinn, wird die Empörung wertlos.

Signal-Inflation und das Babbling-Equilibrium
Wir befinden uns in einer klassischen Signal-Inflation. Wenn die Amplitude der Berichterstattung bei einem banalen Versprecher dieselbe ist wie bei einem systemischen Verfassungsbruch, sinkt der Signal-Rausch-Abstand gegen Null.
Mathematisch resultiert dies in einem "Babbling Equilibrium" (Plapper-Gleichgewicht): Ein Zustand, in dem der Sender zwar kontinuierlich Signale aussendet, diese aber keine Korrelation mehr zur zugrunde liegenden Realität aufweisen. Der Empfänger (der Bürger) erkennt dies und wertet die Signale nicht mehr aus. Das "Dauergeschrei" wird zur statistischen Hintergrundstrahlung.

Strategische Konsequenzen
Das Paradoxon für die Gesellschaft: Diese mediale Hyperaktivität schützt ironischerweise die Akteure, die sie eigentlich kontrollieren sollte. In einer Welt, in der alles ein Skandal ist, existiert kein effektiver Skandal mehr. Echte Fehlentwicklungen verschwinden in der Informations-Entropie. Für politische Entscheider sinken dadurch die Kosten für Fehlverhalten, da sie darauf vertrauen können, dass ihr Handeln im Rauschen der nächsten Klick-Welle untergeht.



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In der spieltheoretischen Analyse von Kommunikationsprozessen – den sogenannten Signaling Games – ist ein Signal nur dann informativ, wenn es für den Sender Kosten verursacht, die untrennbar mit der Qualität oder dem Wahrheitsgehalt der Information verknüpft sind (Costly Signaling). Was wir derzeit in der medialen Landschaft beobachten, ist der weitgehende Kollaps dieses Mechanismus zugunsten eines permanenten Zustands von "Cheap Talk".

Das Versagen des Separating-Gleichgewichts
In einem funktionierenden Informationsmarkt erwarten wir ein Separating-Gleichgewicht: Seriöse Akteure setzen ihre mühsam aufgebaute Reputation als „Kaution“ ein. Sie skandalisieren nur dann, wenn ein echter Missstand vorliegt, da eine Falschmeldung ihre langfristige Auszahlung (Glaubwürdigkeit) mindern würde.
Die moderne Aufmerksamkeitsökonomie hat jedoch die Auszahlungsmatrizen fundamental verschoben. Da die Grenzkosten für die Produktion von Empörung (Clicks) gegen Null gesunken sind, während der unmittelbare Ertrag durch Werbeumsätze sofort realisiert wird, ist es für das einzelne Medium rational geworden, jedes Ereignis maximal aufzubauschen. Wenn die Kosten der Empörung geringer sind als der potenzielle Klick-Gewinn, wird die Empörung wertlos.

Signal-Inflation und das Babbling-Equilibrium
Wir befinden uns in einer klassischen Signal-Inflation. Wenn die Amplitude der Berichterstattung bei einem banalen Versprecher dieselbe ist wie bei einem systemischen Verfassungsbruch, sinkt der Signal-Rausch-Abstand gegen Null.
Mathematisch resultiert dies in einem "Babbling Equilibrium" (Plapper-Gleichgewicht): Ein Zustand, in dem der Sender zwar kontinuierlich Signale aussendet, diese aber keine Korrelation mehr zur zugrunde liegenden Realität aufweisen. Der Empfänger (der Bürger) erkennt dies und wertet die Signale nicht mehr aus. Das "Dauergeschrei" wird zur statistischen Hintergrundstrahlung.

Strategische Konsequenzen
Das Paradoxon für die Gesellschaft: Diese mediale Hyperaktivität schützt ironischerweise die Akteure, die sie eigentlich kontrollieren sollte. In einer Welt, in der alles ein Skandal ist, existiert kein effektiver Skandal mehr. Echte Fehlentwicklungen verschwinden in der Informations-Entropie. Für politische Entscheider sinken dadurch die Kosten für Fehlverhalten, da sie darauf vertrauen können, dass ihr Handeln im Rauschen der nächsten Klick-Welle untergeht.



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Haftungsausschluss: Dies ist ein Bildungskanal, kein Finanz- oder Medizinkanal. Der Inhalt meiner Videos bzw. Podcasts dient ausschließlich zur allgemeinen Information und ist kein finanzieller oder medizinischer Rat oder gar eine persönliche Empfehlung. Informieren Sie sich bitte immer aus mehreren unabhängigen Quellen und suchen Sie professionellen Rat für Ihre Entscheidungen, insbesondere im Bereich der Investments oder der Medizin. Die geäußerten Meinungen stellen keinerlei Aufforderung zum Handeln dar. Sie ist keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Vermögenswerten aller Art, also insbesondere Wertpapieren oder Sachwerten. Sie ist auch keine Aufforderung zu irgendeiner Form der Selbsttherapie oder Selbstdiagnose. Bitte nehmen Sie diese Hinweise ernst.
Received — 03. Januar 2026 Prof. Dr. Christian Rieck

ADAC will höhere Spritpreise. Was steckt dahinter?

Anmeldung zum Webinar: https://www.rieck-verlag.de/verhandlungsinfo

Das Interview mit dem ADAC:
https://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/sprit-teurer-machen-adac-wirbt-fuer-co2-preis-49653132

Die 36 Strategeme:
Print: https://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B089CZ3Y6R/ref=nosim/christianriec-21
Als Hörbuch: https://payhip.com/b/4nBZl

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►WEITERE INFORMATIONEN VON TEAM RIECK:


Die aktuelle Debatte um die Neupositionierung des ADAC bietet ein exzellentes Fallbeispiel für die spieltheoretische Analyse institutioneller Transformationsprozesse. Um die Dynamik hinter scheinbar widersprüchlichen Verbandspositionen zu verstehen, müssen wir die strategischen Anreizstrukturen betrachten, die das Verhalten von Mitgliedern und Führungseliten steuern.

Die Trias der Einflussnahme: Exit, Voice, and Loyalty
Im Zentrum der Analyse steht Albert O. Hirschmans Klassiker Exit, Voice, and Loyalty (1970). Mitglieder einer Organisation, die mit deren Kurs unzufrieden sind, stehen vor einem strategischen Dilemma: Der Exit (Austritt) sendet zwar ein deutliches Marktsignal, führt jedoch zum totalen Verlust des internen Einflusses. Demgegenüber steht die Voice (Widerspruch) – das Bemühen, die Organisation von innen heraus zu reformieren. In diesem Kontext ist die Loyalty (Loyalität) der entscheidende Puffer, der den Übergang von Voice zu Exit verzögert. Aus strategischer Sicht kann eine Führungselite den „Exit“ radikaler Kritiker sogar provozieren, um die Kosten für die Aufrechterhaltung der internen Dominanz zu senken und Widerspruch zu eliminieren.

Der Marsch durch die Institutionen als Opportunitätsstrategie
Was oft als ideologische Unterwanderung wahrgenommen wird, folgt der Logik des „Marsches durch die Institutionen“. Strategische Akteure besetzen Schlüsselpositionen in Organisationen, deren ursprüngliche Ausrichtung sie ablehnen. Der spieltheoretische Vorteil: In einem Umfeld, das dem eigenen Weltbild fremd ist, ist die Konkurrenz um Führungspositionen oft geringer als im eigenen Lager. Ein mäßig talentierter Ideologe erreicht in einer „fremden“ Institution schneller eine Entscheidungsposition und kann so den Kurs der gesamten Organisation mit minimalem Widerstand umlenken.

Der pivotale Spieler und das Medianwählertheorem
Hier greift das Konzept des pivotalen Spielers. In jedem Abstimmungskontext ist die Macht des Akteurs am größten, der die Pattsituation zwischen zwei Lagern auflöst. Wer eine Organisation transformieren will, positioniert sich an dieser strategischen Schnittstelle. Dies korreliert mit dem Wandel des ADAC vom reinen „Autoclub“ zum breit aufgestellten „Mobilitätshelfer“. Um politisch anschlussfähig zu bleiben, verschiebt der Verband seinen Fokus in Richtung des Medianwählers der Gesellschaft. Eine moderate, konsensorientierte Position sichert den Verbleib am Verhandlungstisch, während eine fundamentale Opposition in die Bedeutungslosigkeit führen würde.

Wohlfahrtsökonomische Rationalität: CO2-Bepreisung
Die Befürwortung einer CO2-Bepreisung durch den ADAC ist vor diesem Hintergrund kein ideologisches Einknicken, sondern Ausdruck ökonomischer Effizienz. Im Vergleich zu starren Verboten minimiert ein Preismechanismus die gesamtwirtschaftlichen Grenzvermeidungskosten, da Emissionen dort reduziert werden, wo es am günstigsten ist. Für den rationalen Lobbyisten ist die Unterstützung des Preises eine „Second-Best“-Lösung, um weitaus restriktivere regulatorische Eingriffe zu verhindern und die technologische Freiheit des Marktes zu wahren.


►WEITERES VON CHRISTIAN RIECK:

○Instagram: https://www.instagram.com/profrieck
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Die aktuelle Debatte um die Neupositionierung des ADAC bietet ein exzellentes Fallbeispiel für die spieltheoretische Analyse institutioneller Transformationsprozesse. Um die Dynamik hinter scheinbar widersprüchlichen Verbandspositionen zu verstehen, müssen wir die strategischen Anreizstrukturen betrachten, die das Verhalten von Mitgliedern und Führungseliten steuern.

Die Trias der Einflussnahme: Exit, Voice, and Loyalty
Im Zentrum der Analyse steht Albert O. Hirschmans Klassiker Exit, Voice, and Loyalty (1970). Mitglieder einer Organisation, die mit deren Kurs unzufrieden sind, stehen vor einem strategischen Dilemma: Der Exit (Austritt) sendet zwar ein deutliches Marktsignal, führt jedoch zum totalen Verlust des internen Einflusses. Demgegenüber steht die Voice (Widerspruch) – das Bemühen, die Organisation von innen heraus zu reformieren. In diesem Kontext ist die Loyalty (Loyalität) der entscheidende Puffer, der den Übergang von Voice zu Exit verzögert. Aus strategischer Sicht kann eine Führungselite den „Exit“ radikaler Kritiker sogar provozieren, um die Kosten für die Aufrechterhaltung der internen Dominanz zu senken und Widerspruch zu eliminieren.

Der Marsch durch die Institutionen als Opportunitätsstrategie
Was oft als ideologische Unterwanderung wahrgenommen wird, folgt der Logik des „Marsches durch die Institutionen“. Strategische Akteure besetzen Schlüsselpositionen in Organisationen, deren ursprüngliche Ausrichtung sie ablehnen. Der spieltheoretische Vorteil: In einem Umfeld, das dem eigenen Weltbild fremd ist, ist die Konkurrenz um Führungspositionen oft geringer als im eigenen Lager. Ein mäßig talentierter Ideologe erreicht in einer „fremden“ Institution schneller eine Entscheidungsposition und kann so den Kurs der gesamten Organisation mit minimalem Widerstand umlenken.

Der pivotale Spieler und das Medianwählertheorem
Hier greift das Konzept des pivotalen Spielers. In jedem Abstimmungskontext ist die Macht des Akteurs am größten, der die Pattsituation zwischen zwei Lagern auflöst. Wer eine Organisation transformieren will, positioniert sich an dieser strategischen Schnittstelle. Dies korreliert mit dem Wandel des ADAC vom reinen „Autoclub“ zum breit aufgestellten „Mobilitätshelfer“. Um politisch anschlussfähig zu bleiben, verschiebt der Verband seinen Fokus in Richtung des Medianwählers der Gesellschaft. Eine moderate, konsensorientierte Position sichert den Verbleib am Verhandlungstisch, während eine fundamentale Opposition in die Bedeutungslosigkeit führen würde.

Wohlfahrtsökonomische Rationalität: CO2-Bepreisung
Die Befürwortung einer CO2-Bepreisung durch den ADAC ist vor diesem Hintergrund kein ideologisches Einknicken, sondern Ausdruck ökonomischer Effizienz. Im Vergleich zu starren Verboten minimiert ein Preismechanismus die gesamtwirtschaftlichen Grenzvermeidungskosten, da Emissionen dort reduziert werden, wo es am günstigsten ist. Für den rationalen Lobbyisten ist die Unterstützung des Preises eine „Second-Best“-Lösung, um weitaus restriktivere regulatorische Eingriffe zu verhindern und die technologische Freiheit des Marktes zu wahren.


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Received — 27. Dezember 2025 Prof. Dr. Christian Rieck

So hat uns Frankreich ausgetrickst: Ukraine Kredit über 90 Milliarden (Verhandlungstechniken)

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Die Transformation der Haftungsarchitektur: Eurobonds und das Moral-Hazard-Dilemma
Aus spieltheoretischer Sicht stellt die schleichende Einführung von Gemeinschaftsschulden – oft als Eurobonds bezeichnet – eine fundamentale Veränderung der Anreizstrukturen innerhalb der Europäischen Union dar. In einem System nationaler Anleihen fungiert der Zinssatz als präzises Preissignal für die fiskalische Disziplin eines Staates. Er erzwingt ein Gleichgewicht, in dem jedes Land die Kosten seiner eigenen Risikoentscheidungen trägt.

Mit dem Übergang zur gesamtschuldnerischen Haftung wird dieses Signal verzerrt. Es entsteht ein klassisches Common-Pool-Problem: Wenn die Kreditwürdigkeit stabiler Akteure wie Deutschland als kollektives Gut genutzt wird, sinkt für die anderen Teilnehmer der Anreiz zur Haushaltsdisziplin. Dies führt zu einem Moral-Hazard-Risiko, da die Kosten einer expansiven Fiskalpolitik auf die Gemeinschaft sozialisiert werden, während die politischen Nutzen lokal verbleiben. Deutschland gibt damit ein essentielles Steuerungsinstrument der Stabilität auf und akzeptiert eine Transferunion, die langfristig zu einer strukturellen Fehlallokation von Kapital führt.

Institutionelle Integrität und die Reputation als strategisches Kapital
Die Debatte um die Verwertung russischer Vermögenswerte bei Institutionen wie Euroclear rührt an die Grundfesten internationaler Zusammenarbeit. In der Spieltheorie ist Reputation in einem wiederholten Spiel das wertvollste Gut, da sie kooperative Gleichgewichte über lange Zeiträume hinweg ermöglicht. Eine Clearingstelle in Belgien fungiert dabei als neutraler Knotenpunkt in einem Netzwerk globalen Vertrauens, dessen Stabilität auf der Erwartung beruht, dass Eigentumsrechte unabhängig von politischen Konflikten gewahrt bleiben.

Die Entscheidung, diese Vermögenswerte für politische Zwecke heranzuziehen, markiert einen Strategiewechsel von Kooperation zu Defektion. Zwar lässt sich kurzfristig ein finanzieller Vorteil erzielen, doch zerstört dieser Akt das langfristige Vertrauensverhältnis zu globalen Akteuren wie China oder Indien. Diese Akteure antizipieren nun ein neues politisches Risiko in Europa und werden ihre Reserven rationalerweise in alternative Systeme umschichten. Damit setzt die EU einen Prozess der finanziellen Fragmentierung in Gang, der die Bedeutung des Euroraums als sicheren Hafen dauerhaft untergräbt.

Zeitinkonsistenz und die Eskalation des politischen Risikos
Die Erosion der Rechtssicherheit ist ein Paradebeispiel für das Problem der Zeitinkonsistenz. Was heute als moralisch oder politisch opportun erscheint, untergräbt die Glaubwürdigkeit künftiger institutioneller Zusagen. Für globale Investoren manifestiert sich dies in einer erhöhten politischen Risiko-Prämie. Investitionen in den europäischen Wirtschaftsraum werden dadurch im Vergleich zu anderen Jurisdiktionen teurer, da die Unsicherheit über die Beständigkeit der Spielregeln eingepreist werden muss.

Wenn die Grundregeln des Marktes – wie der Schutz des Eigentums – im laufenden Spiel einseitig geändert werden, verliert das System seine Berechenbarkeit. Dieser Vertrauensverlust fördert den Aufstieg alternativer Abrechnungssysteme wie der BRICS-Initiativen. Langfristig riskieren die europäischen Entscheidungsträger, für kurzfristige fiskalische Entlastungen die geopolitische Relevanz und die institutionelle Stärke des westlichen Finanzsystems zu opfern. Die strategische Kurzsichtigkeit dieser Verhandlungsführung vernachlässigt den „Schatten der Zukunft“, in dem die Kosten der verlorenen Reputation die heutigen Gewinne bei weitem übersteigen werden.




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Die Transformation der Haftungsarchitektur: Eurobonds und das Moral-Hazard-Dilemma
Aus spieltheoretischer Sicht stellt die schleichende Einführung von Gemeinschaftsschulden – oft als Eurobonds bezeichnet – eine fundamentale Veränderung der Anreizstrukturen innerhalb der Europäischen Union dar. In einem System nationaler Anleihen fungiert der Zinssatz als präzises Preissignal für die fiskalische Disziplin eines Staates. Er erzwingt ein Gleichgewicht, in dem jedes Land die Kosten seiner eigenen Risikoentscheidungen trägt.

Mit dem Übergang zur gesamtschuldnerischen Haftung wird dieses Signal verzerrt. Es entsteht ein klassisches Common-Pool-Problem: Wenn die Kreditwürdigkeit stabiler Akteure wie Deutschland als kollektives Gut genutzt wird, sinkt für die anderen Teilnehmer der Anreiz zur Haushaltsdisziplin. Dies führt zu einem Moral-Hazard-Risiko, da die Kosten einer expansiven Fiskalpolitik auf die Gemeinschaft sozialisiert werden, während die politischen Nutzen lokal verbleiben. Deutschland gibt damit ein essentielles Steuerungsinstrument der Stabilität auf und akzeptiert eine Transferunion, die langfristig zu einer strukturellen Fehlallokation von Kapital führt.

Institutionelle Integrität und die Reputation als strategisches Kapital
Die Debatte um die Verwertung russischer Vermögenswerte bei Institutionen wie Euroclear rührt an die Grundfesten internationaler Zusammenarbeit. In der Spieltheorie ist Reputation in einem wiederholten Spiel das wertvollste Gut, da sie kooperative Gleichgewichte über lange Zeiträume hinweg ermöglicht. Eine Clearingstelle in Belgien fungiert dabei als neutraler Knotenpunkt in einem Netzwerk globalen Vertrauens, dessen Stabilität auf der Erwartung beruht, dass Eigentumsrechte unabhängig von politischen Konflikten gewahrt bleiben.

Die Entscheidung, diese Vermögenswerte für politische Zwecke heranzuziehen, markiert einen Strategiewechsel von Kooperation zu Defektion. Zwar lässt sich kurzfristig ein finanzieller Vorteil erzielen, doch zerstört dieser Akt das langfristige Vertrauensverhältnis zu globalen Akteuren wie China oder Indien. Diese Akteure antizipieren nun ein neues politisches Risiko in Europa und werden ihre Reserven rationalerweise in alternative Systeme umschichten. Damit setzt die EU einen Prozess der finanziellen Fragmentierung in Gang, der die Bedeutung des Euroraums als sicheren Hafen dauerhaft untergräbt.

Zeitinkonsistenz und die Eskalation des politischen Risikos
Die Erosion der Rechtssicherheit ist ein Paradebeispiel für das Problem der Zeitinkonsistenz. Was heute als moralisch oder politisch opportun erscheint, untergräbt die Glaubwürdigkeit künftiger institutioneller Zusagen. Für globale Investoren manifestiert sich dies in einer erhöhten politischen Risiko-Prämie. Investitionen in den europäischen Wirtschaftsraum werden dadurch im Vergleich zu anderen Jurisdiktionen teurer, da die Unsicherheit über die Beständigkeit der Spielregeln eingepreist werden muss.

Wenn die Grundregeln des Marktes – wie der Schutz des Eigentums – im laufenden Spiel einseitig geändert werden, verliert das System seine Berechenbarkeit. Dieser Vertrauensverlust fördert den Aufstieg alternativer Abrechnungssysteme wie der BRICS-Initiativen. Langfristig riskieren die europäischen Entscheidungsträger, für kurzfristige fiskalische Entlastungen die geopolitische Relevanz und die institutionelle Stärke des westlichen Finanzsystems zu opfern. Die strategische Kurzsichtigkeit dieser Verhandlungsführung vernachlässigt den „Schatten der Zukunft“, in dem die Kosten der verlorenen Reputation die heutigen Gewinne bei weitem übersteigen werden.




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Hinweis: Die angegebenen Links können Affiliate-Links sein, bei denen ich eine Provision bekomme.

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Warum Jaguar & Tesla ihre Kunden jetzt verraten! (Strategie der Positionierung)

Wie ruiniert man ein Unternehmen oder ein ganzes Land? Durch eisernes Beharren auf einer offensichtlich unsinnigen Strategie, die sich von der Realität abkoppelt. Wenn der Verbesserungsprozess nicht von innen kommt, kommt er von außen: als Pleite.

Zur Webinar-Vormerkung: https://www.rieck-verlag.de/verhandlungsinfo

Die erwähnten Bücher:
Sapiens: https://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3328111247/ref=nosim/christianriec-21
Nexus: https://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3328603751/ref=nosim/christianriec-21


[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Enquete-Kommission

[2] Colgate-Lasagne: https://www.reddit.com/r/interestingasfuck/comments/1mg8ym4/the_truth_behind_colgate_beef_lasagna_its_not/?tl=de Möglicherweise gab es Konzepte und sogar Testmärkte, es könnte sich aber auch um ein frühes Meme handeln.

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Ein gutes Weihnachtsgeschenk für Strategen: Die 36 Strategeme der Krise
Print: https://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B089CZ3Y6R/ref=nosim/christianriec-21
Als Hörbuch: https://payhip.com/b/4nBZl


►WEITERE INFORMATIONEN VON TEAM RIECK:

Die Ökonomie der Haltung: Strategische Differenzierung im Hyper-Commodity-Wettbewerb
In der klassischen Mikroökonomie betrachten wir den Zustand der Commoditisierung als das Erreichen eines reinen Preiswettbewerbs. Wenn Produkte technologisch und qualitativ perfekt substituierbar sind, konvergiert der Preis gegen die Grenzkosten. Für Unternehmen bedeutet dies das Verschwinden der Gewinnmarge im „Red Ocean“ der Austauschbarkeit.

Aus spieltheoretischer Sicht ist die Flucht in die politische Positionierung nicht zwingend ein moralischer Impuls, sondern ein rationaler Versuch der horizontalen Differenzierung. Wenn die vertikale Differenzierung (objektiv „besser“ oder „billiger“) ausgeschöpft ist, müssen Unternehmen den Präferenzraum der Konsumenten neu kartografieren.


1. Die Signalökonomie der Identität
Konsumgüter fungieren heute verstärkt als Signale in sozialen Interaktionen. Ein Konsument kauft nicht mehr nur den Gebrauchswert einer Zahnpasta oder eines Automobils, sondern investiert in ein kostspieliges Signal (Costly Signaling), das seine Zugehörigkeit zu einer bestimmten Wertegruppe (In-Group) demonstriert. Die Marke liefert hierfür das notwendige Narrativ.

2. Der Trade-off: Nische vs. Masse
Die Entscheidung für eine politische Haltung ist ein kalkulierter Spielzug in einem Nicht-Nullsummenspiel. Das Unternehmen nimmt bewusst eine Auszahlungseinbuße bei der gegnerischen Gruppe (Out-Group) in Kauf, um die Auszahlungsmatrix innerhalb der Zielgruppe zu optimieren. Durch die Polarisierung steigen die Wechselkosten (Switching Costs) für die loyale Stammgruppe: Ein Wechsel zur Konkurrenz wäre nun nicht mehr nur ein technischer Markenwechsel, sondern ein Verrat an der eigenen Identität – ein psychologisch kostspieliger Akt.

3. Clustering im gesättigten Markt
Oft ist die Provokation eines Bruchs die einzige Möglichkeit, neue Clustering-Effekte zu erzielen. Man schafft sich ein künstliches Monopol innerhalb einer sozialen Blase. Die „Gegenseite“ zu verlieren, ist dabei kein Kollateralschaden, sondern die notwendige Bedingung für die Glaubwürdigkeit des Signals: Nur ein Signal, das Widerstand provoziert, besitzt im spieltheoretischen Sinne „Trennschärfe“ (Screening).


►Merksatz:
In gesättigten Märkten wird Haltung zum Produktmerkmal – sie ist das einzige verbleibende Instrument –, um die Preiselastizität der Nachfrage in einem Umfeld totaler Substituierbarkeit zu senken.



#profrieck #jaguar #tesla


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[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Enquete-Kommission

[2] Colgate-Lasagne: https://www.reddit.com/r/interestingasfuck/comments/1mg8ym4/the_truth_behind_colgate_beef_lasagna_its_not/?tl=de Möglicherweise gab es Konzepte und sogar Testmärkte, es könnte sich aber auch um ein frühes Meme handeln.

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Die Ökonomie der Haltung: Strategische Differenzierung im Hyper-Commodity-Wettbewerb
In der klassischen Mikroökonomie betrachten wir den Zustand der Commoditisierung als das Erreichen eines reinen Preiswettbewerbs. Wenn Produkte technologisch und qualitativ perfekt substituierbar sind, konvergiert der Preis gegen die Grenzkosten. Für Unternehmen bedeutet dies das Verschwinden der Gewinnmarge im „Red Ocean“ der Austauschbarkeit.

Aus spieltheoretischer Sicht ist die Flucht in die politische Positionierung nicht zwingend ein moralischer Impuls, sondern ein rationaler Versuch der horizontalen Differenzierung. Wenn die vertikale Differenzierung (objektiv „besser“ oder „billiger“) ausgeschöpft ist, müssen Unternehmen den Präferenzraum der Konsumenten neu kartografieren.


1. Die Signalökonomie der Identität
Konsumgüter fungieren heute verstärkt als Signale in sozialen Interaktionen. Ein Konsument kauft nicht mehr nur den Gebrauchswert einer Zahnpasta oder eines Automobils, sondern investiert in ein kostspieliges Signal (Costly Signaling), das seine Zugehörigkeit zu einer bestimmten Wertegruppe (In-Group) demonstriert. Die Marke liefert hierfür das notwendige Narrativ.

2. Der Trade-off: Nische vs. Masse
Die Entscheidung für eine politische Haltung ist ein kalkulierter Spielzug in einem Nicht-Nullsummenspiel. Das Unternehmen nimmt bewusst eine Auszahlungseinbuße bei der gegnerischen Gruppe (Out-Group) in Kauf, um die Auszahlungsmatrix innerhalb der Zielgruppe zu optimieren. Durch die Polarisierung steigen die Wechselkosten (Switching Costs) für die loyale Stammgruppe: Ein Wechsel zur Konkurrenz wäre nun nicht mehr nur ein technischer Markenwechsel, sondern ein Verrat an der eigenen Identität – ein psychologisch kostspieliger Akt.

3. Clustering im gesättigten Markt
Oft ist die Provokation eines Bruchs die einzige Möglichkeit, neue Clustering-Effekte zu erzielen. Man schafft sich ein künstliches Monopol innerhalb einer sozialen Blase. Die „Gegenseite“ zu verlieren, ist dabei kein Kollateralschaden, sondern die notwendige Bedingung für die Glaubwürdigkeit des Signals: Nur ein Signal, das Widerstand provoziert, besitzt im spieltheoretischen Sinne „Trennschärfe“ (Screening).


►Merksatz:
In gesättigten Märkten wird Haltung zum Produktmerkmal – sie ist das einzige verbleibende Instrument –, um die Preiselastizität der Nachfrage in einem Umfeld totaler Substituierbarkeit zu senken.



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PEINLICH! Ministerin versteht eigene Rentenpolitik nicht

Bundesministerin Bas verkündet stolz, dass ihre Maßnahmen die Beitragszahler nicht belaste. Die Zuschauer lachen darüber, und Frau Bas verweigert die inhaltliche Diskussion. Stattdessen wendet sie Strategem 21 an, um sich aus der Situation herauszuwinden. Ich nenne u.a. die Argumente, die sie hätten bringen könnn, aber anscheinend nicht kannte.

[1] Habeck hatte in der Weihnachtsansprache 2023 gesagt: „Zum Beispiel, dass wir als Staat die EEG-Umlage bezahlen und nicht die Bürgerinnen und Bürger.“ Es ist der gleiche Denkfehler wie bei Bas, dass eine Finanzierung aus Steuergeldern keine Belastung darstelle.

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Ökonomische Inkonsistenz in der Rentenfinanzierung
Der Kern der inhaltlichen Kritik betrifft die Finanzierung der sogenannten Renten-Haltelinie, die das Rentenniveau (Verhältnis von Durchschnittsrente zu Durchschnittslohn) bei 48 % und den Beitragssatz bei 20 % stabilisieren soll. Die Aussage, diese Stabilisierung erfolge "aus Steuermitteln" und "belaste die Beitragszahler nicht", ist ökonomisch irreführend und logisch fehlerhaft.
In einem nationalen Finanzsystem existieren die Einnahmequellen Beiträge (zweckgebunden und paritätisch von Arbeitgebern/Nehmern getragen) und Steuern (nicht zweckgebunden, durch ein progressives System von allen Bürgern entrichtet). Die Subventionierung der Rentenkasse durch Steuermittel stellt keine Entlastung der Beitragszahler dar, sondern lediglich eine Verlagerung der Belastung von einer Finanzierungssäule zur anderen. Da nahezu jeder Beitragszahler zugleich Steuerzahler ist, finder sehr wohl eine Belastung de Beitragszahler statt. Eine abweichnde Behauptung verkennt fundamental die Budgetrestriktion des Staates und stellt eine ökonomische Unwahrheit dar, die in der Fachwelt nur Gelächter hervorrufen kann.

Die generelle Verschiebung hin zu einer stärkeren Belastung der Kapitaleinkünfte zur Stützung des Umlagesystems wird ebenfalls kritisiert. Im Angesicht des demografischen Wandels ist die private, kapitalgedeckte Vorsorge (z.B. in Aktien) eine essentielle Ergänzung. Eine zusätzliche Besteuerung dieser Erträge verringert deren Attraktivität und konterkariert somit die langfristig notwendige Diversifizierung der Altersvorsorge.


Strategische Meisterung oder Missgriff: Das Strategem der Zikade
Die politische Reaktion auf den inhaltlichen Missgriff kann anhand der 36 Strategeme der chinesischen Kriegslisten analysiert werden. Das angewandte Strategem Nr. 21, "Die Haut der Zikade abwerfen", ist eine Taktik der Schwäche. Sie zielt darauf ab, in einer ausweglosen Situation durch das Zurücklassen einer leeren Hülle (einem Ablenkungsmanöver) unbemerkt zu entkommen.
Im konkreten Fall wurde die Aufmerksamkeit von der inhaltlichen Inkompetenz auf irrelevante "Hüllen" gelenkt: das angebliche Auslachen der Person und die Geschlechterfrage. Diese Umdeutung stilisiert die Ministerin zur Opferrolle und delegitimiert die Kritiker (die Lachenden) moralisch.
Diese Ablenkung nutzt auch ein sogenanntes Bullshit-Argument, basierend auf der Definition von Harry G. Frankfurt: Die Behauptung, das Lachen sei geschlechtsspezifisch motiviert, ist nicht im Sinne der Wahrheit – es war dem Sprecher offensichtlich gleichgültig, ob es wahr war. Ziel war lediglich die propagandistische Wirkung, ein Störfeuer zu legen, das die Diskussion vom ökonomischen Kern ablenkt. Die Schürung von Klassenkampfparolen (Maßanzüge) verstärkt diesen delegitimierenden Effekt.


Implikationen für Verhandlungen
Statt die dahinterliegenden Interessen der Arbeitgeber und Beitragszahler zu analysieren, wurde ein frontaler, konfrontativer Kurs von Positione eingeschlagen. Eine kompetente Ministerin hätte die (steuerpolitischen) Argumente für die Maßnahme erklären und die verschiedenen Interessengruppen anerkennen müssen, anstatt auf das Strategem der Flucht aus der inhaltlichen Verantwortung zurückzugreifen.


#profrieck #bas


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Bundesministerin Bas verkündet stolz, dass ihre Maßnahmen die Beitragszahler nicht belaste. Die Zuschauer lachen darüber, und Frau Bas verweigert die inhaltliche Diskussion. Stattdessen wendet sie Strategem 21 an, um sich aus der Situation herauszuwinden. Ich nenne u.a. die Argumente, die sie hätten bringen könnn, aber anscheinend nicht kannte.

[1] Habeck hatte in der Weihnachtsansprache 2023 gesagt: „Zum Beispiel, dass wir als Staat die EEG-Umlage bezahlen und nicht die Bürgerinnen und Bürger.“ Es ist der gleiche Denkfehler wie bei Bas, dass eine Finanzierung aus Steuergeldern keine Belastung darstelle.

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Die 36 Strategeme der Krise:
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Als Hörbuch: https://payhip.com/b/4nBZl



►WEITERE INFORMATIONEN VON TEAM RIECK:

Ökonomische Inkonsistenz in der Rentenfinanzierung
Der Kern der inhaltlichen Kritik betrifft die Finanzierung der sogenannten Renten-Haltelinie, die das Rentenniveau (Verhältnis von Durchschnittsrente zu Durchschnittslohn) bei 48 % und den Beitragssatz bei 20 % stabilisieren soll. Die Aussage, diese Stabilisierung erfolge "aus Steuermitteln" und "belaste die Beitragszahler nicht", ist ökonomisch irreführend und logisch fehlerhaft.
In einem nationalen Finanzsystem existieren die Einnahmequellen Beiträge (zweckgebunden und paritätisch von Arbeitgebern/Nehmern getragen) und Steuern (nicht zweckgebunden, durch ein progressives System von allen Bürgern entrichtet). Die Subventionierung der Rentenkasse durch Steuermittel stellt keine Entlastung der Beitragszahler dar, sondern lediglich eine Verlagerung der Belastung von einer Finanzierungssäule zur anderen. Da nahezu jeder Beitragszahler zugleich Steuerzahler ist, finder sehr wohl eine Belastung de Beitragszahler statt. Eine abweichnde Behauptung verkennt fundamental die Budgetrestriktion des Staates und stellt eine ökonomische Unwahrheit dar, die in der Fachwelt nur Gelächter hervorrufen kann.

Die generelle Verschiebung hin zu einer stärkeren Belastung der Kapitaleinkünfte zur Stützung des Umlagesystems wird ebenfalls kritisiert. Im Angesicht des demografischen Wandels ist die private, kapitalgedeckte Vorsorge (z.B. in Aktien) eine essentielle Ergänzung. Eine zusätzliche Besteuerung dieser Erträge verringert deren Attraktivität und konterkariert somit die langfristig notwendige Diversifizierung der Altersvorsorge.


Strategische Meisterung oder Missgriff: Das Strategem der Zikade
Die politische Reaktion auf den inhaltlichen Missgriff kann anhand der 36 Strategeme der chinesischen Kriegslisten analysiert werden. Das angewandte Strategem Nr. 21, "Die Haut der Zikade abwerfen", ist eine Taktik der Schwäche. Sie zielt darauf ab, in einer ausweglosen Situation durch das Zurücklassen einer leeren Hülle (einem Ablenkungsmanöver) unbemerkt zu entkommen.
Im konkreten Fall wurde die Aufmerksamkeit von der inhaltlichen Inkompetenz auf irrelevante "Hüllen" gelenkt: das angebliche Auslachen der Person und die Geschlechterfrage. Diese Umdeutung stilisiert die Ministerin zur Opferrolle und delegitimiert die Kritiker (die Lachenden) moralisch.
Diese Ablenkung nutzt auch ein sogenanntes Bullshit-Argument, basierend auf der Definition von Harry G. Frankfurt: Die Behauptung, das Lachen sei geschlechtsspezifisch motiviert, ist nicht im Sinne der Wahrheit – es war dem Sprecher offensichtlich gleichgültig, ob es wahr war. Ziel war lediglich die propagandistische Wirkung, ein Störfeuer zu legen, das die Diskussion vom ökonomischen Kern ablenkt. Die Schürung von Klassenkampfparolen (Maßanzüge) verstärkt diesen delegitimierenden Effekt.


Implikationen für Verhandlungen
Statt die dahinterliegenden Interessen der Arbeitgeber und Beitragszahler zu analysieren, wurde ein frontaler, konfrontativer Kurs von Positione eingeschlagen. Eine kompetente Ministerin hätte die (steuerpolitischen) Argumente für die Maßnahme erklären und die verschiedenen Interessengruppen anerkennen müssen, anstatt auf das Strategem der Flucht aus der inhaltlichen Verantwortung zurückzugreifen.


#profrieck #bas


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Haftungsausschluss: Dies ist ein Bildungskanal, kein Finanz- oder Medizinkanal. Der Inhalt meiner Videos bzw. Podcasts dienen ausschließlich zur allgemeinen Information und sind kein finanzieller oder medizinischer Rat oder gar eine persönliche Empfehlung.
Received — 10. Dezember 2025 Prof. Dr. Christian Rieck
Received — 06. Dezember 2025 Prof. Dr. Christian Rieck

Rentenstreit: CDU macht alles falsch (strategische Analyse)

Welche katastrophalen Fehler hat die CDU in der Verhandlung über das Rentenpaket gemacht und wie hätte sie viel mehr herausholen können? Das Video analysiert die Verhandlung zwischen CDU und SPD aus spieltheoretischer Sicht.

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►WEITERE INFORMATIONEN VON TEAM RIECK:

1. Die Macht der Alternative: BATNA und strategische Selbstfesselung
Der Eckpfeiler jeder rationalen Verhandlungsposition ist die BATNA (Best Alternative To a Negotiated Agreement). Die BATNA definiert den Reservationspreis einer Partei – den minimal akzeptablen Wert eines Abkommens. Alles, was schlechter ist als die BATNA, wird rational abgelehnt.

CDU und die schwache BATNA: Die CDU hat durch ihre Unvereinbarkeitsbeschlüsse mit der Linken und der AfD strategisch einen Teil ihrer potenziellen Koalitions- und Mehrheitsalternativen eliminiert. Dies ist aus rationaler Sicht suboptimal, da es die Verhandlungsmacht gegenüber der SPD – dem Hauptpartner im aktuellen Spiel – drastisch reduziert. Ohne die Drohung einer glaubwürdigen Alternativ-Koalition (einer starken BATNA) muss die CDU tendenziell schlechtere Kompromisse hinnehmen. Die Linkspartei wiederum nutzt diese Asymmetrie geschickt, indem sie durch Enthaltung (ein strategischer "Nicht-Angriffspakt") Gesetzesvorhaben ermöglicht, ohne den Unvereinbarkeitsbeschluss formal zu brechen, und so den Zwang zu Gegenleistungen (politische quid pro quo) generiert.

Die implizite BATNA der jungen Generation: Eine noch subtilere spieltheoretische Komponente ist die "Outside Option" der jungen, arbeitenden Generation. Obwohl diese im Bundestag unterrepräsentiert ist, hat sie eine mächtige, wenn auch dezentrale, BATNA: die Reduktion der Produktivität oder die Abwanderung (Exit-Option). Würde die Lastenverteilung des Umlageverfahrens (Finanzierung der Renten durch aktuelle Beiträge) die Jungen überfordern, würden sie ihre Leistung kürzen.

2. Werte schaffen versus Werte verteilen: Das Coopetition-Dilemma
Verhandlungen sind selten Nullsummenspiele (Zero-Sum Games). Meist weisen sie eine Dualität auf: Kooperation zur Wertschöpfung und Konkurrenz zur Werteverteilung. Dieser Mechanismus wird als Coopetition (Kooperation + Competition) bezeichnet.

Das Rentenpaket als Coopetition: Im Rentenstreit ist die Wertschöpfung die Zukunftsfähigkeit des Rentensystems und der Wirtschaft. Die Verteilung betrifft die Aufteilung der Lasten und Vorteile zwischen Alt und Jung. Wenn die Anreize für die Wertschaffung (Arbeit, Innovation, Beitragspflicht) durch übermäßige Belastung (Steuern, Sozialabgaben) zerstört werden, schrumpft der Gesamtkuchen (sinkende Wirtschaftsleistung), sodass am Ende ein großer Anteil an einem sehr kleinen Kuchen verteilt wird – ein Pyrrhussieg.

3. Selbstbindung und die Gefahr der inkonsistenten Strategie
Selbstbindung (Commitment) ist ein spieltheoretischer Kunstgriff, bei dem eine Partei ihre Handlungsfreiheit absichtlich einschränkt, um ihre Verhandlungsposition zu stärken. Die Glaubwürdigkeit eines Commitments ist entscheidend. Nur wenn der Gegner glaubt, dass eine Umkehrung unmöglich oder extrem kostspielig ist, entfaltet das Commitment seine volle Wirkung.

Die versäumte Chance: Hätte März den Konflikt mit seinen jungen Abgeordneten inszeniert (ein strategisches Commitment), hätte er eine glaubwürdige Einschränkung seiner Möglichkeiten geschaffen. Er hätte der SPD sagen können: „Ich bin an einer Einigung interessiert, aber meine Basis zwingt mich, härter zu verhandeln.“ Dies hätte seine Position gestärkt, ohne die CDU zu schwächen.

Die strategische Falle der Kanzlermehrheit: Merz’ Forderung, das Rentenpaket mit Kanzlermehrheit durch die eigenen Reihen zu bringen, ist ein Beispiel für ein destruktives Commitment. Er hat die interne Abstimmung zu einer Vertrauensabstimmung überhöht. Gelangt das Gesetz zwar durch die Hilfe der Linken zum Erfolg, aber nicht mit der vollen Kanzlermehrheit, würde das Ergebnis dennoch wie ein Misserfolg wirken.



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1. Die Macht der Alternative: BATNA und strategische Selbstfesselung
Der Eckpfeiler jeder rationalen Verhandlungsposition ist die BATNA (Best Alternative To a Negotiated Agreement). Die BATNA definiert den Reservationspreis einer Partei – den minimal akzeptablen Wert eines Abkommens. Alles, was schlechter ist als die BATNA, wird rational abgelehnt.

CDU und die schwache BATNA: Die CDU hat durch ihre Unvereinbarkeitsbeschlüsse mit der Linken und der AfD strategisch einen Teil ihrer potenziellen Koalitions- und Mehrheitsalternativen eliminiert. Dies ist aus rationaler Sicht suboptimal, da es die Verhandlungsmacht gegenüber der SPD – dem Hauptpartner im aktuellen Spiel – drastisch reduziert. Ohne die Drohung einer glaubwürdigen Alternativ-Koalition (einer starken BATNA) muss die CDU tendenziell schlechtere Kompromisse hinnehmen. Die Linkspartei wiederum nutzt diese Asymmetrie geschickt, indem sie durch Enthaltung (ein strategischer "Nicht-Angriffspakt") Gesetzesvorhaben ermöglicht, ohne den Unvereinbarkeitsbeschluss formal zu brechen, und so den Zwang zu Gegenleistungen (politische quid pro quo) generiert.

Die implizite BATNA der jungen Generation: Eine noch subtilere spieltheoretische Komponente ist die "Outside Option" der jungen, arbeitenden Generation. Obwohl diese im Bundestag unterrepräsentiert ist, hat sie eine mächtige, wenn auch dezentrale, BATNA: die Reduktion der Produktivität oder die Abwanderung (Exit-Option). Würde die Lastenverteilung des Umlageverfahrens (Finanzierung der Renten durch aktuelle Beiträge) die Jungen überfordern, würden sie ihre Leistung kürzen.

2. Werte schaffen versus Werte verteilen: Das Coopetition-Dilemma
Verhandlungen sind selten Nullsummenspiele (Zero-Sum Games). Meist weisen sie eine Dualität auf: Kooperation zur Wertschöpfung und Konkurrenz zur Werteverteilung. Dieser Mechanismus wird als Coopetition (Kooperation + Competition) bezeichnet.

Das Rentenpaket als Coopetition: Im Rentenstreit ist die Wertschöpfung die Zukunftsfähigkeit des Rentensystems und der Wirtschaft. Die Verteilung betrifft die Aufteilung der Lasten und Vorteile zwischen Alt und Jung. Wenn die Anreize für die Wertschaffung (Arbeit, Innovation, Beitragspflicht) durch übermäßige Belastung (Steuern, Sozialabgaben) zerstört werden, schrumpft der Gesamtkuchen (sinkende Wirtschaftsleistung), sodass am Ende ein großer Anteil an einem sehr kleinen Kuchen verteilt wird – ein Pyrrhussieg.

3. Selbstbindung und die Gefahr der inkonsistenten Strategie
Selbstbindung (Commitment) ist ein spieltheoretischer Kunstgriff, bei dem eine Partei ihre Handlungsfreiheit absichtlich einschränkt, um ihre Verhandlungsposition zu stärken. Die Glaubwürdigkeit eines Commitments ist entscheidend. Nur wenn der Gegner glaubt, dass eine Umkehrung unmöglich oder extrem kostspielig ist, entfaltet das Commitment seine volle Wirkung.

Die versäumte Chance: Hätte März den Konflikt mit seinen jungen Abgeordneten inszeniert (ein strategisches Commitment), hätte er eine glaubwürdige Einschränkung seiner Möglichkeiten geschaffen. Er hätte der SPD sagen können: „Ich bin an einer Einigung interessiert, aber meine Basis zwingt mich, härter zu verhandeln.“ Dies hätte seine Position gestärkt, ohne die CDU zu schwächen.

Die strategische Falle der Kanzlermehrheit: Merz’ Forderung, das Rentenpaket mit Kanzlermehrheit durch die eigenen Reihen zu bringen, ist ein Beispiel für ein destruktives Commitment. Er hat die interne Abstimmung zu einer Vertrauensabstimmung überhöht. Gelangt das Gesetz zwar durch die Hilfe der Linken zum Erfolg, aber nicht mit der vollen Kanzlermehrheit, würde das Ergebnis dennoch wie ein Misserfolg wirken.



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Received — 29. November 2025 Prof. Dr. Christian Rieck

Ist die Rente noch zu retten? 7 Sinnvolle Vorschläge, die nie umgesetzt werden

Das Rentensystem kann so nicht weiter funktionieren. Jeder weiß es, niemand traut sich ran. Was wäre denn zu tun? Leider gehen die derzeitigen Vorschläge genau in die falsche Richtung; Statt die private Vorsorge zu ermöglichen, soll sie noch unattraktiver gemacht werden.

Mein Buch Fürstengeld, Fiatgeld, Bitcoin – Wie Geld entsteht, einen Wert bekommt und wieder untergeht

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Mein Videokurs zu spieltheoretischem Verhandeln ist schon vorbestellbar, erscheint aber erst am 15. Dezember 2025.
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-Internationale Rentensysteme im Vergleich
Im globalen Vergleich zeigt sich, dass erfolgreiche Rentensysteme typischerweise auf mehreren Säulen aufbauen, um die Risiken des Umlage- und des Kapitaldeckungsverfahrens zu streuen.

Schwedens Modell: Das 1998 reformierte System kombiniert eine umlagefinanzierte Einkommensrente (16 % des pensionsfähigen Einkommens) mit einer kapitalgedeckten Prämienrente (2,5 % des Einkommens), die für alle Arbeitnehmer obligatorisch ist. Ein zentraler Erfolgsfaktor ist der staatliche Standardfonds AP7 Såfa, in dem Beiträge automatisch angelegt werden, wenn der Versicherte keine aktive Anlageentscheidung trifft. Dieser Fonds erzielte beachtliche Renditen (2024: 27,3 %) bei extrem niedrigen Verwaltungskosten von nur 0,1 %. Allerdings ist dieses System kein reines Aktienmodell; es wird ergänzt durch eine quasi-obligatorische betriebliche Altersvorsorge, die etwa 90 % der Beschäftigten abdeckt und entscheidend zum Gesamtrentenniveau von ca. 75 % beiträgt.

Das Schweizer Drei-Säulen-Modell: Dieses praxiserprobte Modell ist gleichermaßen durch seinen ausgewogenen Aufbau wie durch seine Verbreitung charakterisiert.

Staatliche Säule (AHV): Die erste Säule dient der existenziellen Grundabsicherung und ist ein Umlageverfahren.

Berufliche Vorsorge (BVG): Die zweite, kapitalgedeckte Säule ist für alle Arbeitnehmer obligatorisch und soll in Kombination mit der ersten Säule die gewohnte Lebenshaltung im Alter ermöglichen.

Private Vorsorge: Die dritte, freiwillige Säule wird steuerlich gefördert und dient der zusätzlichen Alterssicherung.

Chiles Pionierreform: Chile startete 1981 als erstes Land weltweit ein vollständig kapitalgedecktes Rentensystem mit individuellen Kapitalkonten. Die gemischten Erfahrungen zeigen die Stärken und Schwächen eines rein kapitalfundierten Ansatzes: Einerseits trug es zur Entwicklung der nationalen Kapitalmärkte bei, andererseits offenbarte es Probleme mit hohen Verwaltungskosten, unzureichender Absicherung für Geringverdiener und der vollen Aussetzung der Beitragszahlungen während wirtschaftlicher Krisen.



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-Internationale Rentensysteme im Vergleich
Im globalen Vergleich zeigt sich, dass erfolgreiche Rentensysteme typischerweise auf mehreren Säulen aufbauen, um die Risiken des Umlage- und des Kapitaldeckungsverfahrens zu streuen.

Schwedens Modell: Das 1998 reformierte System kombiniert eine umlagefinanzierte Einkommensrente (16 % des pensionsfähigen Einkommens) mit einer kapitalgedeckten Prämienrente (2,5 % des Einkommens), die für alle Arbeitnehmer obligatorisch ist. Ein zentraler Erfolgsfaktor ist der staatliche Standardfonds AP7 Såfa, in dem Beiträge automatisch angelegt werden, wenn der Versicherte keine aktive Anlageentscheidung trifft. Dieser Fonds erzielte beachtliche Renditen (2024: 27,3 %) bei extrem niedrigen Verwaltungskosten von nur 0,1 %. Allerdings ist dieses System kein reines Aktienmodell; es wird ergänzt durch eine quasi-obligatorische betriebliche Altersvorsorge, die etwa 90 % der Beschäftigten abdeckt und entscheidend zum Gesamtrentenniveau von ca. 75 % beiträgt.

Das Schweizer Drei-Säulen-Modell: Dieses praxiserprobte Modell ist gleichermaßen durch seinen ausgewogenen Aufbau wie durch seine Verbreitung charakterisiert.

Staatliche Säule (AHV): Die erste Säule dient der existenziellen Grundabsicherung und ist ein Umlageverfahren.

Berufliche Vorsorge (BVG): Die zweite, kapitalgedeckte Säule ist für alle Arbeitnehmer obligatorisch und soll in Kombination mit der ersten Säule die gewohnte Lebenshaltung im Alter ermöglichen.

Private Vorsorge: Die dritte, freiwillige Säule wird steuerlich gefördert und dient der zusätzlichen Alterssicherung.

Chiles Pionierreform: Chile startete 1981 als erstes Land weltweit ein vollständig kapitalgedecktes Rentensystem mit individuellen Kapitalkonten. Die gemischten Erfahrungen zeigen die Stärken und Schwächen eines rein kapitalfundierten Ansatzes: Einerseits trug es zur Entwicklung der nationalen Kapitalmärkte bei, andererseits offenbarte es Probleme mit hohen Verwaltungskosten, unzureichender Absicherung für Geringverdiener und der vollen Aussetzung der Beitragszahlungen während wirtschaftlicher Krisen.



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Diesmal trifft es die Intelligenten: KI macht uns alle arbeitslos (Interview Andreas Beck)

KI bringt einen noch schnelleren Wandel als das Internet. Über Börsenkurse und zukünftige Einkommen unterhalten sich Andreas Beck und Prof. Rieck.

Mein neuer Kurs über spieltheoretisches Verhandeln (Vorbestellungen):
https://www.rieck-verlag.de/verhandlungstraining



►WEITERE INFORMATIONEN VON TEAM RIECK:

Die digitale Transformation, verkörpert durch die Plattformökonomie, hat eine fundamentale Neuordnung ökonomischer Prinzipien bewirkt. Ihr zugrunde liegt ein doppelter Netzwerkeffekt: Der Wert einer Plattform steigt nichtlinear mit der Anzahl ihrer Nutzer auf beiden Marktseiten (Anbieter und Nachfrager). Dies induziert einen inherenten „Zug zum Monopol“ oder zumindest Oligopol, da der größte Player den höchsten Nutzen stiftet – ein Phänomen, das sich bei Meta, Amazon oder YouTube manifestiert. Die daraus resultierende Machtkonzentration verlagert die Wertschöpfung vom eigentlichen Gut (X) auf den Verteilungsmechanismus (N). Der Grenznutzen und damit der Preis einer digitalen Kopie strebt gegen Null, während sich die ökonomische und regulatorische Macht bei der Plattform konsolidiert, die Skaleneffekte und Netzwerkexternalitäten beherrscht.

Künstliche Intelligenz stellt die nächste evolutionäre Stufe dieses Paradigmas dar und wirkt zugleich als deren Katalysator und Destabilisator. Ihre disruptive Kraft liegt in der Kanibalisierung bisheriger digitaler Geschäftsmodelle. Durch die Generierung von Text, Code und Design nahezu ohne Grenzkosten entwertet sie standardisierte Software-as-a-Service-Lösungen und stellt die Rentabilität von Plattformen in Frage, deren Geschäftsmodell auf der Verknappung eben dieser Dienstleistungen basierte. In diesem Wettbewerb erweist sich Datenhoheit als der kritische Wettbewerbsvorteil. Die Qualität und Exklusivität von Trainingsdaten – ob proprietäre Unternehmensdaten von SAP oder Konsumentenwissn von Amazon – determiniert die Leistungsfähigkeit der KI-Modelle und bildet eine schwer imitierbare Ressource.

Die sektoralen Implikationen sind tiefgreifend. Routinisierbare Wissensarbeit – von Content-Erstellung über Standard-Juristerie bis hin zu Compliance – unterliegt einem massiven Automatisierungsdruck. Im Kontrast dazu gewinnen nicht-digitalisierbare Tätigkeiten an relativer Wertschöpfung: hochspezialisierte Handwerksleistungen und physische Produktion. Die neuen Gewinner sind die „Enabler“ der KI-Ökonomie, also Anbieter von Rechenleistung (Nvidia) und Energie. Die menschliche Arbeitskraft der Zukunft findet ihre komparativen Vorteile weniger in der Ausführung als in strategischer Kuratierung, kreativer Problemdefinition (Prompt Engineering) und komplexer Entscheidungsfindung auf Basis KI-generierter Optionen.

Philosophisch fundiert wird diese Entwicklung durch die Arbeit von Burbach und Höffe („Alles und Nichts“), die den Einfluss der binären Logik auf unsere Ökonomie analysieren. Die Reduktion auf 0 und 1 entkörperlicht das Denken und befördert die beschriebene Entwertung des Singulären zugunsten des Netzwerks. Eine daraus erwachsende Gefahr ist das Phänomen des „Model Collapse“ oder der „Digitalen Demenz“: Die rekursive Training von KI-Modellen auf synthetic data, also KI-generierten Inhalten, führt zu einem qualitativen Verfall und einer inzestiösen Abkopplung von der empirischen Realität.

Für den Anleger impliziert diese Volatilität und Unvorhersehbarkeit die strategische Priorität der Diversifikation. Eine breite Streuung via globaler Indexfonds ist einer spekulativen Wette auf vermeintliche Einzelgewinner überlegen. Die Beibehaltung einer Liquiditätsreserve („Kriegskasse“) sichert Handlungsfähigkeit in den unvermeidlichen Krisenphasen.

Gesellschaftspolitisch erfordert dies eine bildungspolitische Kehrtwende: Weg von reinem Faktenwissen, hin zur Förderung von kritischem Urteilsvermögen, Kreativität und der Fähigkeit zur symbiotischen Interaktion mit KI-Systemen.



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#profrieck #andreasbeck

Haftungsausschluss: Dies ist ein Bildungskanal, kein Finanz-, Recht- oder Medizinkanal. Der Inhalt meiner Videos bzw. Podcasts dient ausschließlich zur allgemeinen Information und ist kein finanzieller, juristischer oder medizinischer Rat oder gar eine persönliche Empfehlung. Informieren Sie sich bitte immer aus mehreren unabhängigen Quellen und suchen Sie professionellen Rat für Ihre Entscheidungen, insbesondere im Bereich der Investments oder der Medizin. Die geäußerten Meinungen stellen keinerlei Aufforderung zum Handeln dar. Sie ist keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Vermögenswerten aller Art, also insbesondere Wertpapieren oder Sachwerten. Sie ist auch keine Aufforderung zu irgendeiner Form der Selbsttherapie oder Selbstdiagnose. Bitte nehmen Sie diese Hinweise ernst.

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KI bringt einen noch schnelleren Wandel als das Internet. Über Börsenkurse und zukünftige Einkommen unterhalten sich Andreas Beck und Prof. Rieck.

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Die digitale Transformation, verkörpert durch die Plattformökonomie, hat eine fundamentale Neuordnung ökonomischer Prinzipien bewirkt. Ihr zugrunde liegt ein doppelter Netzwerkeffekt: Der Wert einer Plattform steigt nichtlinear mit der Anzahl ihrer Nutzer auf beiden Marktseiten (Anbieter und Nachfrager). Dies induziert einen inherenten „Zug zum Monopol“ oder zumindest Oligopol, da der größte Player den höchsten Nutzen stiftet – ein Phänomen, das sich bei Meta, Amazon oder YouTube manifestiert. Die daraus resultierende Machtkonzentration verlagert die Wertschöpfung vom eigentlichen Gut (X) auf den Verteilungsmechanismus (N). Der Grenznutzen und damit der Preis einer digitalen Kopie strebt gegen Null, während sich die ökonomische und regulatorische Macht bei der Plattform konsolidiert, die Skaleneffekte und Netzwerkexternalitäten beherrscht.

Künstliche Intelligenz stellt die nächste evolutionäre Stufe dieses Paradigmas dar und wirkt zugleich als deren Katalysator und Destabilisator. Ihre disruptive Kraft liegt in der Kanibalisierung bisheriger digitaler Geschäftsmodelle. Durch die Generierung von Text, Code und Design nahezu ohne Grenzkosten entwertet sie standardisierte Software-as-a-Service-Lösungen und stellt die Rentabilität von Plattformen in Frage, deren Geschäftsmodell auf der Verknappung eben dieser Dienstleistungen basierte. In diesem Wettbewerb erweist sich Datenhoheit als der kritische Wettbewerbsvorteil. Die Qualität und Exklusivität von Trainingsdaten – ob proprietäre Unternehmensdaten von SAP oder Konsumentenwissn von Amazon – determiniert die Leistungsfähigkeit der KI-Modelle und bildet eine schwer imitierbare Ressource.

Die sektoralen Implikationen sind tiefgreifend. Routinisierbare Wissensarbeit – von Content-Erstellung über Standard-Juristerie bis hin zu Compliance – unterliegt einem massiven Automatisierungsdruck. Im Kontrast dazu gewinnen nicht-digitalisierbare Tätigkeiten an relativer Wertschöpfung: hochspezialisierte Handwerksleistungen und physische Produktion. Die neuen Gewinner sind die „Enabler“ der KI-Ökonomie, also Anbieter von Rechenleistung (Nvidia) und Energie. Die menschliche Arbeitskraft der Zukunft findet ihre komparativen Vorteile weniger in der Ausführung als in strategischer Kuratierung, kreativer Problemdefinition (Prompt Engineering) und komplexer Entscheidungsfindung auf Basis KI-generierter Optionen.

Philosophisch fundiert wird diese Entwicklung durch die Arbeit von Burbach und Höffe („Alles und Nichts“), die den Einfluss der binären Logik auf unsere Ökonomie analysieren. Die Reduktion auf 0 und 1 entkörperlicht das Denken und befördert die beschriebene Entwertung des Singulären zugunsten des Netzwerks. Eine daraus erwachsende Gefahr ist das Phänomen des „Model Collapse“ oder der „Digitalen Demenz“: Die rekursive Training von KI-Modellen auf synthetic data, also KI-generierten Inhalten, führt zu einem qualitativen Verfall und einer inzestiösen Abkopplung von der empirischen Realität.

Für den Anleger impliziert diese Volatilität und Unvorhersehbarkeit die strategische Priorität der Diversifikation. Eine breite Streuung via globaler Indexfonds ist einer spekulativen Wette auf vermeintliche Einzelgewinner überlegen. Die Beibehaltung einer Liquiditätsreserve („Kriegskasse“) sichert Handlungsfähigkeit in den unvermeidlichen Krisenphasen.

Gesellschaftspolitisch erfordert dies eine bildungspolitische Kehrtwende: Weg von reinem Faktenwissen, hin zur Förderung von kritischem Urteilsvermögen, Kreativität und der Fähigkeit zur symbiotischen Interaktion mit KI-Systemen.



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Received — 21. November 2025 Prof. Dr. Christian Rieck

Mit Strategie und Spieltheorie im Depot!

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Spieltheorie im Depot? 🎲 Meine Strategie für ETF, Bitcoin & Co.

Ein großes Dankeschön an das Team von NorthernFinance für das äußerst spannende Gespräch! Wir haben uns tief in die Anwendung der Spieltheorie auf die private Geldanlage eingegraben.

In diesem Video analysieren wir das Investieren nicht als isolierte Entscheidung, sondern als ein Spiel, bei dem Zentralbanken und Regierungen mitspielen. Wir sprechen über:
▶️ Warum klassische Erwartungen oft falsch sind.
▶️ Meine persönliche Herangehensweise an das Portfolio.
▶️ Die optimale Gewichtung von MSCI World zu EM.
▶️ Die Rolle von Bitcoin als Absicherung.
▶️ Konkrete Tipps für die Anlage vor und in der Rente.

Wenn du verstehen willst, welche Züge in diesem Spiel wirklich sinnvoll sind, dann schau jetzt rein!

👉 Video ansehen: https://youtu.be/TJubQIqAwu4?si=8E4-yvjklAdeMH5e

(tr)
Received — 20. November 2025 Prof. Dr. Christian Rieck

Ist Cancel-Culture neu?

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Der Radikalenerlass & McCarthy-Ära: Zwei historische Manifestationen eines spieltheoretischen Grundmusters

Aus spieltheoretischer Perspektive zeigen sowohl der deutsche Radikalenerlass (1972) als auch die US-amerikanische McCarthy-Ära verblüffend ähnliche strategische Dynamiken:

Beide Konstellationen etablierten Screening-Spiele mit unvollständiger Information, in denen:

Der Staat als Principal durch Loyalitätstests versuchte, verborgene Präferenzen („Extremismus“) aufzudecken

Akteure durch Signaling ihre politische Unbedenklichkeit beweisen mussten

False Positive-Raten systematisch unterschätzt wurden

Die resultierenden Gleichgewichte waren durch übermäßige Vorsicht geprägt: Bereits der Verdacht ideologischer Abweichung führte zum Ausschluss - ein klassisches Separating Equilibrium mit ineffizient hohen Transaktionskosten.

Interessant ist die Zeitinconsistenz: Während die Maßnahmen initial als rationale Sicherheitsvorkehrungen erschienen, erwiesen sie sich ex post als institutionell pathologisch, da sie:

Innovation durch konforme Meinungsäußerung beschränkten

Eine Kultur der risikoaversen Selbstzensur etablierten

Den staatlichen Apparat langfristig schwächten

Die historischen Parallelen demonstrieren ein fundamentales Prinzip: Sicherheits- und Loyalitätskontrollen neigen dazu, ihr eigenes Effizienzversprechen zu untergraben, sobald sie einen kritischen Schwellenwert überschreiten.

Für moderne Organisationen bleibt die Erkenntnis relevant: Überwachungs- und Screening-Mechanismen unterliegen dem Gesetz des abnehmenden Grenznutzens - und können bei Überdosierung die gleichen Pathologien produzieren, die sie eigentlich bekämpfen sollten.
Received — 17. November 2025 Prof. Dr. Christian Rieck

Cancel Culture von Links und Rechts

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Cancel Culture als spieltheoretisches Gleichgewicht: Eine Analyse strategischer Dynamiken

Die sogenannte "Cancel Culture" stellt kein neues Phänomen dar, sondern manifestiert ein altbekanntes spieltheoretisches Problem in digital skalierter Form. Als Spieltheoretiker analysiere ich dieses Sozialsystem durch die Linse strategischer Interaktionen mit multiplen Gleichgewichten.

Die Grundstruktur des Cancel-Spiels:

Akteure: Initiatoren, Verstärker, Zielperson und Publikum

Strategien: Angriff, Verteidigung, Schweigen, Unterstützung

Auszahlungen: Reputationsgewinn/-verlust, soziale Positionierung

Das zentrale Dilemma:
Cancel Culture operiert als Koordinationsspiel mit Pareto-inferiorem Gleichgewicht. Während einzelne Akteure rational handeln (Reputationsmaximierung, Risikominimierung), entsteht kollektiv ein suboptimales Outcome für die Wissensproduktion und Diskursvielfalt.

Strategische Äquivalente:
Die im Transkript beschriebenen Muster - "Twix-Prinzip" (strategisches Umbenennen) und "Strategie 16" (Scheinrückzug) - finden sich in Cancel-Dynamiken wieder:

Moralische Begründungen als Koordinationssignale

Tactical Ignorance als rationale Antwort auf hohe Transaktionskosten

Reputationskaskaden als Nash-Gleichgewicht in wiederholten Spielen

Psychologische Mechanismen:
Zeitinkonsistenz erklärt, warum Akteure kurzfristige Reputationsgewinne über langfristige Diskursqualität stellen. Die Optimismusverzerrung führt zur Unterschätzung eigener Betroffenheit.

Lösungsansätze:
Echtes Gegensteuern erfordert die Veränderung der Anreizstruktur:

Erhöhung der Kosten für unbegründete Angriffe

Institutionelle Mechanismen zur Rehabilitierung

Schaffung alternauer Reputationspfade

Die tragedy of the commons im Diskursraum lässt sich nur durch bewusste Gestaltung der Spielregeln überwinden. Organisationen, die verstehen, dass sie langfristig selbst zu Zielen werden können, sollten strategisch in robuste Diskursnormen investieren.
Received — 14. November 2025 Prof. Dr. Christian Rieck

Trump-Rede manipuliert: Das Ende der BBC?

Das Gegenstück zum öffentlich-rechtlichen Fernsehen in England, die BBC, ist beim bewussten Manipulieren erwischt worden, und zwei Führungskräfte mussten zurücktreten. Dieses Video geht auf die Unternehmenskultur und die Strukturen ein, die zu solchen Manipulationen führen.



STOPP: Bitte schicken Sie keine Mails an meine Uni-Adresse! Diese Adresse ist ausschließlich für dienstliche Angelegenheiten vorgesehen.

Mein Videokurs ist schon vorbestellbar, erscheint aber erst am 15. Dezember 2025.
https://www.rieck-verlag.de/verhandlungstraining (derzeit noch zum Sonderpreis)

Quelle 1: https://x.com/JochenBittner/status/1988576499851837827?s=20


Die 36 Strategeme der Krise:
Print: https://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B089CZ3Y6R/ref=nosim/christianriec-21
Als Hörbuch: https://payhip.com/b/4nBZl



►WEITERE INFORMATIONEN VON TEAM RIECK:


Die analysierten BBC-Vorfälle offenbaren ein fundamentales Principal-Agent-Problem in Medienorganisationen, das durch mangelhafte Anreizstrukturen eskaliert. Zwei distinkte Fälle – der Diana-Interview-Skandal (2021, Dyson-Bericht) und die Trump-Reden-Manipulation – demonstrieren dieselbe pathologische Organisationsdynamic: Die Erosion journalistischer Normen zugunsten kurzfristiger Agenda-Durchsetzung.

Aus spieltheoretischer Perspektive zeigt sich ein klares Versagen des Mechanism Design. Die intendierte Anreizstruktur – Wahrheitsfindung als öffentliches Gut – wurde durch suboptimale Gleichgewichte verdrängt, in denen reputationale Externalitäten nicht internalisiert werden. Die Coase'sche Transaktionskostentheorie erklärt hier die Organisationsbildung, doch die organisationale Rentenzersetzung durch kulturellen Wandel unterminiert diesen Effizienzvorteil.

Die historische Reputation der BBC als "Vertrauensgut" basierte auf ihrer Fähigkeit, während des Zweiten Weltkriegs als kredible Institution gegen Propaganda zu wirken. Der aktuelle Reputationsverlust illustriert die Irreversibilität von Vertrauenskapital bei systematischer Missachtung institutioneller Schutzmechanismen.

Psychologisch manifestiert sich dies durch Bagatellisierungsstrategien und Täter-Opfer-Umkehr – klassische Abwehrmechanismen, die in Principal-Agent-Beziehungen mit unzureichender Monitoring-Infrastruktur gedeihen. Die resultierende kognitive Dissonanz führt zu suboptimalem Krisenmanagement, analog zu corporate governance-Versagen bei VW oder Wirecard.

Die essentielle Erkenntnis: Organisationskultur fungiert als informeller Enforcement-Mechanismus, dessen Zusammenbruch trotz formal intakter Hierarchien zu systematischem Institutionenversagen führt. Die Lösung liegt nicht in zusätzlicher Regulation, sondern im Redesign intrinsischer Anreizstrukturen, die individuelles Rationalverhalten mit kollektiv-optimalen Outcomes in Einklang bringen.



►WEITERES VON CHRISTIAN RIECK:

○YouTube: https://www.youtube.com/c/ProfRieck?sub_confirmation=1
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#trump #bbc #doku

Haftungsausschluss: Dies ist ein Bildungskanal, kein Finanz-, Recht- oder Medizinkanal. Der Inhalt meiner Videos bzw. Podcasts dient ausschließlich zur allgemeinen Information und ist kein finanzieller, juristischer oder medizinischer Rat oder gar eine persönliche Empfehlung. Informieren Sie sich bitte immer aus mehreren unabhängigen Quellen und suchen Sie professionellen Rat für Ihre Entscheidungen, insbesondere im Bereich der Investments oder der Medizin. Die geäußerten Meinungen stellen keinerlei Aufforderung zum Handeln dar. Sie ist keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Vermögenswerten aller Art, also insbesondere Wertpapieren oder Sachwerten. Sie ist auch keine Aufforderung zu irgendeiner Form der Selbsttherapie oder Selbstdiagnose.

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Das Gegenstück zum öffentlich-rechtlichen Fernsehen in England, die BBC, ist beim bewussten Manipulieren erwischt worden, und zwei Führungskräfte mussten zurücktreten. Dieses Video geht auf die Unternehmenskultur und die Strukturen ein, die zu solchen Manipulationen führen.



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Aus spieltheoretischer Perspektive zeigt sich ein klares Versagen des Mechanism Design. Die intendierte Anreizstruktur – Wahrheitsfindung als öffentliches Gut – wurde durch suboptimale Gleichgewichte verdrängt, in denen reputationale Externalitäten nicht internalisiert werden. Die Coase'sche Transaktionskostentheorie erklärt hier die Organisationsbildung, doch die organisationale Rentenzersetzung durch kulturellen Wandel unterminiert diesen Effizienzvorteil.

Die historische Reputation der BBC als "Vertrauensgut" basierte auf ihrer Fähigkeit, während des Zweiten Weltkriegs als kredible Institution gegen Propaganda zu wirken. Der aktuelle Reputationsverlust illustriert die Irreversibilität von Vertrauenskapital bei systematischer Missachtung institutioneller Schutzmechanismen.

Psychologisch manifestiert sich dies durch Bagatellisierungsstrategien und Täter-Opfer-Umkehr – klassische Abwehrmechanismen, die in Principal-Agent-Beziehungen mit unzureichender Monitoring-Infrastruktur gedeihen. Die resultierende kognitive Dissonanz führt zu suboptimalem Krisenmanagement, analog zu corporate governance-Versagen bei VW oder Wirecard.

Die essentielle Erkenntnis: Organisationskultur fungiert als informeller Enforcement-Mechanismus, dessen Zusammenbruch trotz formal intakter Hierarchien zu systematischem Institutionenversagen führt. Die Lösung liegt nicht in zusätzlicher Regulation, sondern im Redesign intrinsischer Anreizstrukturen, die individuelles Rationalverhalten mit kollektiv-optimalen Outcomes in Einklang bringen.



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Received — 12. November 2025 Prof. Dr. Christian Rieck
Received — 08. November 2025 Prof. Dr. Christian Rieck

So gnadenlos will die EU das Bargeld abschaffen (und keiner redet darüber).

Bargeld steht kurz vor der De-facto-Abschaffung. Unterzeichnen Sie die Petition unter https://www.bargelderhalt.eu und teilen Sie dieses Video mit Freunden und Bekannten. Es ist die letzte Chance, Einfluss auf die Diskussion zu nehmen!

►Petition für den Erhalt des Bargelds: https://www.bargelderhalt.eu


ANHÄNGE/FACHAUFSÄTZE

13 Punkte zur Verbesserung der EU-Bargeld-Verordnung in Deutsch: https://www.bargelderhalt.info/dok-verbesserung-vo
13 Punkte zur Verbesserung der EU-Bargeld-Verordnung in Englisch: https://wwwbargelderhalt.info/doc-improving-regulation


Ungleichbehandlung des Bargelds gegenüber dem Digitalen Euro in Deutsch: https://www.bargelderhalt.info/dok-ungleichbehandlung
Ungleichbehandlung des Bargelds gegenüber dem Digitalen Euro in Englisch: https://www.bargelderhalt.info/doc-unequal-e-euro


Einzelhändler und Dienstleister schaffen das Bargeld ab – auch unter der geplanten EU-Bargeld-Verordnung? In Deutsch: https://www.Bargelderhalt.info/dok-kein-bargeld-schild
Einzelhändler und Dienstleister schaffen das Bargeld ab – auch unter der geplanten EU-Bargeld-Verordnung? In Englisch (bald verfügbar): https://www.bargelderhalt.info/doc-no-cash-sign


Akzeptanz-Vorschriften für Bargeld in Europa in Deutsch: https://www.bargelderhalt.info/dok-europa-vergleich
Akzeptanz-Vorschriften für Bargeld in Europa in Englisch (bald verfügbar): https://www.bargelderhalt.info/doc-regulations-europe


Petition für den Erhalt des Bargelds: https://www.bargelderhalt.eu

Wollen Sie wissen, wie Geld konstruiert ist? Mein neues Buch: Fürstengeld, Fiatgeld, Bitcoin: Wie Geld entsteht, einen Wert bekommt und wieder untergeht:
https://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3924043973/ref=nosim/christianriec-21
https://www.westarp-bs.de/978-3-924043-97-1-fuerstengeld-fiatgeld-bitcoin?search=F%C3%BCrstengeld&description=1



►WEITERE INFORMATIONEN VON TEAM RIECK:

Der digitale Euro stellt als digitale Zentralbankwährung (CBDC) eine evolutionäre Weiterentwicklung des europäischen Währungsraums dar. Es handelt sich um ein digitales Zentralbankgeld, das als gesetzliches Zahlungsmittel der EZB den physischen Euro ergänzen – nicht ersetzen – soll. Die primären Ziele liegen in der Sicherung der geldpolitischen Souveränität gegenüber privaten Digitalwährungen und der Gewährleistung eines kostenfreichen, zugänglichen digitalen Zahlungsmittels. Laut EZB-Dokumentation soll Bargeld parallel weiterbestehen.

Aktuell durchlaufen die Verordnungsvorschläge das ordentliche Gesetzgebungsverfahren der EU, wobei der Wirtschafts- und Währungsausschuss (ECON) des Europäischen Parlaments eine zentrale Rolle einnimmt. Innerhalb dieses Gremiums zeigen sich divergierende Positionen: Während Akteure wie Evelyne Gebhardt die Barrierefreiheit betonen, vertreten andere wie Lúčka Žitňanská liberalisierte Ansätze. Der ECON-Ausschuss fungiert gegenwärtig als entscheidende Schaltstelle für die technische Ausgestaltung.

Beim Vergleich zeigen sich komplementäre Vorzüge: Bargeld gewährleistet physische Souveränität, vollständige Transaktionsanonymität und systemische Resilienz bei Infrastrukturausfällen. Seine Nachteile sind die hohen Handlingkosten (0,5-1,5% des BIP) und Ineffizienzen im Massenzahlungsverkehr. Der digitale Euro bietet demgegenüber programmierbare Funktionalitäten, reduzierte Transaktionskosten und finanzielle Inklusion durch Low-Cost-Infrastruktur. Als kritische Defizite verbleiben die Abhängigkeit von technologischer Infrastruktur und datenschutzrechtliche Vulnerabilitäten.


Die technologische Resilienz des Bargelds bleibt wichtig für das Gesamtsystem: Bei Cyberangriffen, flächendeckenden Stromausfällen oder IT-Infrastrukturausfällen stellt es das einzige funktionsfähige Zahlungsmittel dar. Der digitale Euro plant zwar mehrstufige Datenschutzmechanismen (PSPs als Datentreuhänder, begrenzte Sichtbarkeit für die EZB), kann jedoch die vollständige Anonymität physischen Geldes nicht replizieren. Die Architektur sieht bewusst Offline-Fähigkeit vor, bleibt aber grundsätzlich an elektrische Infrastruktur gebunden.



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Ungleichbehandlung des Bargelds gegenüber dem Digitalen Euro in Deutsch: https://www.bargelderhalt.info/dok-ungleichbehandlung
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Aktuell durchlaufen die Verordnungsvorschläge das ordentliche Gesetzgebungsverfahren der EU, wobei der Wirtschafts- und Währungsausschuss (ECON) des Europäischen Parlaments eine zentrale Rolle einnimmt. Innerhalb dieses Gremiums zeigen sich divergierende Positionen: Während Akteure wie Evelyne Gebhardt die Barrierefreiheit betonen, vertreten andere wie Lúčka Žitňanská liberalisierte Ansätze. Der ECON-Ausschuss fungiert gegenwärtig als entscheidende Schaltstelle für die technische Ausgestaltung.

Beim Vergleich zeigen sich komplementäre Vorzüge: Bargeld gewährleistet physische Souveränität, vollständige Transaktionsanonymität und systemische Resilienz bei Infrastrukturausfällen. Seine Nachteile sind die hohen Handlingkosten (0,5-1,5% des BIP) und Ineffizienzen im Massenzahlungsverkehr. Der digitale Euro bietet demgegenüber programmierbare Funktionalitäten, reduzierte Transaktionskosten und finanzielle Inklusion durch Low-Cost-Infrastruktur. Als kritische Defizite verbleiben die Abhängigkeit von technologischer Infrastruktur und datenschutzrechtliche Vulnerabilitäten.


Die technologische Resilienz des Bargelds bleibt wichtig für das Gesamtsystem: Bei Cyberangriffen, flächendeckenden Stromausfällen oder IT-Infrastrukturausfällen stellt es das einzige funktionsfähige Zahlungsmittel dar. Der digitale Euro plant zwar mehrstufige Datenschutzmechanismen (PSPs als Datentreuhänder, begrenzte Sichtbarkeit für die EZB), kann jedoch die vollständige Anonymität physischen Geldes nicht replizieren. Die Architektur sieht bewusst Offline-Fähigkeit vor, bleibt aber grundsätzlich an elektrische Infrastruktur gebunden.



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Received — 05. November 2025 Prof. Dr. Christian Rieck
Received — 01. November 2025 Prof. Dr. Christian Rieck

Porsche: Das Ende einer Legende

Porsche verzeichnet einen dramatischen Umsatz- und Gewinnrückgang. Die einen sind sich sicher, dass Porsche die Elektromobilität verschlafen hat, die anderen sind sich sicher, dass ein E-Porsche nicht funktionieren kann und die Entwicklungskosten Teil des Problems sind.

STOPP: Bitte schicken Sie keine Mails an meine Uni-Adresse! Diese Adresse ist ausschließlich für dienstliche Angelegenheiten vorgesehen.

Mein Videokurs über spieltheoretisches Verhandeln ist schon vorbestellbar, erscheint aber erst am 15. Dezember 2025.
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Derzeit noch mit 25% Rabatt.

Mein letztes Buch Fürstengeld, Fiatgeld, Bitcoin – Wie Geld entsteht, einen Wert bekommt und wieder untergeht
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Die 36 Strategeme:
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Als Hörbuch: https://payhip.com/b/4nBZl


Wollen Sie bessere Präsentationen halten?
Von PowerPoint zum Kraftpunkt - Aus dem Nähkästchen eines Keynote-Speakers:
Print: http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B0755L1RJJ/ref=nosim/christianriec-21


Von mir erwähnte Produkte finden Sie hier: https://www.amazon.de/shop/profrieck
Dort sind auch ein paar andere Produkte, die ich empfehle (ich bin Buch- und Technik-Junkie;-)
Hier sind Affiliate-Links dabei, bei denen eine kleine Provision gezahlt wird, ohne dass Sie mehr bezahlen. Vielen Dank, falls Sie diese Links nutzen!



►WEITERE INFORMATIONEN VON TEAM RIECK:


Porsche durchlebt eine tiefgreifende Krise, die in harten Zahlen fassbar wird. In den ersten drei Quartalen 2025 brach der Gewinn nach Steuern um 95,9 Prozent auf nur noch 114 Millionen Euro ein. Verantwortlich dafür sind milliardenschwere Sonderkosten in Höhe von 2,7 Milliarden Euro für einen fulminanten Strategiewandel: Das Unternehmen hat seine ambitionierten Elektroziele gestrichen und setzt stattdessen wieder auf ein „Verbrenner-Comeback“ bis weit ins nächste Jahrzehnt, womit es für 2025 mit weiteren Sonderkosten von 3,1 Milliarden Euro rechnet.

Der Absatz sank insgesamt um 6 Prozent auf etwa 215.500 Fahrzeuge, wobei der Einbruch auf dem entscheidendn Chinamarkt mit -26 Prozent (32.200 Fahrzeuge) besonders ins Gewicht fällt. Dies verdeutlicht, dass Porsche sich in einem spieltheoretischen „Innovator's Dilemma“ befindet: Das hochprofitabile Kerngeschäft mit Verbrennern zu kanibalisieren, um im Elektrobereich Fuß zu fassen, ist eine fast unlösbare Aufgabe, während neue Mitbewerber ohne diese Altlasten agieren können.


Die Elektrifizierung erzwingt eine fundamentale Neudefinition des Geschäftsmodells.
Bedrohtes After-Sales-Geschäft: Das traditionelle, margenstarke Geschäft mit Ersatzteilen und Wartung schrumpft, da Elektroautos deutlich weniger bewegliche Teile benötigen .

Neue Wertschöpfung: Ersatz müssen neue Einnahmequellen wie Abo-Dienste für Software oder Leistungs-Upgrades schaffen – ein Feld, auf dem Tesla bereits Pionierarbeit geleistet hat.
Hohe Investitionen: Gleichzeitig erfordert die „Plattform-Strategie“ (z.B. die PPE-Plattform mit VW) extrem kapitalintensive und langfristige Investitionen .


Die Krise wird durch einen tiefgreifenden kulturellen und generationellen Wandel verstärkt.
Verblassendes Statussymbol: Der Besitz eines hochwertigen Autos verliert insbesondere in der Generation Z als zentrales Statussymbol an Bedeutung.
Neue „Coolness“: Tesla ist es gelungen, „Coolness“ neu zu definieren – weg von handwerklicher Mechanik hin zu Technikgläubigkeit, Software und Zukunftsoffenheit.

Paradoxon für Luxusmarken: Dieser Wandel führt für eine Luxusmarke wie Porsche zu einem fundamentalen Paradoxon: Mit Argumenten der Vernunft wie Nachhaltigkeit und Effizienz zu werben, untergräbt das emotionale, auf Exklusivität und Leistung basierende Fundament der Marke.

Diese Verschiebungen wirken sich global unterschiedlich aus, treffen Porsche aber auf seinem einst größten Einzelmarkt, China, mit voller Wucht. Der Luxusmarkt ist dort „komplett eingebrochen“. Zudem konkurriert Porsche mit technikaffinen, heimischen Herstellern, deren Angebote besser auf lokale Komfort- und Unterhaltungsbedürfnisse zugeschnitten sind, wodurch der traditionelle „German Engineering“-Bonus an Strahlkraft verliert.



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Porsche verzeichnet einen dramatischen Umsatz- und Gewinnrückgang. Die einen sind sich sicher, dass Porsche die Elektromobilität verschlafen hat, die anderen sind sich sicher, dass ein E-Porsche nicht funktionieren kann und die Entwicklungskosten Teil des Problems sind.

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Porsche durchlebt eine tiefgreifende Krise, die in harten Zahlen fassbar wird. In den ersten drei Quartalen 2025 brach der Gewinn nach Steuern um 95,9 Prozent auf nur noch 114 Millionen Euro ein. Verantwortlich dafür sind milliardenschwere Sonderkosten in Höhe von 2,7 Milliarden Euro für einen fulminanten Strategiewandel: Das Unternehmen hat seine ambitionierten Elektroziele gestrichen und setzt stattdessen wieder auf ein „Verbrenner-Comeback“ bis weit ins nächste Jahrzehnt, womit es für 2025 mit weiteren Sonderkosten von 3,1 Milliarden Euro rechnet.

Der Absatz sank insgesamt um 6 Prozent auf etwa 215.500 Fahrzeuge, wobei der Einbruch auf dem entscheidendn Chinamarkt mit -26 Prozent (32.200 Fahrzeuge) besonders ins Gewicht fällt. Dies verdeutlicht, dass Porsche sich in einem spieltheoretischen „Innovator's Dilemma“ befindet: Das hochprofitabile Kerngeschäft mit Verbrennern zu kanibalisieren, um im Elektrobereich Fuß zu fassen, ist eine fast unlösbare Aufgabe, während neue Mitbewerber ohne diese Altlasten agieren können.


Die Elektrifizierung erzwingt eine fundamentale Neudefinition des Geschäftsmodells.
Bedrohtes After-Sales-Geschäft: Das traditionelle, margenstarke Geschäft mit Ersatzteilen und Wartung schrumpft, da Elektroautos deutlich weniger bewegliche Teile benötigen .

Neue Wertschöpfung: Ersatz müssen neue Einnahmequellen wie Abo-Dienste für Software oder Leistungs-Upgrades schaffen – ein Feld, auf dem Tesla bereits Pionierarbeit geleistet hat.
Hohe Investitionen: Gleichzeitig erfordert die „Plattform-Strategie“ (z.B. die PPE-Plattform mit VW) extrem kapitalintensive und langfristige Investitionen .


Die Krise wird durch einen tiefgreifenden kulturellen und generationellen Wandel verstärkt.
Verblassendes Statussymbol: Der Besitz eines hochwertigen Autos verliert insbesondere in der Generation Z als zentrales Statussymbol an Bedeutung.
Neue „Coolness“: Tesla ist es gelungen, „Coolness“ neu zu definieren – weg von handwerklicher Mechanik hin zu Technikgläubigkeit, Software und Zukunftsoffenheit.

Paradoxon für Luxusmarken: Dieser Wandel führt für eine Luxusmarke wie Porsche zu einem fundamentalen Paradoxon: Mit Argumenten der Vernunft wie Nachhaltigkeit und Effizienz zu werben, untergräbt das emotionale, auf Exklusivität und Leistung basierende Fundament der Marke.

Diese Verschiebungen wirken sich global unterschiedlich aus, treffen Porsche aber auf seinem einst größten Einzelmarkt, China, mit voller Wucht. Der Luxusmarkt ist dort „komplett eingebrochen“. Zudem konkurriert Porsche mit technikaffinen, heimischen Herstellern, deren Angebote besser auf lokale Komfort- und Unterhaltungsbedürfnisse zugeschnitten sind, wodurch der traditionelle „German Engineering“-Bonus an Strahlkraft verliert.



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Received — 25. Oktober 2025 Prof. Dr. Christian Rieck

„Sie sollten vorsichtiger sein, wenn Sie etwas posten.“

Schon wieder eine Hausdurchsuchung wegen eines Tweets. Diesmal trifft es den bekannten Medienwissenschaftler Norbert Bolz wegen eines Satzes, den selbst der Spiegel und die TAZ als Überschrift verwendt hatten. Selbst Ricarda Lang ist entsetzt.


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Quellen:

[1]: https://taz.de/Durchsuchung-wegen-Tweet/!6123842/
[2]: https://taz.de/Deutschland-erwache/!1349848/
[3] https://www.spiegel.de/politik/deutschland-erwache-a-8c6ec319-0002-0001-0000-000145529181 
Noch ein Beispiel:
[4]: https://x.com/Ricarda_Lang/status/1981378212614574491
[5]: https://x.com/FabioDeMasi/status/1981384738364346467
Motivated Reasoning: https://de.wikipedia.org/wiki/Motivated_Reasoning
[6]: https://x.com/DrLuetke/status/1981360407551102997
[7]: https://x.com/janfleischhauer/status/1981406515207471132
[8] https://x.com/GretLauken/status/1981647914410856920
[9] https://x.com/HoellnerFranz/status/1981435021811732714
Zur Aussage bei 11:40: https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Downloads/DE/2000/11/rk20001103_1bvr058100.pdf?__blob=publicationFile&v=1

Zur Gleichbehandlung:
https://x.com/Haintz_MediaLaw/status/1981502115886293077


Mein neues Buch Fürstengeld, Fiatgeld, Bitcoin – Wie Geld entsteht, einen Wert bekommt und wieder untergeht
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Die 36 Strategeme:
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►WEITERE INFORMATIONEN VON TEAM RIECK:


⚖️ Juristische Grundlagen: Die Spielregeln der Strafverfolgung

1. Hausdurchsuchung (StPO §§ 102 ff.) – Der „Eingriffszug“ im Rechtsspiel
Eine Hausdurchsuchung ist ein drastischer Zug im Spiel zwischen Staat und Individuum. Die Spielregeln (§§ 102 ff. StPO) erlauben ihn nur unter engen Voraussetzungen:

Anfangsverdacht: Es muss eine plausible Grundlage – Tatverdacht – für die Annahme geben, dass eine Straftat begangen wurde. Dies ist die Eintrittskarte in das Ermittlungsverfahren.
Erheblichkeit der Durchsuchung: Der Zug muss einen positiven Erwartungswert haben. Es muss eine hinreichnd große Wahrscheinlichkeit bestehen, dass die Durchsuchung Beweismittel ans Licht bringt (Beweiserheblichkeit).
Verhältnismäßigkeit: Die erwartete „Auszahlung“ (Beweisgewinn) muss die enormen „Kosten“ (Eingriff in Grundrechte) überwiegen.

2. „Dringende Beweissicherung“ – Das Gefangenendilemma der Beweismittel
Der Begriff „dringend“ ist der Schlüssel. Spieltheoretisch modelliert er eine Situation, in der der Staat befürchten muss, dass Beweise in einen Zustand der „Nicht-Kooperation“ übergehen – also vernichtet, versteckt oder manipuliert werden. Die Dringlichkeit ist gegeben, wenn die strategische Erwartung hoch ist, dass der Beschuldigte oder ein Dritter den Zug macht, um den Beweiswert zu zerstören, sobald er von den Ermittlungen erfährt. Bei einem über ein Jahr alten, öffentlichen Tweet ist diese strategische Dringlichkeit ein schwaches Argument; die Beweise (der Tweet selbst) sind bereits in der öffentlichen Domäne und können nicht mehr „vernichtet“ werden, ohne dass alle Spieler (die Öffentlichkeit) dies bemerken. Deshalb wird hier mit der Möglichkeit argumentiert, dass der Ursprung des Tweets geleugnet werden könnte.

3. Richtervorbehalt – Der neutrale Schiedsrichter
Der Richtervorbehalt ist eine Institution zur Lösung eines Principal-Agent-Problems. Der Souverän (Principal) gibt der Exekutive (Agent) Macht, möchte aber Missbrauch verhindern. Die Lösung: Ein neutraler Dritter (Richter) muss den Zug (Hausdurchsuchung) autorisieren. Dies schafft ein Gleichgewicht, in dem die Exekutive ihre Anträge auf solide strategische Überlegungen stützen muss. Wenn dieser Schiedsrichter jedoch routinemäßig jeden Antrag durchwinkt, ohne die strategische Logik zu prüfen, kollabiert das Gleichgewicht. Die Institution wird wertlos, und das Spiel kippt zugunsten des Agenten. Als wichtige Ergänzung müsste es Kosten für unberechtigte Anträge geben.



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💾

Schon wieder eine Hausdurchsuchung wegen eines Tweets. Diesmal trifft es den bekannten Medienwissenschaftler Norbert Bolz wegen eines Satzes, den selbst der Spiegel und die TAZ als Überschrift verwendt hatten. Selbst Ricarda Lang ist entsetzt.


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Quellen:

[1]: https://taz.de/Durchsuchung-wegen-Tweet/!6123842/
[2]: https://taz.de/Deutschland-erwache/!1349848/
[3] https://www.spiegel.de/politik/deutschland-erwache-a-8c6ec319-0002-0001-0000-000145529181 
Noch ein Beispiel:
[4]: https://x.com/Ricarda_Lang/status/1981378212614574491
[5]: https://x.com/FabioDeMasi/status/1981384738364346467
Motivated Reasoning: https://de.wikipedia.org/wiki/Motivated_Reasoning
[6]: https://x.com/DrLuetke/status/1981360407551102997
[7]: https://x.com/janfleischhauer/status/1981406515207471132
[8] https://x.com/GretLauken/status/1981647914410856920
[9] https://x.com/HoellnerFranz/status/1981435021811732714
Zur Aussage bei 11:40: https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Downloads/DE/2000/11/rk20001103_1bvr058100.pdf?__blob=publicationFile&v=1

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⚖️ Juristische Grundlagen: Die Spielregeln der Strafverfolgung

1. Hausdurchsuchung (StPO §§ 102 ff.) – Der „Eingriffszug“ im Rechtsspiel
Eine Hausdurchsuchung ist ein drastischer Zug im Spiel zwischen Staat und Individuum. Die Spielregeln (§§ 102 ff. StPO) erlauben ihn nur unter engen Voraussetzungen:

Anfangsverdacht: Es muss eine plausible Grundlage – Tatverdacht – für die Annahme geben, dass eine Straftat begangen wurde. Dies ist die Eintrittskarte in das Ermittlungsverfahren.
Erheblichkeit der Durchsuchung: Der Zug muss einen positiven Erwartungswert haben. Es muss eine hinreichnd große Wahrscheinlichkeit bestehen, dass die Durchsuchung Beweismittel ans Licht bringt (Beweiserheblichkeit).
Verhältnismäßigkeit: Die erwartete „Auszahlung“ (Beweisgewinn) muss die enormen „Kosten“ (Eingriff in Grundrechte) überwiegen.

2. „Dringende Beweissicherung“ – Das Gefangenendilemma der Beweismittel
Der Begriff „dringend“ ist der Schlüssel. Spieltheoretisch modelliert er eine Situation, in der der Staat befürchten muss, dass Beweise in einen Zustand der „Nicht-Kooperation“ übergehen – also vernichtet, versteckt oder manipuliert werden. Die Dringlichkeit ist gegeben, wenn die strategische Erwartung hoch ist, dass der Beschuldigte oder ein Dritter den Zug macht, um den Beweiswert zu zerstören, sobald er von den Ermittlungen erfährt. Bei einem über ein Jahr alten, öffentlichen Tweet ist diese strategische Dringlichkeit ein schwaches Argument; die Beweise (der Tweet selbst) sind bereits in der öffentlichen Domäne und können nicht mehr „vernichtet“ werden, ohne dass alle Spieler (die Öffentlichkeit) dies bemerken. Deshalb wird hier mit der Möglichkeit argumentiert, dass der Ursprung des Tweets geleugnet werden könnte.

3. Richtervorbehalt – Der neutrale Schiedsrichter
Der Richtervorbehalt ist eine Institution zur Lösung eines Principal-Agent-Problems. Der Souverän (Principal) gibt der Exekutive (Agent) Macht, möchte aber Missbrauch verhindern. Die Lösung: Ein neutraler Dritter (Richter) muss den Zug (Hausdurchsuchung) autorisieren. Dies schafft ein Gleichgewicht, in dem die Exekutive ihre Anträge auf solide strategische Überlegungen stützen muss. Wenn dieser Schiedsrichter jedoch routinemäßig jeden Antrag durchwinkt, ohne die strategische Logik zu prüfen, kollabiert das Gleichgewicht. Die Institution wird wertlos, und das Spiel kippt zugunsten des Agenten. Als wichtige Ergänzung müsste es Kosten für unberechtigte Anträge geben.



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Received — 18. Oktober 2025 Prof. Dr. Christian Rieck

Alarmstufe rot beim Rundfunk: Urteil gegen unbedingte Zwangsgebühren

Roland Schatz von Media Tenor im Interview: Ein aktuelles höchstrichterliches Urteil bestätigt jetzt, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk die inhaltliche Programmzusammensetzung transparent muss. Wenn über einen längeren Zeitraum ein erhebliches Missverhältnis auftritt, kann potenziell der Rundfunkbeitrag ungerechtfertigt sein. Dies nachzuweisen erschien dem Gericht eine hohe Hürde; sie kann aber genommen werden, weil es Medieninhaltsforschung gibt, die regelmäßig die relevanten Inhalte erhebt.

Das erwähnte Buch: https://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3800519984/ref=nosim/christianriec-21

Derzeit gratis als PDF: http://de.mediatenor.com/images/Mahrenholz_WhitePaper_Web.pdf

Media-Tenor: http://de.mediatenor.com/de

Das am Ende erwähnte Spiel: https://www.swr.de/unternehmen/kommunikation/gaming-green-guardians-vr-2024-102.html (danke für die Recherche, Arbeit meiner Zuschauer). 

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►WEITERE INFORMATIONEN VON TEAM RIECK:

Das jüngste höchstrichterliche Urteil zum Rundfunkbeitrag markiert eine substantielle Wende in der Governance-Struktur der deutschen Medienlandschaft. Es etabliert ein Informationsrecht der Beitragszahler, das eine neue Stufe der Rechenschaftspflicht (Accountability) für die öffentlich-rechtlichen Sender begründet. Ökonomisch betrachtet transformiert diese Entscheidung die Beitragszahler von passiven Finanziers zu Prinzipals mit einklagbaren Informationsansprüchen gegenüber ihren Agenten, den Rundfunkanstalten.

1. Das Informationsrecht als Korrektiv eines Marktversagens

In einem regulären Medienmarkt signalisieren Zuschauerpräferenzen und Werbeeinnahmen die Performance eines Anbieters. Den öffentlich-rechtlichen Sendern fehlt dieser Preismechanismus. Die Zwangsfinanzierung schafft ein klassisches Principal-Agent-Problem, bei dem der Agent (der Sender) nicht unmittelbar über seine Output-Qualität gegenüber dem Principal (dem Beitragszahler) rechenschaftspflichtig ist. Das neue Informationsrecht wirkt hier als institutionelles Korrektiv. Es verpflichtet die Sender zur Offenlegung, inwieweit sie ihren gesetzlich definierten Funktionsauftrag – die Bereitstellung von Vielfalt, Integration und Ausgewogenheit – tatsächlich erfüllen. Diese jährliche Rechenschaftslegung über Programmzusammensetzung und Inhalte ist essentiell, um die Qualität des öffentlichen Gutes „rundfunkgebührenfinanziertes Programm“ zu messen und zu sichern. Bislang operierten die Sender in dieser Hinsicht in einem informationsökonomischen Vakuum, was zu Ineffizienzen und einem Legitimitätsdefizit führen konnte.

2. Die Überwindung der Beweishürde durch wissenschaftliche Medieninhaltsanalyse

Die juristische Hürde, ein „strukturelles, dauerhaftes und erhebliches“ Defizit nachzuweisen, erscheint auf den ersten Blick hoch. Aus wissenschaftlicher Perspektive ist diese Hürde jedoch nicht nur sinnvoll, sondern auch überwndbar. Die Forderung nach einem Langzeitnachweis entspricht dem ökonomischen und sozialwissenschaftlichen Grundsatz, dass nur umfangreiche Erhebungen aussagekräftige Rückschlüsse auf systematische Verzerrungen zulassen.

Die entscheidende Innovation des Urteils liegt in der impliziten Anerkennung wissenschaftlicher Medieninhaltsanalysen als valides Beweismittel. Anstelle anekdotischer Evidenz oder privater Strichlisten können nun systematische, replizierbare und peer-reviewte Langzeitstudien herangezogen werden. Forschungsinstitute und Universitäten (beispielsweise Mainz, München) generieren seit Jahren Daten, die eine strukturelle Asymmetrie in der Berichterstattung quantifizieren. Diese Studien fungieren damit als neutrale, dritte Instanz und senken die Transaktionskosten für den einzelnen Beitragszahler erheblich, sein Informationsrecht auch praktisch durchzusetzen.


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#profrieck #mediatenor #GEZ

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Roland Schatz von Media Tenor im Interview: Ein aktuelles höchstrichterliches Urteil bestätigt jetzt, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk die inhaltliche Programmzusammensetzung transparent muss. Wenn über einen längeren Zeitraum ein erhebliches Missverhältnis auftritt, kann potenziell der Rundfunkbeitrag ungerechtfertigt sein. Dies nachzuweisen erschien dem Gericht eine hohe Hürde; sie kann aber genommen werden, weil es Medieninhaltsforschung gibt, die regelmäßig die relevanten Inhalte erhebt.

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1. Das Informationsrecht als Korrektiv eines Marktversagens

In einem regulären Medienmarkt signalisieren Zuschauerpräferenzen und Werbeeinnahmen die Performance eines Anbieters. Den öffentlich-rechtlichen Sendern fehlt dieser Preismechanismus. Die Zwangsfinanzierung schafft ein klassisches Principal-Agent-Problem, bei dem der Agent (der Sender) nicht unmittelbar über seine Output-Qualität gegenüber dem Principal (dem Beitragszahler) rechenschaftspflichtig ist. Das neue Informationsrecht wirkt hier als institutionelles Korrektiv. Es verpflichtet die Sender zur Offenlegung, inwieweit sie ihren gesetzlich definierten Funktionsauftrag – die Bereitstellung von Vielfalt, Integration und Ausgewogenheit – tatsächlich erfüllen. Diese jährliche Rechenschaftslegung über Programmzusammensetzung und Inhalte ist essentiell, um die Qualität des öffentlichen Gutes „rundfunkgebührenfinanziertes Programm“ zu messen und zu sichern. Bislang operierten die Sender in dieser Hinsicht in einem informationsökonomischen Vakuum, was zu Ineffizienzen und einem Legitimitätsdefizit führen konnte.

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Received — 15. Oktober 2025 Prof. Dr. Christian Rieck
Received — 11. Oktober 2025 Prof. Dr. Christian Rieck

Chatkontrolle und Veggi-Bratwurst bleiben doch: Die Tricks der Politiker (mit Strategem 16)

Wieso setzen Politiker so oft unsinnige oder sogar schädliche Projekte durch? Spoiler: Das ist völlig rational. Die Mechanismen dahinter gibt es in diesem Video.


Mein Videokurs ist kurzzeitig vorbestellbar, erscheint aber erst am 15. Dezember 2025.
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Mit dem Coupon Vorbesteller25 erhalten Sie 25% Rabatt. Und hoffentlich sehen wir uns vor dem Erscheinungstermin noch ein paar Mal:-)


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[1] https://www.bild.de/politik/inland/whatsapp-und-co-betroffen-eu-will-unsere-handy-nachrichten-lesen-68e4d86a453c0752a42df159

[2] https://x.com/bundeskanzler/status/1975878278838968488

[3] https://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3426561514/ref=nosim/christianriec-21



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Die von der Europäischen Kommission vorgeschlagene Chatkontrolle stellt einen Paradigmenwechsel in der Telekommunikationsüberwachung dar. Kern des Vorhabens ist die Implementierung von Client-Side-Scanning-Verfahren, die mittels KI-gestützter Algorithmen private Kommunikation vor dem Verschicken auf verdächtige Inhalte analysieren. Technisch erfolgt dies durch automatisiertes Scannen von Nachrichteninhalten auf Endgeräten vor deren Verschlüsselung.

Aus verfassungsrechtlicher Perspektive kollidiert dieses Instrument fundamental mit Artikel 7 der EU-Grundrechtecharta (Schutz der Privatsphäre) sowie dem in Artikel 8 garantierten Schutz personenbezogener Daten. Das historisch gewachsene Briefgeheimnis erfährt durch diese präventive und generalisierte Überwachung eine De-facto-Abschaffung, da das Vertraulichkeitsversprechen digitaler Kommunikation systematisch unterlaufen wird.


Verhaltensökonomische Determinanten regulatorischer Entscheidungen
Die Zeitinkonsistenz-Präferenz (Strotz, 1956) erklärt, warum legislative Maßnahmen ex post häufig anders bewertet werden als ex ante. Im Kontext der Chatkontrolle ist dis eine Diskrepanz zwischen der initialen Zielsetzung (Kinderschutz/Terrorbekämpfung) und der späteren Nutzungsrealität. Erfahrungsgemäß unterliegen Überwachungsbefugnisse einem "Funktionskreislauf" (R. Poitrás), der tendenziell zu Mission Creep führt.

Die Optimismusverzerrung (Weinstein, 1980) im politischen Entscheidungsprozess führt zur systematischen Unterschätzung implementierter Risiken. Projektmanagement-Studien (Flyvbjerg, 2009) belegen, dass politische Großprojekte in 90% der Fälle ihre ursprünglichen Risikoabschätzungen signifikant überschreiten. Bei Überwachungsinfrastrukturen potenziert sich dieser Effekt durch die Irreversibilität etablierter Systeme.


Historische Analogien und strategische Umgehungsmechanismen
Die Debatte um die Chatkontrolle zeigt strukturelle Parallelen zur Vorratsdatenspeicherung, deren EU-Richtlinie 2006 ebenfalls unter Sicherheitsprämissen eingeführt, später jedoch mehrfach für grundrechtswidrig erklärt wurde. Das "Twix/Raider-Prinzip" - die strategische Rebranding kontroverser Politikinhalte - ließe sich ebenfalls bei der Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung unter neuen Bezeichnungen beobachten.

Informationsökonomische Aspekte der öffentlichen Debatte
Die verzögerte öffentliche Wahrnehmung solcher Maßnahmen folgt einem informationökonomischen Muster: Komplexe regulatorische Techniken weisen hohe Transaktionskosten der Informationsbeschaffung auf, was zu rationaler Ignoranz (Downs, 1957) bei Bürgern führt. Erst wenn Medien durch skandalisierende Berichterstattung die Aufmerksamkeitsschwelle überschreiten, entsteht ausreichend politischer Gegendruck.

Institutionelle Gegensteuerungsmöglichkeiten
Bürger können Sensibilität für derartige Strategien durch:
- Monitoring legislativer Frühindikatoren (EU-Verfahrensnummern, Ausschussdokumente)
- Analyse von Lobbyismus-Netzwerken (Corporate Europe Observatory)
- Nutzung von Policy-Tracking-Tools (FragDenStaat, Abgeordnetenwatch) entwickeln.

Effektive Einflussnahme erfordert strategische Allianzen mit:
- Juristischen Fachverbänden (Gesellschaft für Freiheitsrechte)
- Tech-Community-Organisationen (Electronic Frontier Foundation)
- Transnationalen Advocacy-Netzwerken (Digitalcourage)



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Received — 04. Oktober 2025 Prof. Dr. Christian Rieck

Ulrike Guérot verliert Professur. Wissenschaft in Gefahr? | Prof. Dr. Christian Rieck

Ulrike Guérot wurde von ihrer Uni als Professorin entlassen, weil sie angeblich wissenschaftliches Fehlverhalten begangen hat. Hier die Hintergründe.

STOPP: Bitte schicken Sie keine Mails an meine Uni-Adresse! Diese Adresse ist ausschließlich für dienstliche Angelegenheiten vorgesehen. Sorry, wenn ich hier rabiat bin, aber ich werde ab jetzt jede nicht-dienstliche Mail an diese Adresse ungelesen löschen!

Erwähnte Bücher:
Wer schweigt, stimmt zu: https://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3864899230/ref=nosim/christianriec-21
Wer stört, muss weg:: https://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3864894751/ref=nosim/christianriec-21

Vorwürfe gegen Guérot: https://plagiatsvorwurf-guerot.info/

[1] Guérot war links: https://x.com/FabioDeMasi/status/1687815803003928576
[2] "Plagiate" bei Habeck: https://plagiatsgutachten.com/blog/543-zitierfehler-habeck/
Stellungnahme Habeck: https://www.youtube.com/watch?v=mYyAv1-c1kw
[3] https://www.nzz.ch/international/ganz-klare-freisprueche-in-wien-nach-sexuellen-handlungen-mit-zwoelfjaehriger-ld.1904568
Neue Entwicklung dazu: https://www.nzz.ch/international/oesterreich-freisprueche-im-fall-anna-fuehren-zu-debatte-ueber-sexualstrafrecht-ld.1905454


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Ulrike Guérot ist eine deutsche Politikwissenschaftlerin, Publizistin und Gründerin des European Democracy Lab. Sie ist bekannt für ihre kritischen Analysen zur europäischen Demokratie und Integration.

- Hintergrund und akademische Laufbahn
Geboren 1964 in Grevenbroich, Nordrhein-Westfalen, als Ulrike Beate Hammelstein.
Studium der Politikwissenschaft in Bonn und am Institut d’études politiques de Paris (Sciences Po).
Promotion 1995 an der Universität Münster über die Europapolitik französischer Sozialisten.
Arbeitete u. a. für Jacques Delors, die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik und als Assistant Professor an der Johns Hopkins University in Washington.

- Professuren und Forschung
2016–2021: Professorin für Europapolitik und Demokratieforschung an der Donau-Universität Krems, Österreich.
2021–2023: Professur für Europapolitik an der Universität Bonn. Das Arbeitsverhältnis wurde 2023 wegen angeblicher Verletzung wissenschaftlicher Standards beendet und gerichtlich angefochten.

- Publikationen und Engagement
Autorin zahlreicher Bücher, darunter:
„Endspiel Europa“ (2022)
„Der Ausverkauf der Republik“ (2024)
„Über die ‚gute Demokratie‘“ (2024)

Gründerin des European Democracy Lab (seit 2014) und Initiatorin des European Citizens Radio (2023).
Aktive Vortragende mit über 500 Videos auf YouTube zu Themen wie Europa, Demokratie und Friedenspolitik.

- Auszeichnungen
Trägerin des französischen Ordens L’Ordre pour le Mérite (seit 2003)
Paul-Watzlawick-Ehrenring und Salzburger Landespreis für Zukunftsforschung (2019)



Die spieltheoretische Analyse von Verhandlungen und Gerichtsverfahren offenbart strategische Interdependenzen, bei denen Akteure nutzenmaximierende Entscheidungen unter Unsicherheit treffen. Im beschriebenen Fall lässt sich das Vergleichsangebot der Universität als Signal in einem Stifenspiel deuten: Durch die Vermeidung eines Präzedenzurteils bewahrt die Institution ihre zukünftige Verhandlungsmacht und umgeht Reputationskosten, unabhängig von der tatsächlichen Rechtslage.

Parallel zeigt die Justizlogik Principal-Agent-Probleme auf: Vorgerichtliche Instanzen handeln aufgrund karrieristischer Anreize, auch schwache Fälle zu verfolgen – die erwartete positive Auszahlung (Beförderung, politisches Kapital) überwiegt die Kosten fehlgeschlagener Verfahren. Dies verzerrt die Filterfunktion des Rechtssystems.

Aus rechtswissenschaftlicher Perspektore genießen Professoren durch das Wissenschaftsfreiheitsgebot (Art. 5 GG) und ggfs. beamtenrechtliche Statusgarantien einen erhöhten Kündigungsschutz. Die Verweigerung der Revision durch das Arbeitsgericht ist daher eine strategische Risikominimierung.



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Received — 27. September 2025 Prof. Dr. Christian Rieck

Meinungsfreiheit einschränken, um sie zu stärken? | Prof. Dr. Christian Rieck

27. September 2025 um 07:15

Eigentlich sollte Meinungsfreiheit in einer freiheitlichen Gesellschaft eine Selbstverständlichkeit sein. Was aber, wenn sich eine Gruppe nicht an die Regeln hält? Soll man Gleiches mit Gleichem vergelten?

Radikalenerlass: https://de.wikipedia.org/wiki/Radikalenerlass

Die 36 Strategeme:
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►WEITERE INFORMATIONEN VON TEAM RIECK:

- Spieltheoretische Grundlagen: Vom Gefangenendilemma zur Kooperation
Das Gefangenendilemma (GD) modelliert ein soziales Dilemma. Zwei Akteure wählen zwischen Kooperation und Defektion. Die Dominanz der Defektion ist zentral: Sie ist stets die individuell rationale Wahl, da sie einen höheren Payoff bringt (z.B. 5 größer 3 bei Kooperation des anderen; 1 größer 0 bei dessen Defektion). Das resultierende Nash-Gleichgewicht (Defektion/Defektion) ist jedoch Pareto-inferior zum Zustand wechselseitiger Kooperation (3/3 vs. 1/1) – der Konflikt zwischen individueller und kollektiver Rationalität.

In wiederholten Interaktionen (iteriertes GD) ermöglicht die eingeschränk rationale Tit-for-Tat-Strategie (TfT) Kooperation. TfT beginnt kooperativ und imitiert dann den letzten Zug des Gegners. Ihre Stärke ist einfache Konditionalität: nicht ausbeutbar (sofortige Bestrafung von Defektion) und versöhnlich (sofortige Rückkehr zur Kooperation). Risiken sind Eskalationsspiralen bei Fehlwahrnehmungen.

Die Relevanz für gesellschaftliche Konflikte ist direkt: Polarisierung und "Cancel Culture" sind ein iteriertes GD, bei dem "Defektion" der Versuch ist, die andere Seite mundtot zu machen. Die kurzfristige "Belohnung" ist narrative Vorherrschaft; der langfristige Schaden ein erodierter Diskurs. Diese Logik gilt ebenso für internationale Verhandlungen, wo Reziprozität (TfT) essentiell für Vertrauensbildung ist.


- Cancel Culture: Ein spieltheoretisch-historischer Blick
Der Begriff "Cancel Culture" entstammt afroamerikanischen aktivistischen Kontexten (ca. 2010) und bedeutete ursprünglich den Entzug von Unterstützung für Einzelpersonen aufgrund problematischen Verhaltens. In der heutigen Debatte wurde er politisch instrumentalisiert und bezeichnet primär die strategische Anwendung sozialer oder beruflicher Sanktionen zur Ächtung unerwünschter Meinungen.

Historische Vorläufer belegen, dass der Mechanismus nicht neu ist. In der McCarthy-Ära (USA, 1950er) führte der Verdacht kommunistischer Sympathien ("Blacklisting") zu beruflicher und sozialer Ächtung. Der deutsche Radikalenerlass (1972) zielte auf "Verfassungsfeinde" im öffentlichen Dienst ("Berufsverbote"). Der strukturelle Kern ist identisch: Die Ausweitung des Konflikts von der diskursiven auf die existenzielle Ebene.

Die kritische Abgrenzung zur legitimen Kritik liegt in dieser Eskalationslogik. Legitime Kritik operiert innerhalb der diskursiven Sphäre und attackiert Argumente. Systematisches "Canceln" zielt dagegen auf den Status, den Beruf und die soziale Integration der Person und versucht, sie aus dem Diskursraum zu entfernen. Es ist eine Form der strategischen Defektion im gesellschaftlichen GD.


- Lösungsansätze: Vom Gleichgewicht der Defektion zur Kooperation
Die Überwindung der durch "Cancel Culture" verstärkten Polarisierung erfordert Institutionen und Strategien, die den Pareto-superioren Spielausgang der Kooperation (Meinungsfreiheit mit Respekt) stabilisieren.

Dialogformate und Mediation: Konstruktiver Journalismus, der Probleme mit Lösungsansätzen verbindet, dient ähnlich einem Mediator.

Digitale Diskurskultur: Plattform-Design und Moderation müssen Anreize verschieben. Algorithmen, die nicht auf Engagement (das oft Empörung belohnt) optimiert sind, sondern auf sachlichen Diskurs, können das "Spiel" umgestalten.

Internationale Vergleiche: Skandinavische Länder setzen auf starke, unabhängige öffentlich-rechtliche Medien als neutrale, vertrauenswürdige Instanzen – die spieltheoretische "übergeordnete Autorität", die das GD auflöst. Kanada betont Medienkompetenz und "respektvollen Diskurs" als gesellschaftliche Norm, was einer wechselseitigen Kooperationsverpflichtung gleichkommt.


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Received — 16. August 2025 Prof. Dr. Christian Rieck

Trump gegen Putin: spieltheoretische Analyse der Verhandlungsmethoden | Prof. Dr. Christian Rieck

Wie gut sind die Verhandlungspositionen, die Trump und Putin jeweils aufgebaut haben, aus Sicht der Spieltheorie?

Erklärung zum BATNA: https://de.wikipedia.org/wiki/BATNA

Das Competitio-Verhandlungstraining: https://training.competitio.de/besser-verhandeln-mit-spieltheorie-10-tage-training-13be209c-6e4a-4b10-9aae-85c7266af4b6

Die 36 Strategeme der Krise:
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Dort sind auch ein paar andere Produkte, die ich empfehle (ich bin Buch- und Technik-Junkie;-)
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1. Putins Strategie: Kalkül und Kontrolle
Putin agiert als rationaler Stratege mit drei Kernelementen:
-Asymmetrischer Zeitdruck: Sein beständig geführter Krieg zermürbt den Gegner („War of Attrition“), während Russlands Kriegswirtschaft die Ausdauer sichert.
-Narrative Kontrolle: Durch Framing („USA müssen Frieden schaffen“) verschiebt er Verantwortung – ein klassisches Burden-Shifting.
-Referenzpunkt-Manipulation: Indem er die Ukraine in Verhandlungen marginalisiert, untergräbt er deren Souveränität (ähnlich Großmacht-Diplomatie im Wiener Kongress 1815). Zudem stell er Russland als Großmacht in der gleichen Liga wie dieUSA dar.

2. Trumps Schwächen: Improvisation und Emotion
Trump verhandelt reaktiv und macht zwei fatale Fehler:
-Bündnis-Ignoranz: Sein unilateraler Stil (z. B. NATO-Kritik) schwächt das US-BATNA – ohne europäische Unterstützung fehlt Verhandlungsmacht.
-Psychologische Fallen: Putins scheinbares Lob („USA tun viel für Frieden“) bestätigt Trumps Ego, während es implizit Verantwortung auf die USA lädt – analog zu Stalins Taktik in Jalta 1945.

3. Historische Vergleiche: Strategeme und Verhandlungsfallen
Putins Methoden folgen historischen Kriegslisten:

Festnahme von Verhandlern:
Die Mongolen nutzten dies im 13. Jahrhundert, um Gegner zu demoralisieren (z. B. Ermordung russischer Fürsten nach Unterwerfungsgesprächen). Moderne Äquivalente sind Geiseldiplomatie (z. B. Iran 1979) oder die Festnahme ausländischer Manager in Russland (z. B. Michael Calvey 2019).

Manipulation des Verhandlungsortes:
Auf „neutralem“ Boden lauern Risiken: In Jalta 1945 nutzte Stalin Roosevelts Krankheit aus, um territoriale Zugeständnisse zu erzwingen. Ähnlich könnte Putin in Alaska versuchen, durch psychologische Dominanz (z. B. Kontrolle über Logistik, Kommunikation) Trump zu beeinflussen.



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Received — 01. März 2025 Prof. Dr. Christian Rieck

FDP ZERSTÖRT sich SELBST: Wieso das notwendig war | Prof. Dr. Christian Rieck

Dem deutschen Bundestag fehlt eine liberale Kraft - leider hat die FDP den Liberalismus abgeschafft. Die Mechanismen dahinter in diesem Video. Mit Strategem 33 (der Doppelagent). Hinweis: Die Positionierung entsteht dadurch, dass "staatsfern" heutzutage oft als "rechts" verortet wird.

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Quellen:
https://www.nzz.ch/visuals/bundestagswahl-2025-live-karte-mit-ergebnissen-ld.1872312
https://www.nzz.ch/international/ergebnis-der-bundestagswahl-2025-waehlerwanderung-im-ueberblick-ld.1871822
https://rp-online.de/nrw/panorama/marie-agnes-strack-zimmermann-zeigt-fast-1900-beleidigungen-an-v1_aid-119190223
Noch eine Lächerlichkeit der FDP: Video zu Abstimmung vor Abschaffung §219a https://www.youtube.com/shorts/ahX2nujReMc (Danke an https://x.com/LyllithB/status/1893790225471562219)


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Die historische Entwicklung der FDP und ihre strategische Positionierung
Die FDP wurde 1948 als klassisch liberale Partei gegründet, mit Fokus auf wirtschaftlichen Liberalismus und individuelle Freiheitsrechte. In den 1970er Jahren bewegte sie sich unter Brandt und Schmidt in eine sozialliberale Richtung, bevor sie 1982 wieder zur CDU/CSU wechselte.
Unter Hans-Dietrich Genscher verstärkte sich in den 1980er Jahren der Fokus auf Deregulierung und Steuererleichterungen. 2009 erzielte die FDP mit 14,6 % ihr bestes Ergebnis durch eine klare wirtschaftsliberale Ausrichtung. Nach dem Koalitionsbruch mit der CDU scheiterte sie 2013 erstmals an der Fünf-Prozent-Hürde. Seitdem schwankt sie zwischen wirtschaftsliberalen und sozialprogressiven Positionen.

Politische Verortung und ihre Konsequenzen
Die FDP bewegt sich zwischen Marktfreiheit und gesellschaftlicher Offenheit. Während die CDU wirtschaftliche Vernunft mit gesellschaftlichem Konservatismus verbindet und die Grünen progressive Werte mit staatlicher Lenkung, sucht die FDP eine Zwischenposition.
Seit 2017 wirkt ihre Positionierung inkonsistent. Die Ampel-Koalition lässt sie in der Wahrnehmung zu stark nach links rücken. Dies könnte erklären, warum sie zunehmend als instabile Kraft gilt.

Wahlergebnisse und Wählerbewegungen
Empirische Analysen zeigen: Unklare Positionen führen zu Wählerverlusten an CDU oder AfD. Die Europawahl 2024 bestätigte dies: Viele Anhänger vermissten eine konsequente marktwirtschaftliche Handschrift.
Die FDP schneidet gut ab, wenn sie sich als wirtschaftsliberale Alternative definiert. Ihre Herausforderung liegt darin, einerseits die Mitte anzusprechen und andererseits nicht von der CDU vereinnahmt zu werden.

Strukturelle Probleme und innerparteiliche Konflikte
Die FDP leidet unter Flügelkämpfen zwischen wirtschaftsliberalem Konservatismus und sozialliberalem Fortschritt. Während der wirtschaftsliberale Flügel auf Steuersenkungen und Deregulierung setzt, betonen progressive Kräfte gesellschaftspolitische Themen. Diese Zerrissenheit erschwert eine klare Kommunikation und gefährdet die Wählerbindung.

Internationale Parallelen
Andere liberale Parteien stehen vor ähnlichen Herausforderungen. Die niederländische VVD bleibt wirtschaftsliberal und stabil. Die britischen Liberal Democrats verloren massiv an Bedeutung, als sie ihre wirtschaftsliberale Identität aufgaben. In Frankreich zeigt Macrons Partei "Renaissance", dass wirtschaftlicher Liberalismus mit gesellschaftlichem Fortschritt erfolgreich sein kann – jedoch klare Abgrenzung erfordert.

Zukunftsszenarien für die FDP
Die FDP steht an einem strategischen Scheideweg. Sollte sie ihren Kurs in der Ampel fortsetzen, droht weiterer Bedeutungsverlust. Eine Rückkehr zu einem klaren wirtschaftsliberalen Kurs mit bürgerlich-konservativen Elementen könnte Wähler zurückgewinnen, birgt aber das Risiko begrenzter Koalitionsoptionen.
Der Erfolg hängt davon ab, ob sie eine klare, berechenbare liberake politische Identität findet.


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